Der Astronaut ist Science-Fiction, wie wir sie ganz dringend brauchen
Können Menschen überhaupt noch global zusammenarbeiten, um ihre gemeinsame Existenz zu retten? In Der Astronaut: Project Hail Mary müssen sie das, angesichts der drohenden Auslöschung durch eine Anomalie aus dem All. Aneinander zu verstehen, zu helfen und die Hände zu reichen, wird aber auch weit darüber hinaus im Laufe der großen Weltraummission des Films von zentraler Bedeutung sein. Daniel vergleicht Roman, Hörbuch und Film miteinander in unserem Podcast mit separatem Spoiler-Teil.
Originalbild: Project Hail Mary / © Amazon MGM Studios (2026)
Daniel spricht in diesem Podcast zu Beginn nicht sehr ausführlich und eher allgemein gehalten über die Handlung, ohne zu spoilern. Erst ab einem bestimmten Punkt verrät er mehr - und warnt rechtzeitig davor!
Links & Videos zur Filmkritik
Daniels Filmkritik-Artikel über Der Astronaut bei Golem
Filmkritik zu Der Astronaut als Kurztext zusammengefasst:
Der Astronaut - Project Hail Mary ist eine insgesamt sehr gelungene Verfilmung von Andy Weirs Roman, welche der Buchgeschichte und auch deren von Rückblenden durchsetzten Erzählweise weitgehend folgt. Die Kinoversion verschiebt ihren Schwerpunkt allerdings weg von wissenschaftlicher Detektivarbeit hin zu Feel-Good-Unterhaltung mit Humor und Herz.
Das Innere des Raumschiffs Hail Mary wurde für den Film als reales Set im glaubwürdigen Maßstab gebaut, mit sinnvollen Anzeigen, Bedienelementen und einer funktionalen, nicht bloß dekorativen Raumfahrt-Ästhetik; die Hard-Sci-Fi-Haltung des Romans spiegelt sich hier eher im Produktionsdesign als in der Dialog- und Problemlösungslogik.
Das Drehbuch glättet vereinzelt unbequeme Passagen der Vorlage - etwa moralisch heikle Diskussionen oder radikale Maßnahmen - und lässt die Protagonisten selten an einem Problem länger tüfteln oder überlegen. Was dann noch bleibt ist aber immer noch ein erfreulich zugängliches, familienfreundliches Science-Fiction-Abenteuer, das nicht auf Zynismus und Dauerbedrohung setzt.
Ein selten positiv gestimmtes, technisch hochwertiges Mainstream-Sci-Fi-Werk, das Neugier, Lernlust und Zusammenarbeit als etwas Attraktives zeigt - und genau damit eine Lücke füllt, die große Kinofilme heute kaum noch bedienen.
Autor: Daniel Pook
The Mandalorian war einst als Zugpferd von Disney+ angetreten, um den damals neuen Streaming-Dienst erfolgreich starten zu lassen, aber auch all die Star-Wars-Fans wieder zu versöhnen, die der Konzern selber mit seinen hauseigenen Filmen aus einer “weit, weit entfernten Galaxis” zuvor enttäuscht und massiv frustriert hatte. Der damalige Lichtblick sollte jedoch mit Staffel 2 seinen Zenit erreichen, schon in Staffel 3 erschütternd schnell verglimmen.
Können Menschen überhaupt noch global zusammenarbeiten, um ihre gemeinsame Existenz zu retten? In Der Astronaut: Project Hail Mary müssen sie das, angesichts der drohenden Auslöschung durch eine Anomalie aus dem All. Aneinander zu verstehen, zu helfen und die Hände zu reichen, wird aber auch weit darüber hinaus im Laufe der großen Weltraummission des Films von zentraler Bedeutung sein. Daniel vergleicht Roman, Hörbuch und Film miteinander in unserem Podcast mit separatem Spoiler-Teil.
