Göteborg Film Festival 2025 - Tag 4 & 5 mit Der Brutalist, Super Happy Forever & Shorts
Im Vergleich zu Tag 2 & 3 haben Brobert und Daniel an den Tagen 4 & 5 beim Göteborg Film Festival 2025 auf den ersten Blick weniger, eigentlich aber viel mehr gesehen. Während Super Happy Forever besser nur ein Kurzfilm geworden wäre, haben die beiden nämlich auch eine Reihe tatsächlicher Kurzfilme gesichtet. Und mit The Brutalist zu Broberts Geburtstag anschließend den mit Abstand längsten, wahrscheinlich besten Festivalbeitrag.
Foto © Daniel Pook / DieLetzte.website (2025)
Muriel d'Ansembourgs Debütfilm Truly Naked hat uns auf der Berlinale 2026 in jeder Hinsicht begeistert. Vielschichtig und authentisch behandelt das Werk sensible Themen - ein Heranwachsender arbeitet als Assistent und Kameramann für seinen Vater, der Amateurpornos produziert. Gleichzeitig entdeckt der Junge seine erste wahre Liebe, was in ihm zunehmend Konflikte auslöst. Ein exzellenter Film mit perfekter Balance aus realem Look und verdichteter, effektiv aufgebauter Handlung.
Ein Mann stürmt in Good Luck, Have Fun, Don’t Die ein amerikanisches Diner, behauptet, aus der Zukunft zu kommen - und erklärt den verdutzten Gästen, dass Social Media, Smartphones, vor allem jedoch Künstliche Intelligenz die Menschheit bald in den Untergang führen werden. Nur eine zufällige Gruppe Restaurantbesucher*innen könne nun helfen, das zu verhindern. Eine herrlich absurde Zeitreise-Prämisse. Eigentlich - doch dieser Film wirkt letztlich nur so, als hätten ein paar Boomer zwar gute Ansätze verfolgt, sie jedoch nur peinlich plakativ und kontraproduktiv oberflächlich auf die Leinwand gebracht.
Ein alternder Taschendieb zieht in The Only Living Pickpocket in New York Tag für Tag durch Manhattan und lebt davon, reichen Passant*innen unbemerkt Uhren, Smartphones und Brieftaschen zu stehlen. Als er jedoch die falsche Person beklaut, gerät sein ansonsten routinierter Alltag plötzlich in eine gefährliche Schieflage. Ein charmantes New-York-Szenario mit guten Darstellern. Und trotzdem verläuft der Film eher wie ein gemütlicher Spaziergang, bei dem wir uns am Ende fragen, ob da nicht noch wesentlich mehr spannendes hätte passieren können.
Wie ihr bei Die Letzte Filmkritik sehr bald noch hören werdet, hat Daniel bereits bei Sundance 2026 zwei Coming-of-Age-Filme gesehen, in denen Schüler*innen tragische Ereignisse auf Schulbühnen künstlerisch verarbeiten. Mouse kam jetzt noch auf der Berlinale dazu und hat, ganz wie Run Amok und The Musical, trotzdem genug eigene Qualitäten zu bieten, um als ein Festival-Highlight hervorzustechen.
Von Wolfram sind Daniel und der Kaffeemann auf der Berlinale 2026 nicht nur deswegen herb enttäuscht gewesen, weil es ihrer Meinung nach ein eher schlecht inszenierter Film ist. Sie wollten den australischen Western eigentlich unbedingt lieben, da sie bei Sundance 2018 ein so tolles Gespräch mit dessen Regisseur Warwick Thornton führen durften und dessen damaliger Festival-Beitrag, Sweet Country, gerade im Vergleich zu seinem neusten Werk, so ein verdammt guter Film war.
