Kraven the Hunter - Hat sich nicht mal schöntrinken lassen
Es ist ein Verriss wie aus guten alten “Das Erwachen der Macht”-Tagen, hier bei Die Letzte Filmkritik. Leicht bis mittelstark angetrunken, um das alles überhaupt noch aushalten zu können, versuchen Kaffeemann und Daniel sich erfolglos zu erklären, wie bei Sonys Spider-Man-Universum im Kino so konsequent ein indiskutabler Flop auf den Nächsten folgen kann. Alleine mit Madame Web und jetzt aktuell Kraven the Hunter innerhalb eines Jahres, muss man schon beinahe von einer Meisterleistung des desolaten Filmemachens in Serie sprechen.
Originalbild: Kraven the Hunter / © Sony Pictures (2024)
Wir spoilern anfangs nicht viel über die in Trailern gezeigte Prämisse des Films hinaus. Nach zwischenzeitlicher Warnung sprechen wir zum Schluss aber auch über Details der späteren Handlung.
Während sich fast alle anderen Kritiker dieser Welt in ihrem euphorisch positiven Gemeinschaftsurteil über Christopher Nolans Homer-Adaption Die Odyssee freudentränend in den Armen liegen, herrscht ausgerechnet beim sonst so häufig einigen Duo Daniel Pook und Patrick aus Hürth Unstimmigkeit über eben selben Film.
The Mandalorian war einst als Zugpferd von Disney+ angetreten, um den damals neuen Streaming-Dienst erfolgreich starten zu lassen, aber auch all die Star-Wars-Fans wieder zu versöhnen, die der Konzern selber mit seinen hauseigenen Filmen aus einer “weit, weit entfernten Galaxis” zuvor enttäuscht und massiv frustriert hatte. Der damalige Lichtblick sollte jedoch mit Staffel 2 seinen Zenit erreichen, schon in Staffel 3 erschütternd schnell verglimmen.
Es hat Daniels gesamtes Leben lang gedauert, dem alten He-Man-Realfilm von 1987 einen neuen Versuch folgen zu lassen, Masters of the Universe mit echten Schauspielern wieder ins Kino zu bringen. Die moderne Adaption des Spielzeug- und Zeichentrickserien-Universums rund um den schwertschwingenden Helden, der “Ich habe die Kraft” ruft, orientiert sich näher an den Wurzeln des Franchises als noch zuvor der Film mit Dolph Lundgren. Und ist deswegen umso frustrierender, weil sie diese Linie dann doch ganz und gar nicht durchzieht.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü, das 2x2+4 auftischt. Denn nachdem Patrick und Daniel die Sequels Mortal Kombat 2 und Der Teufel Trägt Prada 2 durchgesprochen haben, wird über Mercy, Thrash, Balls Up und Für Immer Ein Teil Von Dir: Reminders of Him eher durchweg erbrochen. Na dann: Guten Appetit!
Vom Ehepaar Mona Fastvold und Brady Corbet, gedreht auf 35mm Kodak-Analogfilm, eine historische Geschichte. Was könnte da schief gehen? Gar nicht so viel. The Testament of Ann Lee ist nach Der Brutalist der nächste höchst sehens- und auch hörenswerte Kinofilm des Duos. Und mit Sicherheit einer der Filme, den viele von euch trotzdem verpassen würden, hätten Patrick & Daniel euch nicht lobend darauf hingewiesen.
An Das Drama scheiden sich viele Geister… nur Patrick und Daniel nicht. Sie sind sich einig, dass der Film zwar so hochwertig präsentiert wird, wie von A24 gewohnt. Und ihm doch viel dazu fehlt, mit seinen Grundideen in sich selbst stimmig zu funktionieren.
Zum ersten Mal verweilt die mit 28 Days Later gestartete Reihe von Danny Boyle und Alex Garland von Film zu Film im selben Zeitfenster und erzählt den Vorgängerfilm nahtlos weiter. Und so setzen auch Patrick und Daniel ihre Rezension derselben über 28 Years Later: The Bone Temple in diesem Podcast fort. Mit milden Spoilern der allgemeinen Handlungsverläufe, ohne dabei jedoch zu sehr ins Detail zu gehen.