Der Super Mario Galaxy Film heißt zwar so, setzt aber nicht wirklich das Geschehen oder den gestalterischen Witz der beiden gleichnamigen Jump’n’Runs um. Stattdessen gibt’s einen inhaltlich beliebig zusammengestellten Mix von allerhand Nintendo-Figuren und Elementen aus diversen Mario-Games - mit dem “Humor” der Minions. Optisch stimmig, kaschiert Illuminations Galaxy immerhin mit Cameos und Gimmicks für Mario-Fans, dass hier einfach nur reizlos Social-Media-Reels für Kinderzielgruppen aneinandergereiht werden.
Filme über einsame Astronauten hatten wir schon einige. Den Weltuntergang vom All aus ebenfalls bereits im Kino gesehen. Der ukrainische Science-Fiction-Geheimtipp U are the Universe schafft es, sich ein solches Konzept jetzt noch mal mit eigenem Anstrich und wunderbarer Inszenierung als unterhaltsames Endzeitszenario mit Herz zueigen zu machen. Schon die Entstehung des ambitioniert gefertigten Indie-Films, durch die Covid-19-Pandemie hindurch und noch weit während Russlands Überfallkrieg gegen die Ukraine andauerte, ist bewundernswert. Einzig mit seinem etwas zu kitschig geratenen Schlussmoment hat uns Regisseur Pavlo Ostrikov nicht so sehr überzeugt.
Es zeichnet sich ab, dass Elio für Pixar an den Kinokassen kein Erfolg wird und so richtig weiß der Animationsfilm sich leider auch nicht gut auf Postern und in seinen Trailern zu verkaufen. Loorie und Daniel finden das schade, denn nach holprigem Start hat das quirlig bunte Weltraumabenteuer durchaus genug Herz und Spaß zu bieten, um nicht nur seiner jüngeren Hauptzielgruppe im Kino Freude zu bereiten. Zumal freundliche Science Fiction mit positiver Message und großer Portion Optimismus für Kinder heutzutage nicht sehr oft geboten wird.
Zu aufgebläht, zu albern präsentiert Regisseur Bong Joon Ho seinen Sci-Fi-Film Mickey 17, um auf der Berlinale und auch im regulären Kino 2025 mehr als nur eine starbesetzte Randnotiz gewesen zu sein.
In der Sci-Fi-Zukunft von Slingshot hat die Menschheit beim Raumschiff-Design die Aussichtsfenster fast komplett wegrationalisiert, was dem hierzulande nur als Video on Demand erschienenen Film sicherlich auch etwas Budget gespart hat. Aber ist Astronaut John (Casey Affleck) überhaupt wirklich im All? Daniel verrät das in seiner Rezension hier natürlich nicht. Aber wohl, ob es sich überhaupt lohnt, bis zum Schluss auf eine Antwort darauf zu warten.
Es ist nicht alles Gold (oder Silber), was auf der Berlinale einen Bären gewinnt. Mit dem Jury-Preis hatte uns das Festival Anfang des Jahres auf Das Imperium (Original: L’Empire) neugierig gemacht. Ein noch abgedrehteres Spaceballs aus Frankreich, das Außerirdische in einem kleinen Dorf mit Lichtschwertern und nackten Körpern einen interstellaren Krieg austragen lässt? Gerne doch. Leider wandert die Sci-Fi-Parodie von Bruno Dumont allzu schnell in die alberne Blödel-Ecke und ein paar wenige gute Ideen haben wir woanders längst besser gesehen.
Alien: Romulus kommt uns so vor, als hätten die Autoren sowohl die besten als auch die blödesten Aspekte aller bisherigen Teile der Reihe in ein Drehbuch mischen wollen, so letztendlich aber doch nur genug Stoff für einen ganz netten Kurzfilm zusammen bekommen. Die Monster sehen sehr gut aus, werden jedoch nicht gefährlich genug in Szene gesetzt, um über die restlichen Schwächen des Beitrags von Regisseur Fede Alvarez hinweg zu tragen.
Schon Part 1 und 2 von Rebel Moon, in ihren ursprünglichen Veröffentlichungsfassungen, waren große Fehlschläge für Netflix und Regisseur Zack Snyder. Hatte ernsthaft jemand Hoffnung, beide Filme würden auf einmal super, wenn man sie nur erheblich verlängert und umbenennt? Ein Hype wie um den “Snyder Cut” von Justice League lässt sich so künstlich kalkuliert geplant schon gar nicht wiederholen.
