Berlinale '26 - Flies
Moscas, internationaler Titel ist Flies, kann froh sein, dass bei unserem Berlinale-Besuch 2026 nicht auch noch ein paar Fliegen im Kinosaal herumschwirrten. Die hätten angesichts dieses zwar nicht gänzlich schlechten, aber leider doch sehr langweiligen Festival-Beitrags rasch unsere volle Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Wir erzählen in dieser Rezension allgemeingehalten und ohne zu viele Details auch Aspekte des späteren Handlungsverlaufs, verraten aber nie zu viel, um damit unerwartetes zu spoilern.
Links & Videos zur Filmkritik
Flies (Moscas) auf der offiziellen Berlinale-Website
Die Letzte Filmkritik - Roma
OverExposition - Kritik & Analyse zu C’mon C’mon
Unsere Filmkritik zu „Flies“ als Text zusammengefasst:
Flies (Originaltitel: Moscas) erzählt von einem neunjährigen Jungen, der mit seinem Vater in das Apartment einer älteren, einsamen Frau in Mexiko-Stadt mit einzieht - direkt gegenüber einem Krankenhaus, in dem die Mutter des Kindes wegen Krebs behandelt wird. Der Vater mietet offiziell nur ein Zimmer und schmuggelt den Sohn heimlich mit hinein; als die Vermieterin das entdeckt, will sie beide zuerst rauswerfen. Doch dann knüpft sie immer mehr Kontakt zum Kind, entdeckt als Ersatzmutter eine neue Aufgabe für ihr ansonsten so leeres Leben.
Der Film ist in Schwarzweiß durchaus sorgfältig fotografiert, mit ein paar traumartigen Überblendungen, die mehr wollen als bloß naturalistisch abbilden. Doch das Hauptproblem ist die Inhaltsarmut dazwischen. Über lange Strecken passiert kaum etwas, viele Einstellungen stehen sehr lange, ohne dass sich daraus Spannung, neue Ebenen oder Erkenntnisse ergeben. Die charmante Prämisse - einsame Erwachsene wächst widerwillig in eine Bindung zu einem ebenso oft alleingelassenen Kind - erinnert uns besonders an C’mon C’mon, nur dass Moscas im Vergleich viel weniger aus dieser Konstellation herausholt.
Das Anliegen der Handlung ist “ganz nett”, die Besetzung spielt “in Ordnung”, das Ganze langweilt so allerdings wirklich schnell. Ein typischer Festival-Film, der sich als anspruchsvoll anmutend nur auf den ersten Blick zu verpacken weiß, der sich mit jeder Minute allerdings nur immer länger anfühlt.
Autor: Daniel Pook
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Dieser Podcast wurde von Daniel Pook mit dem Kaffeemann auf der Berlinale in Berlin aufgenommen.