Im ersten Teil musste Familie Garrity in einen Bunker flüchten, dann kam der Weltuntergang. Greenland 2 schickt sie wieder raus aus der Schutzherberge und erneut auf strapaziöse Suche nach einer neuen Heimat. Alles nun viel größer, teurer produziert und nicht mehr so bodenständig wie noch im Vorgänger, der deswegen deutlich besser ist. Das Sequel macht ein paar Dinge aber auch wieder ganz gut, taugt somit erneut als ordentlicher Katastrophenfilm für zwischendurch.
Vater Joseph Jackson wird im biografischen Musikfilm Michael als profitgetriebener Geschäftsmann gezeigt, der seinen Sohn mehr als Zugpferd fürs Familienunternehmen wahrgenommen hat, anstatt zuerst einmal als Menschen. Ganz in diesem Sinne geht auch eine heutige Gruppe von Nachlassverwaltern und noch lebenden Jackson-Familienmitgliedern bei dieser Verfilmung mit dem King of Pop als Kunstfigur um. Im ausführlichen OverExposition-Podcast stellt Daniel (mit Spoilern) aber auch fest, dass Michael Jackson selbst hier wohl so perfekt besetzt wurde, wie das bei kaum einem anderen Biopic überhaupt möglich wäre. Und dass der Kinofilm in Teilen nicht ganz freiwillig genau da aufhört, wo selbst mit Wohlwollen einiges hätte sehr weird werden müssen…
Können Menschen überhaupt noch global zusammenarbeiten, um ihre gemeinsame Existenz zu retten? In Der Astronaut: Project Hail Mary müssen sie das, angesichts der drohenden Auslöschung durch eine Anomalie aus dem All. Aneinander zu verstehen, zu helfen und die Hände zu reichen, wird aber auch weit darüber hinaus im Laufe der großen Weltraummission des Films von zentraler Bedeutung sein. Daniel vergleicht Roman, Hörbuch und Film miteinander in unserem Podcast mit separatem Spoiler-Teil.
Der Super Mario Galaxy Film heißt zwar so, setzt aber nicht wirklich das Geschehen oder den gestalterischen Witz der beiden gleichnamigen Jump’n’Runs um. Stattdessen gibt’s einen inhaltlich beliebig zusammengestellten Mix von allerhand Nintendo-Figuren und Elementen aus diversen Mario-Games - mit dem “Humor” der Minions. Optisch stimmig, kaschiert Illuminations Galaxy immerhin mit Cameos und Gimmicks für Mario-Fans, dass hier einfach nur reizlos Social-Media-Reels für Kinderzielgruppen aneinandergereiht werden.
Muriel d'Ansembourgs Debütfilm Truly Naked hat uns auf der Berlinale 2026 in jeder Hinsicht begeistert. Vielschichtig und authentisch behandelt das Werk sensible Themen - ein Heranwachsender arbeitet als Assistent und Kameramann für seinen Vater, der Amateurpornos produziert. Gleichzeitig entdeckt der Junge seine erste wahre Liebe, was in ihm zunehmend Konflikte auslöst. Ein exzellenter Film mit perfekter Balance aus realem Look und verdichteter, effektiv aufgebauter Handlung.
Ein Mann stürmt in Good Luck, Have Fun, Don’t Die ein amerikanisches Diner, behauptet, aus der Zukunft zu kommen - und erklärt den verdutzten Gästen, dass Social Media, Smartphones, vor allem jedoch Künstliche Intelligenz die Menschheit bald in den Untergang führen werden. Nur eine zufällige Gruppe Restaurantbesucher*innen könne nun helfen, das zu verhindern. Eine herrlich absurde Zeitreise-Prämisse. Eigentlich - doch dieser Film wirkt letztlich nur so, als hätten ein paar Boomer zwar gute Ansätze verfolgt, sie jedoch nur peinlich plakativ und kontraproduktiv oberflächlich auf die Leinwand gebracht.