Besonders bei Sundance war die Midnight-Sektion für uns während vergangener Festival-Besuche immer eine verlässliche Goldgrube. Nicht so 2026, denn dieses Jahr erlebte Daniel ausgerechnet in dieser Kategorie zwei seiner größten Enttäuschungen des Programms. Die blutige Kindersendungs-Parodie Buddy ist zwar immerhin noch kurzweilig erträglich, der Podcast-Horrorfilm Undertone von A24 hingegen langweilt auf allen Ebenen. Außerdem hat auch die Berlinale 2026 mit Nightborn (Yön Lapsi) und Sleep No More (Monster Pabrik Rambut) zwei nicht so begeisternde Genre-Beiträge zu diesem Filmmenü-Podcast der Festival-Horror-Flops beigesteuert.
Eine Frau gibt sich im 17. Jahrhundert als Mann aus und Sandra Hüller spielt auch genau das mit vielen Nuancen, anstatt einfach nur plumpe Männerklischees zu Mimen. Nicht nur wir sind voll des Lobes für ihres Performance, der Berlinale 2026 war diese anspruchsvolle Darbietung einen Silbernen Bären für die beste Schauspielleistung des Festivals wert. Grund zu doppelter Freude: Der Film Rose ist auch sonst sehr gut, finden Daniel und der Kaffeemann!
Der Kaffeemann und Daniel hätten den Goldenen Bären der Berlinale 2026 ja lieber an Everybody Digs Bill Evans verliehen als an Gelbe Briefe, immerhin hat die Jury das kunstvolle Musik-Biopic rund um den legendären Jazz-Virtuosen aber mit dem Silbernen Bären für die beste Regie prämiert. Spätestens sobald ein Kinostart feststeht, solltet ihr euch diesen wunderbaren und wunderschönen Film von Grant Gee unbedingt fest vormerken.
Bereits eine Woche bevor Regisseur İlker Çatak für seinen neuen Film den Hauptpreis der Berlinale 2026 entgegennehmen durfte, haben Daniel und der Kaffeemann bereits diesen Filmkritik-Podcast hier über Gelbe Briefe aufgenommen. Anstatt eines Goldenen Bären gibt‘s von den beiden jedoch nur ihrerseits gelbe und blaue Briefe, denn wir sind von diesem Versuch, viel wichtiges zu sagen und es doch nie so wirklich zu benennen, rundum schwer enttäuscht. Obwohl, auch das sei betont, Gelbe Briefe nur rein handwerklich betrachtet tatsächlich eigentlich ein sehr guter Film geworden ist.
Moscas, internationaler Titel ist Flies, kann froh sein, dass bei unserem Berlinale-Besuch 2026 nicht auch noch ein paar Fliegen im Kinosaal herumschwirrten. Die hätten angesichts dieses zwar nicht gänzlich schlechten, aber leider doch sehr langweiligen Festival-Beitrags rasch unsere volle Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Sommelière Isabel hat genug vom feinen Restaurant in São Paulo, dessen Besitzer ihre Auswahl echter brasilianischer Weine nicht zu schätzen weiß. Sie stiehlt heimlich Abend für Abend kistenweise Flaschen aus dem kaum angerührten Bestand ihres Arbeitsplatzes und plant, ihre eigene Weinbar zu eröffnen. Trotz vieler Hürden für die Protagonistin, deren Traum sich immer wieder mit den vor allem finanziellen Grenzen der Realität konfrontiert sieht, ist Isabel für Daniel und den Kaffeemann ein sehr willkommener, unkomplizierter, schön gefilmter und vor allem stark geschauspielerter Feel-Good-Film in authentischen Kulissen auf der Berlinale 2026 gewesen.
Das Beste an At the Sea von der Berlinale 2026 ist, dass Daniel anlässlich dessen noch einmal auf das viel bessere Entzugsdrama The Outrun verweisen kann. Der hier betrachtete Film hingegen ist nur mal wieder ein langweiliger Versuch, uns normalen Menschen näherzubringen, wie ach so schwer doch das Leben sehr wohlhabender Erfolgs-Künstlerfamilien ist, die jetzt vor so schweren Entscheidungen stehen, wie ob sie ihre riesige Villa am Strand nun verkaufen sollen oder nicht. Überzeugend sind hier nur Schauspieler*innen wie Amy Adams, Rainn Wilson und Murray Bartlett in den Hauptrollen - was die leeren Bilder und wirkungslosen Konzepte des Films drumherum nur noch bedauerlicher macht.
