Sundance '26 - Josephine (Gewinner der Jury & des Publikums)
Josephine ist die große Gewinnerin des Sundance Film Festivals 2026 - und Daniel Pook war für "Die Letzte Filmkritik" im Eccles Theatre bei der Weltpremiere des Films live dabei. Das Drama von Beth de Araújo mit Channing Tatum, Mason Reeves und Gemma Chan hat dort sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis der Hauptkategorie U.S. Dramatic für sich entscheiden können. Verdient? Das können wir euch jetzt besonders früh bereits beantworten, bevor der Film kurz darauf auch auf der Berlinale läuft.
Originalbild: Josephine © Kaplan Morrison / Kinematics (2026)
Daniel spricht in diesem Podcast nicht sehr ausführlich und eher allgemein gehalten über Handlung und Verlauf des Films. Es gibt also in dieser Rezension keine wesentlichen Spoiler.
Links & Videos zur Filmkritik
Josephine auf der offiziellen Website des Sundance Film Festivals
Gewinnermeldung vom Sundance Film Festival 2026


Podcast als Kurztext zusammengefasst:
Folgt in Kürze…
Autor: Daniel Pook
Josephine ist die große Gewinnerin des Sundance Film Festivals 2026 - und Daniel Pook war für "Die Letzte Filmkritik" im Eccles Theatre bei der Weltpremiere des Films live dabei. Das Drama von Beth de Araújo mit Channing Tatum, Mason Reeves und Gemma Chan hat sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis der Hauptkategorie U.S. Dramatic für sich entscheiden können. Verdient? Das können wir euch jetzt besonders früh bereits beantworten.
Ein schwerreicher Mann lebt einsam auf einer wunderschönen Insel und investiert ordentlich Zaster, um sein Lieblings-Gesangs-Duo zum Reunion-Konzert, exklusiv für ihn selbst, an sein Ufer kommen zu lassen. Wer hätte gedacht, dass sich hinter dieser Prämisse eine hoch unterhaltsame, sympathische und wunderschön menschliche Story verbirgt? The Ballad of Wallis Island schafft all das zugleich, in sehenswerter Naturlandschaft.
Diese moderne Neuinterpretation (nur!) für Erwachsene erinnert uns endlich auch mal wieder daran, dass Märchen wie Aschenputtel nur bei Walt Disney und in unserer naiven Vorstellungskraft “schön” beziehungsweise magisch “märchenhaft” zu verstehen sind. The Ugly Stepsister verändert als Body-Horrorfilm weniger als man meint, um zu einem brutal anderen, desillusionierend feministischen Ergebnis zu kommen.
Die Neufassung von The Wedding Banquet ist nicht einfach nur ein reines Remake, sondern ein queerer Gegenwartsfilm mit eigenem Rhythmus, eigenem Look und echter wirkenden Figuren. Ang Lees Original von 1993 mag immer noch die bessere, vor allem filmisch anspruchsvoller inszenierte Version sein. Von der gleichen Prämisse ausgehend, erzählen sich die beiden Varianten nun aber so schön eigenständig jeweils vor dem Hintergrund ihrer Zeit, dass sie hervorragend koexistieren können - sich sogar für ein interessantes Double-Feature gut eignen.
Kneecap sind erfolgreich mit Hip-Hop, dessen Texte viele gar nicht verstehen dürften. Das Trio hat sich nämlich ganz der irischen Sprache verschrieben, welche längst sogar von jungen Iren und Irinnen nicht mal mehr wie selbstverständlich gesprochen wird. Das will die Band ändern, damit aber auch gegen die britische Herrschaft über Nordirland rebellieren. Und ganz nebenbei ein paar Drogentrips schieben und auf der Bühne vor Publikum eskalieren.
Jesse Eisenbergs zweites Regie-und-Drehbuchwerk ist gleichzeitig einer der besten Filme seiner bisherigen Schauspielkarriere. Vor der Kamera ist sein Co-Star Kieran Culkin aber das eigentliche Highlight von A Real Pain.
Für Daniel ist A Different Man der bessere Joker, der bessere The Substance und erinnert teilweise auch an Charlie Kaufmans Synecdoche, New York. Die düstere Komödie von Regisseur und Autor Aaron Schimberg verkommt außerdem nicht zu einer reinen Mitleidsnummer, wie etwa Aronofskys The Whale. Dazu trägt besonders Schauspieler Adam Pearson bei, der aufgrund von Neurofibromatose im wahren Leben jene Maske als echtes Gesicht trägt, welche Protagonist Edward im Film erst in Schubladen vergräbt, dann aber so dringend wieder braucht. Eine Letzte Filmkritik mit separatem Spoiler-Teil und Interpretation.