Ein alternder Taschendieb zieht in The Only Living Pickpocket in New York Tag für Tag durch Manhattan und lebt davon, reichen Passant*innen unbemerkt Uhren, Smartphones und Brieftaschen zu stehlen. Als er jedoch die falsche Person beklaut, gerät sein ansonsten routinierter Alltag plötzlich in eine gefährliche Schieflage. Ein charmantes New-York-Szenario mit guten Darstellern. Und trotzdem verläuft der Film eher wie ein gemütlicher Spaziergang, bei dem wir uns am Ende fragen, ob da nicht noch wesentlich mehr spannendes hätte passieren können.
Wie ihr bei Die Letzte Filmkritik sehr bald noch hören werdet, hat Daniel bereits bei Sundance 2026 zwei Coming-of-Age-Filme gesehen, in denen Schüler*innen tragische Ereignisse auf Schulbühnen künstlerisch verarbeiten. Mouse kam jetzt noch auf der Berlinale dazu und hat, ganz wie Run Amok und The Musical, trotzdem genug eigene Qualitäten zu bieten, um als ein Festival-Highlight hervorzustechen.
Von Wolfram sind Daniel und der Kaffeemann auf der Berlinale 2026 nicht nur deswegen herb enttäuscht gewesen, weil es ihrer Meinung nach ein eher schlecht inszenierter Film ist. Sie wollten den australischen Western eigentlich unbedingt lieben, da sie bei Sundance 2018 ein so tolles Gespräch mit dessen Regisseur Warwick Thornton führen durften und dessen damaliger Festival-Beitrag, Sweet Country, gerade im Vergleich zu seinem neusten Werk, so ein verdammt guter Film war.
Dieser Abnehmpillen-Horrorfilm aus Australien hat es sowohl aufs Sundance Film Festival als auch auf die Berlinale 2026 geschafft. Warum aber, das wissen wir nicht. Daniel und der Kaffeemann sahen darin nur ein schon mehrmals wiederaufgewärmtes Mikrowellengericht, wie ein halbgar aufgetischter Versuch, The Substance und It Follows ohne eigene Würze irgendwie zu vermengen.
Besonders bei Sundance war die Midnight-Sektion für uns während vergangener Festival-Besuche immer eine verlässliche Goldgrube. Nicht so 2026, denn dieses Jahr erlebte Daniel ausgerechnet in dieser Kategorie zwei seiner größten Enttäuschungen des Programms. Die blutige Kindersendungs-Parodie Buddy ist zwar immerhin noch kurzweilig erträglich, der Podcast-Horrorfilm Undertone von A24 hingegen langweilt auf allen Ebenen. Außerdem hat auch die Berlinale 2026 mit Nightborn (Yön Lapsi) und Sleep No More (Monster Pabrik Rambut) zwei nicht so begeisternde Genre-Beiträge zu diesem Filmmenü-Podcast der Festival-Horror-Flops beigesteuert.
Eine Frau gibt sich im 17. Jahrhundert als Mann aus und Sandra Hüller spielt auch genau das mit vielen Nuancen, anstatt einfach nur plumpe Männerklischees zu Mimen. Nicht nur wir sind voll des Lobes für ihres Performance, der Berlinale 2026 war diese anspruchsvolle Darbietung einen Silbernen Bären für die beste Schauspielleistung des Festivals wert. Grund zu doppelter Freude: Der Film Rose ist auch sonst sehr gut, finden Daniel und der Kaffeemann!
Der Kaffeemann und Daniel hätten den Goldenen Bären der Berlinale 2026 ja lieber an Everybody Digs Bill Evans verliehen als an Gelbe Briefe, immerhin hat die Jury das kunstvolle Musik-Biopic rund um den legendären Jazz-Virtuosen aber mit dem Silbernen Bären für die beste Regie prämiert. Spätestens sobald ein Kinostart feststeht, solltet ihr euch diesen wunderbaren und wunderschönen Film von Grant Gee unbedingt fest vormerken.
Bereits eine Woche bevor Regisseur İlker Çatak für seinen neuen Film den Hauptpreis der Berlinale 2026 entgegennehmen durfte, haben Daniel und der Kaffeemann bereits diesen Filmkritik-Podcast hier über Gelbe Briefe aufgenommen. Anstatt eines Goldenen Bären gibt‘s von den beiden jedoch nur ihrerseits gelbe und blaue Briefe, denn wir sind von diesem Versuch, viel wichtiges zu sagen und es doch nie so wirklich zu benennen, rundum schwer enttäuscht. Obwohl, auch das sei betont, Gelbe Briefe nur rein handwerklich betrachtet tatsächlich eigentlich ein sehr guter Film geworden ist.