Als I.S.S. 2021 gefilmt wurde, war das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen noch wesentlich unbelasteter als zum heutigen Zeitpunkt, zu welchem der Science-Fiction-Film nun Mitte 2024 in deutschen Kinos angelaufen ist. Und das Drehbuch war zuvor sowieso bereits eine ganze Weile länger in Umlauf. Trotz des gegenwartsnahen Settings auf der Internationalen Raumstation, bei dem sich Astro- und Kosmonauten im All mit dem Ausbruch eines irdischen Nuklearkriegs konfrontiert sehen, überzeugt die visuell gelungene Produktion nicht als interessantes “Was wäre wenn…”-Szenario.
Die Mondlandung von Apollo 11 hat wirklich stattgefunden. Es hat auch Produktkooperationen zwischen Firmen wie Omega oder Kellog’s mit der NASA gegeben. So gut wie alles andere in der von Apple produzierten Komödie To the Moon ist aber rein fiktiv und stellt weder das Mondprojekt, noch deren Beteiligten annähernd an die wahren Begebenheiten angelehnt dar. Als Romcom schlägt sich das ganz gut, auch weil der hohe Produktionsaufwand im Vergleich zu anderen Filmen dieses Genres ins Auge fällt. Dennoch zeigt sich Daniel irritiert, denn die Intention hinter dem hinzuerfundenen Kommerzfokus und anderen angedichteten Handlungssträngen in Verbindung mit einem wahren historischen Ereignis, löst sich nie ausreichend klar auf.
Daniel stellt sich nicht zum ersten Mal bei einer so proklamierten Hommage oder stark vom Original inspirierten Neuauflage die Frage, wie viele Regisseure und Autoren von Die-Sieben-Samurai-Adaptionen überhaupt wirklich das Kurosawa-Original gesehen, geschweige denn verstanden haben. Alles was vom japanischen Meisterwerk zum Beispiel bei Zack Snyder hängengeblieben zu sein scheint, ist “Kämpfer helfen Bauern beim Kampf”. Davon zeugt sein Netflix-Film Rebel Moon: Teil 2 - Die Narbenmacherin, der nebenher viele weitere große Mängel aufweist.
Nie im Leben hätte Daniel gedacht, jemals einen ganzen Artikel für Golem.de über Linoleum zu verfassen. So geschehen dann aber vergangene Woche in seiner geschriebenen Filmkritik über den gleichnamigen Indiefilm mit Untertitel “Das All und all das”. Als nachlese und vorlesend könnt ihr Daniels Urteil nun auch in diesem Podcast hier hören.
Mit Volume 3 seiner Guardians of the Galaxy schafft James Gunn (erneut) schon lange kaum mehr für möglich gehaltenes: Einen Marvel-Comic-Blockbuster mit erkennbarer filmischer Handschrift des Regisseurs auf die Leinwand zu bringen. Und als wäre das nicht schon ein Wunder, sind sogar die CGI-Effekte endlich auch mal wieder richtig gut. Kein ewiges Meisterwerk, aber als bunter Sci-Fi-Spaß mehr als nur willkommen.
Fällt in Moonfall nur der Mond vom Himmel - oder dank Moonfall auch der letzte Rest von Roland Emmerichs Ruf als Blockbuster-Erfolgsgarant? So schlimm wie Independence Day 2 ist es zwar nicht geworden… trotzdem irgendwie doch nicht wirklich gut. Und am Ende leider auch reichlich hohl.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü mit überraschender Zutat: Würmer in Sand! Oder hättet ihr uns zugetraut, dass wir Denis Villeneuves Dune nicht als einzelnen Podcast rezensieren? Keine Sorge, kommt noch, wenn Patrick ihn auch gesehen hat. Daniel gibt hier vorerst alleine sein spoilerfreies Kurzfazit zur Sci-Fi-Romanadaption ab, zersägt den neuen Saw-Film Spiral, ist dann wieder mit Patrick gemeinsam schockiert von Jolt und durch die Kilmer-Doku Val interessiert zum unerwarteten Grübeln angeregt.
