Das Drama … das kein so großes hätte werden müssen
An Das Drama scheiden sich viele Geister… nur Patrick und Daniel nicht. Sie sind sich einig, dass der Film zwar so hochwertig präsentiert wird, wie von A24 gewohnt. Und ihm doch viel dazu fehlt, mit seinen Grundideen in sich selbst stimmig zu funktionieren.
Originalbild: Das Drama / © A24 (2026)
Wir umreißen die Handlung des Films im Podcast nur sehr allgemein, ohne zu viele Details oder Überraschungen vorwegzunehmen.
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Kinozuschauer waren vor dem Aufstieg von Odyssee und Spider-Man ganz besessen von Obsession und den Backrooms. Zwei Filme von Langfilm-Newcomern, die mit verhältnismäßig sehr wenig Geld produziert wurden, deren Einspielergebnisse dennoch reihenweise Hollywood-Großproduktionen in den Schatten stellen konnten. Wie passend, dass wir als dritten, aktuelleren Film diese Woche noch den starbesetzten Dino-Murks The End of Oak Street rezensieren…
An Das Drama scheiden sich viele Geister… nur Patrick und Daniel nicht. Sie sind sich einig, dass der Film zwar so hochwertig präsentiert wird, wie von A24 gewohnt. Und ihm doch viel dazu fehlt, mit seinen Grundideen in sich selbst stimmig zu funktionieren.
Besonders bei Sundance war die Midnight-Sektion für uns während vergangener Festival-Besuche immer eine verlässliche Goldgrube. Nicht so 2026, denn dieses Jahr erlebte Daniel ausgerechnet in dieser Kategorie zwei seiner größten Enttäuschungen des Programms. Die blutige Kindersendungs-Parodie Buddy ist zwar immerhin noch kurzweilig erträglich, der Podcast-Horrorfilm Undertone von A24 hingegen langweilt auf allen Ebenen. Außerdem hat auch die Berlinale 2026 mit Nightborn (Yön Lapsi) und Sleep No More (Monster Pabrik Rambut) zwei nicht so begeisternde Genre-Beiträge zu diesem Filmmenü-Podcast der Festival-Horror-Flops beigesteuert.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü mit ausnahmsweise mal durchweg nur guten bis sehr guten Filmen vom Jahresende 2025, über die Daniel nun Anfang 2026 noch mal kurz aneinandergereiht etwas zu sagen hat: Die My Love, Eddington, The Change (aka Anniversary) und Sentimental Value.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü mit Eternity, der zwar sicherlich kein Film für die Ewigkeit ist, der aber doch immerhin kurzweilig unterhält. Was Daniel von Die Unfassbaren 3 aka Now You See Me, Now You Don’t überhaupt nicht sagen kann. Viel empfehlenswerter, zumindest für Fans purer Action, ist Sisu: Road to Revenge, der viel mehr “over the top” geht als sein Vorgänger, Daniel gerade deswegen aber sogar besser gefallen hat. Ebenfalls gut unterhalten, sogar amüsiert, hat unseren Kritiker The Mastermind als charismatisch gespielte Mischung aus Bottle Rocket und Red Rocket, nur etwas nüchterner ausgespielt und ohne “Rocket” im Titel.
Der Look, The Rock, das Setting, eigentlich alles an The Smashing Machine ist einfach sehr gut. Auf der anderen Seite hat Regisseur Benny Safdie hier jedoch nur die aus der gleichnamigen Dokumentation und Archivmaterial übermittelte MMA-Welt nachgebildet, seine Titelfigur Mark Kerr darin lebensecht nachgestellt. Das Ergebnis erinnert an ein typisches Modellauto in der Vitrine von Großeltern. Sieht sehr liebevoll gemacht aus, aber gespielt wird damit nicht.
