Heretic - Weltbild à la Podcast-Nerdwissen
In Heretic tischt uns Hugh Grant als charmant auftretender Psychopath einiges Trivia-Wissen auf, das wir selbst schon genau so in diversen Podcasts gehört haben. Der Film ist nicht so clever wie er suggeriert zu sein, aber die durchtriebene Hauptfigur hält das ketzerische Treiben weitgehend unterhaltsam.
Originalbild: Heretic / © A24 (2024)
Wir spoilern in diesem Podcast nichts überraschendes, was in Trailern des Films nicht schon klar erkennbar ist.
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Vom Ehepaar Mona Fastvold und Brady Corbet, gedreht auf 35mm Kodak-Analogfilm, eine historische Geschichte. Was könnte da schief gehen? Gar nicht so viel. The Testament of Ann Lee ist nach Der Brutalist der nächste höchst sehens- und auch hörenswerte Kinofilm des Duos. Und mit Sicherheit einer der Filme, den viele von euch trotzdem verpassen würden, hätten Patrick & Daniel euch nicht lobend darauf hingewiesen.
Es gibt einen Moment in Good Fortune: Ein Ganz Spezieller Schutzengel, als Daniel im Kino richtig begeistert war und glaubte, dies könne ein großartiger Film werden. Ein Gegenpol zu all den scheinheiligen Hollywoodfilmen, die sich als Kapitalismuskritik verkleiden, uns aber eigentlich als Produkt sehr reicher Leute und Konzerne nur verklickern wollen, dass es besser sei, wenn wir einfache Normalverdiener einfach einfache Normalverdiener blieben. Da Geld nämlich eigentlich gar keine Probleme löse. Dieser Film hier sagt erst überraschend wortwörtlich das Gegenteil… und fällt sich zum Schluss dann selbst in den Rücken. Hört Daniel in diesem Podcast ausführlich und mit Spoilern erklären, wie Regisseur & Autor Aziz Ansari seine anfangs tolle Message ruiniert hat.
In Heretic tischt uns Hugh Grant als charmant auftretender Psychopath einiges Trivia-Wissen auf, das wir selbst schon genau so in diversen Podcasts gehört haben. Der Film ist nicht so clever wie er suggeriert zu sein, aber die durchtriebene Hauptfigur hält das ketzerische Treiben weitgehend unterhaltsam.
Es wird langsam zur alljährlichen Tradition im deutschen Kino, einen anderswo auf der Welt längst veröffentlichten und auch eher belanglosen Film mit Anthony Hopkins an Weihnachten bei uns verspätet ins Programm zu setzen. 2024 heißt dieser Film Freud: Jenseits des Glaubens.
Konklave, der neue Film des deutschen Regisseurs Edward Berger (Im Westen Nichts Neues), überzeugt mit starker Inszenierung seines Vatikan-Settings und vielen spannenden Richtungswechseln, mit denen ein Krimi, ein religiöses Politdrama und gar noch etwas ganz anderes um das Ereignis einer Papstwahl herum gestrickt wird.
Des Teufels Bad ist praktisch wie The Witch aus Österreich. Und sogar fast genau so gut! Wobei es hier nicht um okkultes geht, sondern in erster Linie um vielfach real vorgekommene Fälle sehr gläubiger Frauen im 18. Jahrhundert, die Morde an Kindern begangen haben, in der Hoffnung dafür hingerichtet zu werden. Dies sahen sie als Loophole an, um vor dem Tode noch eine Beichte ablegen und so in den Himmel kommen zu können. Wohingegen der Freitod garantierte Hölle bedeutet hätte. Im Film erleben wir sehr authentisch wirkend, wie sich schwere Depressionen im Umfeld kleiner Dörfer zu dieser Zeit vielfach abgespielt haben müssten. Und all das ist - auch ohne übersinnliche Momente - hier wahrer Horror in echten Wäldern.
Es ist angerichtet... zu einem Filmmenü, in dem gleich zwei Dämonenfilme mit Besessenen neben einer Komödie besprochen werden, in der ältere Damen ebenfalls besessen sind. Allerdings von ihrem Football-Idol Tom Brady. Albtraumhafter Luxus mit Klonmissbrauch von Brandon Cronenberg ist dennoch Daniels größte Empfehlung der Woche.
Die Conjuring-Filmserie hat bereits der Puppe Annabelle Spin-Offs gewidmet, warum also nicht auch einer Nonne? Weil The Nun überhaupt kein guter Horror geworden ist, sagen Patrick & Alessa.
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Dieser Podcast wurde von Patrick aus Hürth & Daniel zusammen in Hürth aufgenommen.