Moscas, internationaler Titel ist Flies, kann froh sein, dass bei unserem Berlinale-Besuch 2026 nicht auch noch ein paar Fliegen im Kinosaal herumschwirrten. Die hätten angesichts dieses zwar nicht gänzlich schlechten, aber leider doch sehr langweiligen Festival-Beitrags rasch unsere volle Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Sommelière Isabel hat genug vom feinen Restaurant in São Paulo, dessen Besitzer ihre Auswahl echter brasilianischer Weine nicht zu schätzen weiß. Sie stiehlt heimlich Abend für Abend kistenweise Flaschen aus dem kaum angerührten Bestand ihres Arbeitsplatzes und plant, ihre eigene Weinbar zu eröffnen. Trotz vieler Hürden für die Protagonistin, deren Traum sich immer wieder mit den vor allem finanziellen Grenzen der Realität konfrontiert sieht, ist Isabel für Daniel und den Kaffeemann ein sehr willkommener, unkomplizierter, schön gefilmter und vor allem stark geschauspielerter Feel-Good-Film in authentischen Kulissen auf der Berlinale 2026 gewesen.
Das Beste an At the Sea von der Berlinale 2026 ist, dass Daniel anlässlich dessen noch einmal auf das viel bessere Entzugsdrama The Outrun verweisen kann. Der hier betrachtete Film hingegen ist nur mal wieder ein langweiliger Versuch, uns normalen Menschen näherzubringen, wie ach so schwer doch das Leben sehr wohlhabender Erfolgs-Künstlerfamilien ist, die jetzt vor so schweren Entscheidungen stehen, wie ob sie ihre riesige Villa am Strand nun verkaufen sollen oder nicht. Überzeugend sind hier nur Schauspieler*innen wie Amy Adams, Rainn Wilson und Murray Bartlett in den Hauptrollen - was die leeren Bilder und wirkungslosen Konzepte des Films drumherum nur noch bedauerlicher macht.
In The Moths and the Flame begleitet Regisseur Kevin Contento in Pahokee, Florida, eine Gruppe junger Männer, die gerade Väter geworden sind oder kurz davorstehen. Zwischen Alltagsgesprächen, kleinen Neckereien und viel Herumhängen entsteht ein persönlicher, naher Blick auf das Leben zwischen Verantwortung, Perspektivlosigkeit und Kleinstadt-Trägheit. Ein experimenteller Hybrid aus Fiktion und dokumentarischem Filmemachen. Doch das Ergebnis wirkt über weite Strecken so, als hätte in vielen der ellenlangen Szenen jeweils ein guter Kurzfilm einfach vergessen, in den richtigen Momenten aufzuhören.
Eine schwerreiche Familie mit inzestuösen Gewohnheiten in patriarchalen Strukturen wird durch Pläne eines Sohnes erschüttert, zu seiner neuen Freundin ziehen zu wollen. Ein Flaschenöffner für kleine bis große Intrigen, sich entfaltende Geheimnisse, viel exzentrisches Verhalten und Mord. Die illustre MUBI-Produktion Rosebush Pruning ist für Daniel und den Kaffeemann eine der wenigen positiven Überraschungen auf der Berlinale 2026 gewesen.
Wir haben Regisseur Paul Negoescu zum ersten Mal 2009 im Rahmen unserer Interviewserie Short Talks getroffen. In diesem Zeitraum hatte er es drei Mal hintereinander in den Wettbewerb der Berlinale-Kurzfilme geschafft. Auch uns konnte er stets mit seinen authentisch inszenierten, kurzweilig unterhaltsamen, wie aus dem Leben rumänischer Familien gegriffenen Shorts sehr überzeugen. Obwohl thematisch mehr ein Langfilm für Kinder, hat uns sein diesjähriger Berlinale-Generations-Beitrag 2026, Atlas des Universums (Atlasul universului) ähnlich überzeugt - mitunter sogar charmant an ein legendäres Werk Abbas Kiarostamis’ erinnert.