Wenn Celine Songs Folgewerk eines mit ihrem Oscar-prämierten Past Lives gemein hat dann, dass er wieder ziemlich schön anzusehen analog gedreht wurde. Ansonsten wird uns Was ist Liebe Wert: Materialists aus allerlei Gründen nicht mehr so lange in Erinnerung bleiben - schon gar nicht bis ins nächste Leben.
Ist Bring Her Back der nächste A24-Horrorhit und überhaupt kurz nach Weapons schon wieder ein okkult veranlagtes Genre-Highlight des Jahres 2025? Für Daniel nicht ganz, obwohl ihn Inszenierung und Schauspieler*innen auf voller Linie überzeugen.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü-Podcast über mythische Wesen, ein Westerndrama mit realer Tragödie und eine blutige Origin-Story von Micky Maus, die nicht von Walt Disney stammt. Oder anders gesagt: Daniels Kurzkritiken zu Rust: Legende des Westens, Die Legende von Ochi, Death of a Unicorn und Screamboat.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü-Podcast über Pamela Anderson als The Last Showgirl, den eher zu vernachlässigenden Horrorfilm The Woman in the Yard, Bill Murray als Highlight der ansonsten durchschnittlichen Gangster-Komödie Riff Raff: Verbrechen ist Familiensache und der ganz großen Antikriegsfilm-Empfehlung Warfare des Regisseurs Alex Garland.
95 Minuten mittendrin im wahren Einsatz eines Navy-SEALs-Teams im Irak des Jahres 2006 - und es fühlt sich an wie ein nicht enden wollender Albtraum. Warfare von Alex Garland und Ray Mendoza zeigt reale Geschehnisse, nah dran, authentisch inszeniert und es fehlt uns nichts von all dem, was andere Anti-Kriegs-Filme meistens noch hinzudichten oder erzählerisch dramatisieren würden. Eine kleine Dosis sich echt anfühlenden Kriegserlebnisses, die so manche Call-of-Duty-Bubble in den Köpfen ihrer Konsumenten platzen lassen dürfte. Daniel kann es nur empfehlen!
Es ist angerichtet… zum Auftakt unseres Comebacks nach zwei kräfteraubenden Festival-Besuchen in Göteborg und bei der Berlinale. Im ersten von mehreren “Schammenüs”, wie Daniel sie selber nennt, liefern wir nachträglich unsere Kritiken zu einigen Filmen nach, die zwischen Mitte Januar und Ende März in Deutschland erschienen sind, von uns aber bislang noch nicht im Podcast besprochen wurden. In dieser Ausgabe sind das eine Neuverfilmung von Der Graf von Monte Christo, Babygirl sowie das Biopic Maria.
Linear erzählt wäre We Live in Time nicht unbedingt ein schlechter, aber auch kein besonderer Film gewesen. Deswegen haben Drehbuchautor Nick Payne und Regisseur John Crowley ihr Drama um ein Liebespaar wild hin und her durch die Jahre springen lassen, wobei so früh so viel vorweg genommen wird, dass die Erzählung dadurch bloß an Reiz verliert. Und wir auf diese Weise doch bei einem eher schlechten Film gelandet sind.
Challengers war Anfang 2024 Luca Guadagninos erfolgreiche Version eines Mainstream-Films. Mit Queer erschien kurz vor Silvester noch im selben Jahr so etwas wie sein Liebhaberprojekt, das mit Sicherheit weniger Leute ganz verstehen, geschweige denn genau so gut finden werden. Warum das auch etwas mit der Buchvorlage von Autor William S. Burroughs zu tun hat, welche großen Unterschiede es in der Adaption gibt und weshalb wir Queer sehr lieben, obwohl er auch seine Schwächen hat, erzählen euch Patrick und Daniel - inklusive vorgewarntem Spoilerteil mit Erklärung des Endes - in diesem Podcast.
In Heretic tischt uns Hugh Grant als charmant auftretender Psychopath einiges Trivia-Wissen auf, das wir selbst schon genau so in diversen Podcasts gehört haben. Der Film ist nicht so clever wie er suggeriert zu sein, aber die durchtriebene Hauptfigur hält das ketzerische Treiben weitgehend unterhaltsam.
