I Am Mother - Mutter in der Maschine
Ein wenig Horror, etwas Endzeit und viel Roboter-Sci-Fi sind die Zutaten eines Sundance-Geheimtipps, der in Amerika gleich bei Netflix erscheint, bei uns aber wohlverdient erst einmal ins Kino kommt. I Am Mother lohnt das Ticket nicht nur für Genrefans.
Dieser Podcast ist ein Auszug aus unserem Filmmenü mit inhaltsgleicher Besprechung von I Am Mother.
Wir vermeiden in dieser Filmkritik so gut es geht, über Teile der Handlung zu sprechen, die noch nicht durch offizielle Trailer verraten werden oder mehr als nur die allgemeine Prämisse von I Am Mother darstellen.
Originalbild: I Am Mother / © Netflix (2019)
Links & Videos zur Filmkritik
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Stimmungsvoll und gegenwartsnahe glaubhaft baut Zone 3 zuerst sein beklemmendes Überwachungsszenario auf, verspricht darin eine spannende Neo-Noir-Ermittlungsstory zu erzählen - aber ausgerechnet die ist eine große Schwäche dieser Romanadaption, die lieber tatsächlich ihre viel bessere Buchvorlage hätte adaptieren sollen.
Als Sequel zu einem erfolgreichen, wenn auch überhaupt nicht guten, Androiden-Horrorfilm wurde uns mit M3GAN 2.0 nun ein abgedrehtes Party-Fun-Movie versprochen. Obwohl sich tatsächlich viel verändert hat, stürzt die ausdrucksschwache Killer-Puppe von Blumhouse nun endgültig total ab… und reißt uns dabei in ein mehrstündiges Langeweileloch.
Es ist schon wieder angerichtet… zu einem weiteren Filmmenü-Podcast des hart arbeitenden Mannes Daniel Pook, der sich immer zielstrebiger durch seinen Berg an liegen gelassenen Filmrezensionen ackert und sich dabei heute - passend zu sich selbst - unter anderem A Working Man vorgenommen hast. Mit In the Lost Lands, The Electric State und Ein Minecraft Film stellen das restliche Feld nicht gerade riesig überzeugende Filme dar. Einzig The Assessment ragt in dieser Folge als wirklich sehenswerter Sci-Fi-Underdog positiv hervor.
Es ist angerichtet… zum nächsten Filmmenü voller nachgeholter Rezensionen, zu denen sich aber auch ein aktueller Kino-Release dazugesellt. Die beiden neusten Filme mit Jack Quaid in einer Hauptrolle wollte Daniel hier nämlich direkt hintereinander besprechen. So hört ihr ihn nach seiner Meinung zu Captain America: Brave New World auch über Companion: Die Perfekte Begleitung, Mr. No Pain (aka Novocaine), The Critic und Flight Risk referieren.
Transformers One gehört zwar offiziell zum Kanon der Michael-Bay-Realverfilmungen des Hasbro-Spielzeugs, entledigt sich aber vieler typischer Störfaktoren, die wir mit den Bayformers gewöhnlich verbinden. Und es mopst sich den Animationsstil der Spider-Verse-Erfolgsfilme. Sicherlich nicht auf dem gleichen Niveau wie die Spinnenmenschen von Sony Pictures, dennoch als Cartoon-Actionspaß für ein jüngeres Publikum viel besser gelungen als die meist verblödeten, von nervigen Menschen durchzogenen Transformers Life-Action-Varianten.
Manche wollen in Robot Dreams ganz tolle Science-Fiction erkannt haben. Andere sprechen oder schreiben von zutiefst emotionalen Momenten. Patrick und Daniel hingegen finden den Oscar-nominierten Animationsfilm von Regisseur Pablo Berger zwar keinesfalls schlecht, halten das Presse-Echo drumherum jedoch für maßlos übertrieben. Als Kinderfestival-Kurzfilm hätte ihnen die Roboter-Hund-Geschichte jedenfalls mehr als gelangt. Für Erwachsene als Langfilm im Kino ist das Ganze dafür eher nur… nett eben.
Es ist angerichtet… zu einem Halloween-Filmmenü der Unterklasse, für das wir unser bewusst zuletzt etwas ins Abseits gerücktes Sammelkritikformat von den Scheintoten auferstehen lassen. Hört Daniel dem armen Patrick und euch berichten, warum sowohl Saw X als auch die Games-Adaption Five Nights at Freddy’s für Kinobesucher allerhöchstens filmqualitative Horrorerlebnisse bieten.
Zu Filmbeginn hat Daniel sich bereits ausgemalt, wie begeistert er allen seinen Freunden und Zuhörer*innen The Creator empfehlen würde. Doch das bemerkenswert effizient gefilmte, überraschend günstig produzierte und dennoch hochwertig teuer aussehende Science-Fiction-Werk von Regisseur Gareth Edwards entpuppt sich inhaltlich schnell nur als banale Zukunftskost, die den interessanten Fragen rund um Roboter und Menschen nie so wirklich komplex auf den Grund geht, dafür aber gut inszenierte Action und emotional simpel gestrickte Charaktermotivationen in den Vordergrund rückt.
Künstliche Intelligenz von Sprachprogrammen wird immer überzeugender und spielt sogar in unserem Alltag zunehmend eine größere Rolle. Wenn wir die Transformers in ihrem siebten Kinofilm dagegen mal wieder reden hören, scheinen ihr Verstand und ihre Artikulationsfähigkeit auf einem geradezu hohlen Entwicklungslevel stehengeblieben zu sein. Aufstieg der Bestien schafft es außerdem, künstlicher Dummheit noch den letzten Schuss künstlerischer Ödnis hinzuzufügen.
Es ist angerichtet... zu einem Filmmenü, das Glass Onion unzerkaut herunterwürgt. White Noise kitzelt uns auf merkwürdige Art, Acht Berge ist wunderschön langweilig und Operation Fortune liefert zumindest Guy Ritchie light. Während M3GAN bei Patrick und Daniel höchstens in Jason Blums Träumen wenigstens als Chucky light durchgegangen wäre.
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Dieser Podcast wurde von Patrick aus Hürth & Daniel in Hürth aufgenommen.