Pandemie-Albtraum trifft Western - aber A Prayer for the Dying hat sich noch viel stärker einer anderen Parabel verschrieben, in der Schuldgefühle und seelische Qualen für einen Soldaten nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg verarbeitet werden. Der Kaffeemann und Daniel fanden das auf der Berlinale 2026 zu Beginn noch gut… am Ende aber leider nicht mehr.
Ein asiatischer Film mit Martial-Arts-Kämpfen darf auf der Berlinale scheinbar nicht fehlen. Doch wo The Old Woman With the Knife vergangenes Jahr eher konservativ das Übliche bot, ist Ghost in the Cell ein ungewöhnlicher Mix aus Action, Horror, Gefängnisfilm und sogar mit etwas gesellschaftspolitischer Kritik garniert. Manchmal zu albern für unseren Geschmack - aber dennoch sehr unterhaltsam und eben nicht einfach nur wieder mehr vom Selben. Wohl auch deswegen war der Film bereits im Januar auch beim Sundance Film Festival im Programm.
In Der Heimatlose kehrt ein Mann auf eine Insel zurück und behauptet, dort aufgewachsen zu sein – worauf die Dorfgemeinschaft seine Identität in einem amtlichen Gerichts- und Erinnerungsspiel infrage stellt. Der Frage nach Wahrheit, Lüge und Zugehörigkeit geht Regisseur Kai Stänickes Debüt-Langfilm wie ein pseudotiefsinniges Theaterexperiment nach, das seine Bedeutung mit solch prätentiöser Penetranz vor sich herträgt, dass die 122 Minuten elend anstrengend werden. Für uns der filmische Tiefpunkt des diesjährigen Festivals!
Links & Videos zum Podcast
Filmmenü u.a. mit Kritik zu Morbius
Die Letzte Filmkritik - Spider-Man: No Way Home
OverExposition - Spoiler-Filmkritik zu Spider-Man: Far From Home
Filmmenüs mit Kritiken zu Venom, Venom: Let There Be Carnage & Venom: The Last Dance
Vielsagendes Interview mit dem Morbius-Regisseur
Die Letzte Filmkritik - Madame Web
Nicolas Hoult wird Lex Luthor
American Psycho kommt als Remake von Luca Guadagnino mit Austin Butler
Die Letzte Filmkritik - Der König der Löwen von Jon Favreau
Die Letzte Filmkritik - John Wick: Kapitel 4
















Die irreführenden ersten 8 Minuten aus Kraven:
Hätten Ti West und die South-Park-Schöpfer nicht lieber dieses Remake von The Toxic Avenger als Teamarbeit machen können? Was die nämlich sowohl stilistisch als auch inhaltlich daraus vermutlich gemacht hätten, wäre wohl wirklich im Geiste des Troma-Kultfilms von 1984 gewesen. Stattdessen gibt's jetzt einen Film mit der Halbwertszeit eines Halloween-Kostüms für ein paar Hollywoodstars.
Erstmals bringt Marvel selbst seine fantastischen Vier, die “First Family” der Ursprünge des Comic-Universums - als Langfilm auf die große Leinwand. Stilecht im Retro-Sci-Fi-Setting einer alternativen Erde der 60er-Jahre und mit einem Galactus als Widersacher, der hier tatsächlich auch mal aussieht wie… Galactus eben. Anstatt einer bunten Weltraumwolke, als die er noch 2007 in Rise of the Silver Surfer dargestellt wurde. The Fantastic Four: First Steps stellt zudem fürs ganze MCU ein paar Schritte in die richtige Richtung dar. Ohne jedoch, das sei ausdrücklich betont, Daniel jetzt gleich völlig begeistert zu haben.