Die erste Hälfte von Love Lies Bleeding hat Patrick und Daniel so verzücken können, dass sie den Film schon als sicheren Kandidaten ihrer Top-5-Listen zum Ende des Jahres gesehen hatten. Das Ende der 80er spielende Drama, mit fantastischer Besetzung, um eine intensive Beziehung zweier Frauen im Rausch zwischen Aufputschmitteln, Body-Building und den toxischen Männern in ihrem Umfeld, nimmt dann aber einen ziemlich enttäuschenden Verlauf.
Once upon a time in Hollywood… erlebt Maxine Minx (Mia Goth) ihr großes Finale und die mit X sowie Pearl gestartete Trilogie von Regisseur Ti West ist zu diesem Zwecke zugleich im Los Angeles der 80er angekommen. Stilsicher inszeniert, unterhaltsam blutig und top besetzt, doch es fehlt Patrick und Daniel dennoch der letzte, perfekt sitzende Schuss, um MaXXXine und auch der ganzen Filmreihe als solche das Potenzial für künftigen Kultstatus einzuräumen.
A24 bringt mal wieder einen Indie-Debüt-Kinofilm groß raus, hierzulande im Verleih von Universal erschienen. Problemista von und mit Julio Torres kann uns zwar nicht vollends begeistern, die kreativ-verrückte Linse von Hauptfigur Alejandro hat uns in Ansätzen trotzdem amüsieren und auch etwas an Napoleon Dynamite oder die Filme von Wes Anderson erinnert.
Mit Patrick zusammen spricht Daniel nun noch einmal - inklusive Spoilern - tiefergehend über Civil War. Dass der Film von Alex Garland zwar spannend inszeniert wurde, aber im Endeffekt nicht wirklich viele sinnvolle Interpretationen und schon gar keine Ableitungen einer zeitnahen Zukunft zulässt, analysieren die beiden Kritiker in diesem OverExposition-Podcast.
A24 und Nicolas Cage - eine Kombination aus unseren wildesten Träumen. Doch obwohl gerade er bei Dream Scenario noch einen der interessantesten Faktoren ausmacht, sahen Robert und Daniel in diesem Film zu viel verschenktes Potenzial für einen rundum gelungen Indie-Geheimtipp. Besonders nach den interessant wirkenden Trailern und einem starken Beginn.
Wir sprechen in dieser Filmkritik zu The Zone of Interest von Jonathan Glazer zweifellos über ein großes Meisterwerk. Über einen bemerkenswerten Hybrid aufwühlender, zur Auseinandersetzung geradezu zwingender Kunst, stilistisch dennoch nahe an scheinbar objektiver Realität. Einen Film, der uns in der Realität mit unserer Vergangenheit konfrontiert, wie es wohl kein anderes Werk zuvor so eindringlich und unverzerrt geschafft hat. In unserem Podcast reden wir mindestens so viel über jenes, was wir in der Adaption wirklicher Schreckenszeiten tatsächlich gezeigt bekommen, wie wir über all jenes sprechen müssen, was wir dort bewusst nicht im Bild sehen, aber sehr wohl wahrnehmen können. Eine Rezension und Deutung der von Glazer gewählten Stilistik, Herangehensweise und Motive.
Priscilla Beaulieu war sechs Jahre lang mit Elvis Presley verheiratet, bekam ein Kind mit dem King of Rock und wusste doch irgendwann, dass sie den Elfenbeinturm Graceland aus eigener Kraft verlassen musste. Sophia Coppola erzählt uns in ihrer Adaption der Autobiografie Elvis and Me diese wahre Geschichte, die mit einem 14-jährigen Mädchen beginnt, das von einem 24-jährigen Musikstar zum elterlich abgesegneten Date abgeholt wird.