Dìdi ist verdammt amüsant. Aber eigentlich lachen wir bei diesem Coming-of-Age-Film oft auch etwas über uns selbst, da wir wohl alle sehr ähnliche Cringe-Momente der Zeit, als wir noch 13 Jahre alt waren, in unseren Erinnerungen mit uns tragen. Und selbst falls nicht, ist dieser Sundance-Hit ein empfehlenswerter Ritt durch turbulente, sehr authentisch nacherzählte Jugendtage von Regisseur Sean Wang.
The Persian Version aktuell im Kino und Passages im Programm von Mubi sind sehr unterschiedliche Filme, die dennoch sehr viele Gemeinsamkeiten haben. Und vor allem große gemeinsame Stärken, wie Patrick und Daniel in dieser Doppel-Filmkritik für euch hervorheben.
Von frühen Schwarz-Weiß-Aufnahmen zum Studium von Tierbewegungen bis zur Onlyfans-Ikone Belle Delphine. Von magisch anmutender Camera Obscura hin zum Smartphone in jeder Hosentasche. And the King Said, What a Fantastic Machine lässt eine temporeiche Zeitreise der Geschichte bewegter Bilder an uns vorbei rauschen und führt damit ganz besonders deutlich vor Augen, wie rasant wir uns als Menschheit von einer text- zur bildbasierten Gesellschaft entwickelt haben. Zu schnell, um damit überhaupt richtig umgehen zu können? Das ist die große, offen gestellte Frage dieser Dokumentation.
Donnie Darko ist nicht nur an und für sich ein bemerkenswerter Film. Sein beschwerlicher Weg vom Drehbuch eines Mitte 20-jährigen Nobodys übers Sundance Film Festival bis zum Kinoflop, der Jahre später als Heimvideo Kult wurde, wäre schon genug Stoff für einen Podcast. In dieser Retrospektive unserer Rubrik Staff Picks sprechen Patrick & Daniel über viele Hintergründe der Produktion, analysieren aber auch, was Donnie Darko bis heute sehr zeitlos zu einem ganz besonderen Film macht.
Regisseurin Chloé Zhao hat das viele Lob und ihren Oscar mit Sicherheit verdient… aber eigentlich mehr für ihren vorherigen Film The Rider und eher weniger für den nun mehrfach als bester Film 2021 ausgezeichneten Nomadland. Patrick & Daniel rezensieren und vergleichen die beiden in vielerlei Hinsicht miteinander verbundenen Werke im OverExposition-Podcast.
2018 wurde der Journalist Jamal Khashoggi in Istanbul auf Geheiß des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman bestialisch ermordet - die ganze Welt wurde dank Audioaufnahmen Zeuge. Regisseur Bryan Fogel, der im selben Jahr einen Oscar für seine investigative Dokumentation Icarus gewann, möchte nun mit The Dissident dazu beitragen, dass die Welt das Verbrechen, dessen Hintergründe und Strippenzieher so schnell nicht wieder vergisst.
In unserer Tradition, die Gewinnerfilme aus den Hauptkategorien von Sundance jedes Mal vor Ort verpasst zu haben, ist uns beim Festivalbesuch 2020 auch Minari durch die Lappen gegangen. Nachträglich kann uns das mittlerweile zum Oscar-Favoriten gereifte Drama aber immer noch vollends überzeugen.
Der schwarze Phillip hat uns geflüstert, ein paar von euch da draußen haben The Witch noch nicht gesehen. Aber selbst wenn doch, lohnt sich dieser Podcast auch für euch. Patrick & Daniel sprechen über den 2015 erschienenen Hexenfilm von Robert Eggers und dessen Einfluss aufs Horrorgenre in den vergangenen Jahren.
His House untermauert den Status des Sundance Film Festivals als Sprungbrett für die besten Horrorfilme der vergangenen Jahre. Überdies gelingt es dem Netflix-Release beispielhaft, zeitaktuelle Thematik und nachdenklich stimmende Aussagen in einen packend inszenierten Grusel-/Unterhaltungsfilm zu integrieren.
Eine schrullige Familie stiehlt, lügt und betrügt sich eher schlecht als recht durchs Leben, aber Kajillionaire möchten sie damit ja sowieso nicht werden. Daniel und der Kaffeemann loben und analysieren den neuen Indiefilm von Cannes- und Sundance-Gewinnerin Miranda July im Podcast mit separiertem Spoilerteil.