Superman von Regisseur James Gunn ist ein Superheldenfilm, den Patrick und Daniel in Die Letzte Filmkritik beide keinesfalls schlecht finden. Das alleine ist schon eine gewisse Leistung. Allerdings ist es trotzdem kein Film, den Patrick und Daniel so richtig loben können. Als Neustart des DC-Comic-Filmuniversums im Kino irritiert der neue Superman. Als cartoonhaftes Comic-Actionspektakel mit ein paar Querverweisen aufs heutige Weltgeschehen und schick animiertem Superhund, ist das Ganze hingegen schon ein rundes Ding.
Die weltweite Filmkritikerlandschaft scheint von den Marvel-Adaptionen der vergangenen Jahre im Kino so entwöhnt worden zu sein, dass es jetzt offenbar schon ausreicht, einfach nur einen kompetent durchschnittlichen Film abzuliefern, um Jubelarien einzuheimsen. Daniel möchte sich diesem - aus seiner Sicht - übertriebenen Lob für Thunderbolts* keinesfalls anschließen. Der Streifen ist ok, weniger kaputt als seine Vorgänger. Mehr aber nicht.
Es ist angerichtet… zum nächsten Filmmenü voller nachgeholter Rezensionen, zu denen sich aber auch ein aktueller Kino-Release dazugesellt. Die beiden neusten Filme mit Jack Quaid in einer Hauptrolle wollte Daniel hier nämlich direkt hintereinander besprechen. So hört ihr ihn nach seiner Meinung zu Captain America: Brave New World auch über Companion: Die Perfekte Begleitung, Mr. No Pain (aka Novocaine), The Critic und Flight Risk referieren.
Es ist ein Verriss wie aus guten alten “Das Erwachen der Macht”-Tagen, hier bei Die Letzte Filmkritik. Leicht bis mittelstark angetrunken, um das alles überhaupt noch aushalten zu können, versuchen Kaffeemann und Daniel sich erfolglos zu erklären, wie bei Sonys Spider-Man-Universum im Kino so konsequent ein indiskutabler Flop auf den Nächsten folgen kann. Alleine mit Madame Web und jetzt aktuell Kraven the Hunter innerhalb eines Jahres, muss man schon beinahe von einer Meisterleistung des desolaten Filmemachens in Serie sprechen.
Deadpool & Wolverine krempelt das Marvel Cinematic Universe nicht wirklich so bahnbrechend um, wie es viele Fans im Vorfeld erwartet beziehungsweise erhofft haben. Dafür wird das Duo immerhin von sehr vielen unterhaltsamen Gastauftritten flankiert, mit denen wiederum bestimmt niemand gerechnet hätte. In Summe ist das alles irgendwie nur ganz ok und funktioniert als Fan-Event für Marvel-Insider weitaus besser, als dass es ein tatsächlich guter Film wäre.
Mangels sonstigen Gesprächspotenzials über Sonys desolate neue Marvel-Verfilmung aus dem erweiterten Spider-Man-Universum, streiten Patrick & Daniel in ihrer Kritik größtenteils mit harten Bandagen unermüdlich darüber, ob Madame Web einfach nur sehr schlecht oder gar am aller schlechtesten geworden ist.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü, in welchem Daniel ganz kurz vor Ende 2023 noch eine Menge Nachholbedarf hat. Dabei ist die Auswahl mit Aquaman - Lost Kingdom, Rebel Moon: Teil 1 - Kind des Feuers, Godzilla Minus One, LOLA, Saltburn und Maestro gar nicht mal so inaktuell.
Nicht The Avengers, dennoch ein Ensemble und die Fusion von Dinsey+-Serie mit Kinoreihe. Captain Marvel und Ms. Marvel treten in The Marvels zusammen auf. Egal wie oft man es sagt oder schreibt, elegant klingt das schon sprachlich nicht, als Film ist es aber auch nur ein unausgegorener, konfuser, überflüssiger Lückenfüller - arm an Charme, Spektakel und Emotionen - dessen Highlight selbst für hartgesottene Fans nur in der angehängten Mid-Credit-Szene zu finden sein dürfte. Und in einem überlangen Katzen-Meme.
Superheldenfilme bringen das Kinopublikum 2023 ja ohnehin nur noch reflexartig zum Gähnen. Blue Beetle von DC und Warner Bros. wirkt in diesem Zusammenhang wie die eine Schlaftablette zu viel, wenn man nicht bloß komatös abwesend mehr als zwei Stunden entgeistert eine große Leinwand anstarren will. Ehrlich, erspart euch das lieber, finden Patrick & Daniel in Die Letzte Filmkritik.