Unsere Überschrift ist nicht ohne Grund ins Englische abgedriftet, denn dass Wrestling-Biopics eine starke Familienkomponente haben, ist wohl keine Seltenheit. Hier hören die Gemeinsamkeiten zu bereits erschienenen Filmen aber auch schon auf, denn The Iron Claw erzählt die dramatische Geschichte der Von-Erich-Dynastie, die selbst gemessen an der oft illustren, manchmal brutalen und häufig ins Abstruse abdriftenden Wrestling-Welt als ernsthafte Familientragödie ihresgleichen sucht.
Indie-Horrorfilme von A24 enttäuschen in der Regel nicht - und dennoch hat sich Talk to Me im Kino beinahe ungesehen an uns vorbei gegruselt. Mit leichter Verzögerung haben Patrick und Daniel das vielerorts schon vorweg sehr gelobte Debütwerk zweier australischer Youtuber in ihre Köpfe gelassen. Aber hat es sie letztendlich auch angesprochen?
Ein wenig Dorothy, etwas Heidi und die einfach unnachahmliche Art von Mia Goth lassen das auf den ersten Blick dumpfbackig unschuldig aussehende Landei Pearl zur interessantesten und durchaus auch amüsantesten Axtmörderin seit langem werden. Durch Mark und Bein gehen Patrick und Daniel weniger ihre Splatter-Exzesse, sondern ein ums andere Mal jene Momente brutaler Enttäuschung und bedrückender Begebenheiten, die den Morden jeweils vorhergegangen sind.
Aftersun ist ein Coming-of-Age-Film in melancholischer Rückbetrachtung, erzählt in traumartigen Vignetten aus Erinnerungen an einen lange vergangenen Urlaub und den eigenen Vater, für den Protagonistin Sophie zwanzig Jahre später ein neues Verständnis entwickelt hat. All das in Bild & Ton mit einvernehmender Energie und ganz eigenem Charakter zum Mitempfinden fürs Publikum zu vermengen - das ist gutes Kino.
Men von Alex Garland lädt mit wunderbar gefilmten Schauspielglanzleistungen dazu ein, seine Protagonistin durch albtraumhafte Nachwehen einer dramatisch geendeten, toxischen Beziehung zu begleiten. Ein atmosphärischer Horrorfilm mit Männern als Monstern, dessen Metaphern und unbequeme Wahrheiten Patrick & Daniel in diesem Podcast mit Spoilern ausführlich analysieren.
Erst Loki, dann Spider-Man, jüngst Doctor Strange. Ja, Marvel hat sich an der Multiversumsthematik im Kino und bei Disney+ zuletzt ganz schön festgebissen. Und wer macht es mit Everything Everywhere All At Once als beeindruckende Indie-Produktion mit viel weniger Geld beinahe unendlich viel besser? Natürlich A24 mit zwei Daniels als Regisseuren und ironischer Weise tatsächlich den fürs MCU so prägenden Russo-Brüdern als Produzenten.
Wenn Simon Rex plötzlich in Interviewrunden zwischen Andrew Garfield und Nicolas Cage sitzt, ohne ansatzweise deren Schauspielkarrieren hingelegt zu haben, muss etwas ganz besonderes passiert sein. Um es beim Namen zu nennen: Red Rocket, der neue Film von Sean Baker. Und der zündet bei uns sogar viel mehr als dessen zuvor schon vielerorts gefeierten Regiearbeiten Tangerine L.A. oder The Florida Project.
Come on, Come on (Originaltitel C’mon C’mon) von Regisseur Mike Mills hat uns bei den frühen Pressevorführungen nachhaltig begeistert und auch bereits zum wiederholten Kinobesuch motiviert. In diesem OverExposition-Podcast sprechen Daniel und der Kaffeemann deswegen noch einmal ganz ausführlich und mit Interpretationsansätzen über den ganzen Film.
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Dieser Podcast wurde von Daniel Pook & Patrick aus Hürth bei Patrick in Hürth aufgenommen.