Never Rarely Sometimes Always - den wir euch bereits beim Sundance Film Festival sehr ans Herz gelegt haben - hinterließ bei Patrick und Daniel nach zweiter Sichtung zum deutschen Kinostart viele neue Eindrücke und erneut auch feuchte Wangen. Dabei ist das Indie-Meisterwerk von Eliza Hittman keinesfalls ein solcher Film, der nur plump auf die Tränendrüse drückt.
Bei Sundance ist The Climb ungesehen an uns vorbei geradelt, nun haben wir die Indie-Buddy-Komödie nach Zwischensprint aber doch noch knapp vor Zieleinfahrt der Etappe deutscher Kinostart eingeholt. Oder eher gesagt: Nachgeholt. Und genossen! Daniel und der Kaffeemann über zwei, die sich (aneinander) abstrampeln.
Obgleich bereits 2019 beim Sundance Film Festival gefeiert, ist Monos bei uns in Deutschland aktuell einer der ersten Filme, die nach der Corona-Pause vereinzelt in Kinos gezeigt werden. Und - so stellen Patrick & Daniel fest - mit Sicherheit auch ungeachtet der Umstände einer der besten des Jahres.
Dieser Sundance-Publikumsliebling läuft neu bei uns im Kino an, sehr bald schon auch bei Amazon Prime und vielleicht motiviert er ein paar seiner Zuschauer ja ihrerseits zum Laufen. Brittany Runs a Marathon erreicht mit Witz und Charme nebenbei eine Glaubwürdigkeit, an der Studiofilme mit Starbesetzung schon allzu oft gescheitert sind.
Seit gestern könnt ihr euch endlich in deutschen Kinos selbst davon überzeugen, dass der von uns bei Sundance im Januar so gelobte Little Zombies ein gelungener Genrespaß mit Lupita Nyong'o als Vorschullehrerin im zombiefizierten Streichelzoo geworden ist.
Ein wenig Horror, etwas Endzeit und viel Roboter-Sci-Fi sind die Zutaten eines Sundance-Geheimtipps, der in Amerika gleich bei Netflix erscheint, bei uns aber wohlverdient erst einmal ins Kino kommt. I Am Mother lohnt das Ticket nicht nur für Genrefans.
Wenn eine WWE-Produktion beim Sundance Film Festival vorgeführt wird, kann es sich ja schon mal nicht um den x-ten Teil von The Marine handeln. Fighting With My Family ist tatsächlich ein interessantes Biopic, das authentisch rüberkommt und gleichzeitig in einer Liga mit den besseren Indie-Dramen kämpft.
Assassination Nation überrascht als gelungener Mix aus Spring Breakers und Black Mirror. Wir ziehen unsere Schlüsse aus der modernen Hexenjagd der heutigen Stadt Salem in dieser Filmkritik mit Spoilern.
Leave No Trace holt viele Ideale aus Captain Fantastic auf den Boden der Tatsachen zurück, wirkt auf diese Art wie ein realistischer Survival-Film unserer Gegenwart - und hat so bei uns Spuren hinterlassen.
Hereditarys Handlung mag im Großen und Ganzen gar nicht so kryptisch erzählt sein. Die vielen Symbole, Hintergründe und unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten laden uns trotzdem zu einer guten Stunde intensiver, allumfassender Analyse des Wahnsinns ein.
Den ersten Sundance-Film 2018, den Patrick und Daniel einzeln zum Kinostart im Podcast besprechen, haben sie auf dem Festival nicht mal gesehen. Hereditary ist Horror wie aus Zeiten vor Blumhouse und dem heutigen Remake-Wahn.
You Were Never Really Here ist der amerikanische Originaltitel von A Beautiful Day. Die Englisch-zu-Englisch-Titeländerung in Deutschland ist nicht nur unnötig, sondern auch DER größte Spoiler überhaupt. Und das auch, weil dieser fantastische Film tatsächlich wunderschön geworden ist.
Zwar haben sie eine Mutter/Vogel-Beziehung nie am eigenen Leibe erlebt, trotzdem konnten sich Patrick aus Hürth und Daniel durchaus mit Greta Gerwigs Nestflucht aus Sacramento in Lady Bird identifizieren.
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Dieser Podcast wurde von Daniel Pook nach seiner Reise zum Sundance Film Festival 2026 aufgenommen.