Zeigt The Flash per Multiversums-Katastrophe das spektakuläre Ende der bisherigen DC-Filmreihe, die einst durch Zack Snyders Man of Steel in Gang gesetzt wurde? Nicht ansatzweise. Auch ein Soft-Reboot in Hinblick auf James Gunns Neustart der Warner-Bros.-Marvel-Konkurrenz ist diese Verkettung von netten Fanservice-Momenten mit irritierendem Abschluss-Sketch keinesfalls geworden. Hört Daniel darüber verwundert mit seichten Spoilern in der OverExposition-Filmkritik aus seinem zuvor hier veröffentlichten Blogbeitrag vorlesen.
Across the Spider-Verse macht vieles wieder so kreativ gelungen wie sein Vorgänger und damit sehr viel besser als die meisten Realverfilmungen des Spider-Man bzw. seiner vielen Varianten in allen Formen, Farben und Dimensionen. Nach 140 Minuten bleiben wir dennoch mit dem Mischgefühl unbefriedigter Übersättigung zurück. Ein echtes Ende kommt nach so viel Laufzeit, zugunsten von Teil drei, nämlich nicht zustande.
Es ist angerichtet... zu einem Filmmenü, das in einem Rutsch reinen Tisch mit einer Menge Neustarts vergangener Wochen macht. Ganz neu im Kino läuft bzw. fliegt Shazam: Fury of the Gods, schon etwas länger slasht Scream zum sechsten Mal und Adam Driver reist 65 Millionen Jahre in die Vergangenheit. Steven Spielberg romantisiert in Die Fabelmans unerträglich seine Jugendjahre und What’s Love Got to Do With It verwirrt bereits nur mit seinem Titel. Anything else Missing? Exactly.
Ant-Man and the Wasp: Quantumania ist nicht der erste Marvel-Film, dem Daniel ästhetisch wie inhaltlich eine gewisse Nähe zu den Spy-Kids-Movies unterstellt. Auch Patricks Begeisterung für den Film ist nach Sichtung sogar noch mehr geschrumpft als sie es vorab ohnehin schon war.
Aufruhr im Königreich von Die Letzte Filmkritik! Eine neue Comicheldenverfilmung startet im Kino, Daniel findet sie sogar recht gelungen, doch für Patrick ist sie bloß “Marvel-Müll”. Unsere Reviewer liefern sich im uneinigen Podcast über Black Panther: Wakanda Forever einen entsprechend gepfefferten Schlagabtausch.
The Rock wird seinem Namen gerecht! Noch mehr wie ein ausdrucksloser Stein hätte er seine Herzensrolle Black Adam gar nicht spielen können. Ein einziger gelungener Witz im Film hat Patrick & Daniel sehr gefallen, ansonsten stürzt Warners neuste DC-Comic-Adaption jedoch ab wie ein mäßig computeranimierter Stein vom Himmel.
Thor: Love and Thunder ist weder eine schlüssige Avengers-Fortsetzung noch ein gutes Sequel zu Thor: Ragnarok. Aber ganz eigenständig betrachtet? Patrick und Daniel verspüren selbst dann eher Donnergewitter als Liebe für den soundsovielten MCU-Film.
Oscar Isaac spielt nicht Robert und Daniel, aber Robert und Daniel sprechen in diesem Serienkritik-Podcast über alle Folgen von Marvels Moon Knight… der von Oscar Isaac gespielt wird.
Es ist angerichtet... zu einem Filmmenü, das mit der aktuellen Doku über Alexei Nawalny aus dem diesjährigen Sundance-Programm gleich Bezug zur aktuellen Weltpolitik herstellt. Mit Daniels Rezension zu Dog greifen wir bei den deutschen Kinostarts um ein paar Wochen vorweg und gruseln uns schlussendlich einstimmig mit Patrick über die just angelaufene Marvel-Fortsetzung Doctor Strange in the Multiverse of Madness.