Es war einmal vor langer Zeit… da vollbrachten Alexander & Daniel das Kunststück, Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht in ihrer Podcast-Kritik länger auseinanderzunehmen, als der Film selbst überhaupt lang ist. Star Wars: Episode IX - Der Aufstieg Skywalkers kriegt sein Fett zwar auch weg, für den ganz großen Drei-Stunden-Rant fehlt inzwischen aber einfach die Leidenschaft. Deswegen sind es nur zwei geworden.
Wer zum Filmstart noch keine Zeit oder sowieso keine Lust mehr hat, Star Wars: Episode IX - Der Aufstieg Skywalkers im Kino zu sehen, kann sich hier trotzdem schon heute unsere Meinung ohne bedeutende Spoiler oder Story-Nacherzählungen anhören. Erwartet aber nicht, dass uns das Finale der sogenannten Skywalker-Saga von Walt Disney sonderlich begeistert hätte…
Regisseur James Gray reist nach seinem viel zu wenig beachteten The Lost City of Z mit Brad Pitt zusammen zu den Sternen - doch wir finden in Ad Astra eigentlich viel interessanter, was links und rechts vom Star so alles zu sehen ist.
Es ist angerichtet… zum Filmmenü mit wiederaufgewärmter Spinne, Spionin in Rente, dämonischer Puppe und Raumfahrt hautnah.
Aus! Aus! Das Spiel ist aus! - Jedoch gehen wir keinesfalls fröhlich feiernd nach Hause. Das hat weniger mit dem Ende von Avengers: Endgame zu tun und viel mehr mit der Tatsache, dass hier einfach jemand seine überfüllte Kiste Actionfiguren ausgeschüttet hat, um Ready Player One zu spielen. Eine Kritik voller Spoiler!
Reizt euch Udo Kier als Echsen-Hitler, der auf einem T-Rex eine Mondbasis angreift? Selbst dann genügt es wohl, einfach nur den Trailer mit eben dieser Szene aus Iron Sky: The Coming Race anzusehen - und nicht ins Kino zu gehen.
Aufbruch zum Mond hätte einfach nur ein spannender, fantastisch inszenierter Film über die erste bemannte Mondlandung sein können. Und das ist er auch! Aber eben nicht nur…
Im Duo besprechen Patrick aus Hürth und Daniel hier Solo. Die zweite Star Wars Story klärt endlich eine Frage, die Fans schon immer mit sich herum trugen: Wie hat der Rasende Falke eigentlich seine Nase verloren?
In unserem reinen Spoiler-Talk über Avengers: Infinity War stellen Patrick und Daniel erneut fest, dass Marvels 18. Fortsetzung als 19. Film des MCU gar nicht mal so viel Handlung zu besprechen bietet. Ausführlich wurde es trotzdem, denn da wo dem Film die Epik fehlt, holen wir erst richtig aus.
19 Filme und noch kein Ende in Sicht. Mit Infinity War gibt Marvel seinem neuen Avengers-Sequel wenigstens mal einen dazu passenden Titel. Patrick und Daniel finden jedoch, dass er nicht unendlich gut geworden ist.
Pook & Voigt zücken die Lichtschwertzungen, um Walt Disney, Rian Johnson und euch mal zu erzählen, was sie von Star Wars: Die Letzten Jedi halten. Mehrstündige Abrechnung mit einem sich selbst verachtenden Franchise-Vehikel, das nebenbei noch versucht, seinen Mutterkonzern heilig zu sprechen.
Die zweite Letzte Filmkritik über Die Letzten Jedi! Patrick aus Hürth & Daniel nehmen sich nun ohne Rücksicht auf Spoiler der kompletten Handlung von Episode VIII an. Viele große Fragen aus Das Erwachen der Macht beantworten wir dabei aber nicht, denn das spart sich der neue Film ja auch.
Die erste Letzte Filmkritik über Die Letzten Jedi! Patrick aus Hürth & Daniel diskutieren intensiv über Star Wars VIII, ohne dabei spielverderbende Details aus der Handlung zu verraten. Dabei bleibt es aber natürlich nicht, unsere beliebten Spoiler-Podcasts folgen in den kommenden Tagen!
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Dieser Podcast wurde von Daniel Pook in unserem Studio in Berlin aufgenommen.