Er ist düster, er ist Noir, er ist rundum gelungen und - ganz wie es der Titel verspricht - zeigt er wirklich THE Batman. Matt Reeves inszeniert Robert Pattinson als den Dunklen Ritter, der nun endlich auf der großen Leinwand mal wirklich als World’s Greatest Detective gezeigt wird. Mit The Batman gelingt es ihm, eine Mischung aus Tim Burtons und Christopher Nolans Versionen mit Elementen aus Sieben, Saw, Watchmen, Sin City und True Detective anzureichern, dabei aber auch Batmans Comic-Ursprünge nicht zu vernachlässigen.
Eternals könnte der erste Marvel-Film sein, bei dem sich wohl selbst hartgesottene Fans des MCUs fragen werden, ob es wirklich so eine reizvolle Idee ist, die Dauerserie nach Endgame mit neuen Figuren weiter fortzusetzen. Das geht schon lange nicht mehr gut und schon gar nicht ewig, sagen Patrick & Daniel, die wohlgemerkt auch vorher nicht für ihre große MCU-Begeisterung bekannt waren.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü, dessen erster Gang mit Boykott anstatt Kompott aufgetischt wird. Einige heldenhafte deutsche Kinos verweigern sich Black Widow nämlich - aus gutem Grund. Da der kommende Neustart Cash Truck aber auch nicht überzeugt, legen wir euch neben In the Heights noch den Sundance-Rekordfilm Palm Springs für Zuhause ans Herz.
Robert Buch & Daniel Pook vs. The Falcon & the Winter Soldier war für die Titelzeile dieser Serienkritik viel zu sperrig, hätte inhaltlich dennoch top gepasst. Nicht so wirklich begeistert rezensieren wir alle Folgen der MCU-Miniserie von Disney+ inklusive Story-Spoilern.
Seit 2017 haben viele von euch auf den Snyder-Cut von Justice League gewartet. Da konntet ihr euch jetzt sicherlich auch noch für ein paar Wochen gedulden, um Roberts & Daniels Rezension von Zack Snyder’s Justice League zu hören. Jene gibt’s nun hier für euch mit Spoilern (!) und im Großen und Ganzen als Gesamtbesprechung des DCEU-Snyderverses seit Man of Steel im OverExposition-Special.
Robert Buch & Daniel Pook haben sich Woche für Woche vor den Fernseher gesetzt, um Epochen von US-Sitcoms in einer einzigen Serie bei Disney+ zu begutachten. Angesiedelt im Marvel-Universum, das seinerseits eigentlich schon längst im Kino zur modernen Soap mit Comicfiguren geworden ist, versucht WandaVision der bisherigen Formel zumindest konzeptweise wieder mehr Magie einzuhauchen.
Wonder Woman war 2017 ein unerwartet großer Erfolg, ja sogar ein Meilenstein für Superheldinnen im Kino. Wonder Woman 1984 dagegen… hat es wegen Corona bei uns noch nicht mal ins Kino geschafft, enttäuscht jedoch selbst als Heim-Release auf ganzer Linie. Im Podcast ohne Rücksicht auf Spoiler kann zumindest einer unserer beiden Kritiker dem Sequel dennoch mit vielen Abstrichen kurzweilig Unterhaltung abgewinnen.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü, dessen wichtigste Empfehlung wir bereits während Sundance 2020 ausführlicher rezensiert haben. The Social Dilemma bei Netflix ist eure Zeit und Aufmerksamkeit definitiv sehr viel mehr wert als The New Mutants, The Photograph und Seberg als Kinoneustarts alle drei zusammen.
Es ist angerichtet… zum Filmmenü mit wiederaufgewärmter Spinne, Spionin in Rente, dämonischer Puppe und Raumfahrt hautnah.
Peter Parkers Klassenfahrt nach Europa gehört anfangs lange zu den schwächsten Storylines des MCUs, da sind Patrick und Daniel sich noch einig. Nach dieser ersten Stunde gehen unsere Meinungen über Spider-Man: Far From Home allerdings ungewohnt auseinander - wie wir hier ohne größere Spoiler feststellen.
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Dieser Podcast wurde vom Kaffeemann & Daniel in Berlin aufgenommen.