In The Moths and the Flame begleitet Regisseur Kevin Contento in Pahokee, Florida, eine Gruppe junger Männer, die gerade Väter geworden sind oder kurz davorstehen. Zwischen Alltagsgesprächen, kleinen Neckereien und viel Herumhängen entsteht ein persönlicher, naher Blick auf das Leben zwischen Verantwortung, Perspektivlosigkeit und Kleinstadt-Trägheit. Ein experimenteller Hybrid aus Fiktion und dokumentarischem Filmemachen. Doch das Ergebnis wirkt über weite Strecken so, als hätte in vielen der ellenlangen Szenen jeweils ein guter Kurzfilm einfach vergessen, in den richtigen Momenten aufzuhören.
Eine schwerreiche Familie mit inzestuösen Gewohnheiten in patriarchalen Strukturen wird durch Pläne eines Sohnes erschüttert, zu seiner neuen Freundin ziehen zu wollen. Ein Flaschenöffner für kleine bis große Intrigen, sich entfaltende Geheimnisse, viel exzentrisches Verhalten und Mord. Die illustre MUBI-Produktion Rosebush Pruning ist für Daniel und den Kaffeemann eine der wenigen positiven Überraschungen auf der Berlinale 2026 gewesen.
Pandemie-Albtraum trifft Western - aber A Prayer for the Dying hat sich noch viel stärker einer anderen Parabel verschrieben, in der Schuldgefühle und seelische Qualen für einen Soldaten nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg verarbeitet werden. Der Kaffeemann und Daniel fanden das auf der Berlinale 2026 zu Beginn noch gut… am Ende aber leider nicht mehr.
Ein asiatischer Film mit Martial-Arts-Kämpfen darf auf der Berlinale scheinbar nicht fehlen. Doch wo The Old Woman With the Knife vergangenes Jahr eher konservativ das Übliche bot, ist Ghost in the Cell ein ungewöhnlicher Mix aus Action, Horror, Gefängnisfilm und sogar mit etwas gesellschaftspolitischer Kritik garniert. Manchmal zu albern für unseren Geschmack - aber dennoch sehr unterhaltsam und eben nicht einfach nur wieder mehr vom Selben. Wohl auch deswegen war der Film bereits im Januar auch beim Sundance Film Festival im Programm.
Inspiriert von wahren Begebenheiten zeigt The Red Hangar uns den Militärputsch in Chile 1973 nahe an einer Person im Fokus, die während des Regierungssturzes mit sich selbst und ihrer Rolle darin hadert. Der in Schwarz-Weiß gedrehte Film von Juan Pablo Sallato über Captain Jorge Silva zählt für uns zu den besten Beiträgen der Berlinale 2026.
Am Abend vor der Berlinale-Eröffnung 2026 sahen der Kaffeemann und Daniel bereits den Eröffnungsfilm der diesjährigen Berliner Filmfestspiele, um nun kurz nach Start ihre nüchterne und ernüchterte Kritik dazu abzugeben. No Good Men ist gut gemeint, hat wichtige Anliegen - als Film kann der Beitrag von Regisseurin, Autorin und Hauptdarstellerin Shahrbanoo Sadat jedoch nicht gemessen an internationalem Festivalniveau überzeugen.
Josephine ist die große Gewinnerin des Sundance Film Festivals 2026 - und Daniel Pook war für "Die Letzte Filmkritik" im Eccles Theatre bei der Weltpremiere des Films live dabei. Das Drama von Beth de Araújo mit Channing Tatum, Mason Reeves und Gemma Chan hat sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis der Hauptkategorie U.S. Dramatic für sich entscheiden können. Verdient? Das können wir euch jetzt besonders früh bereits beantworten.
Daniel Pook und der Kaffeemann sind in Bälde schon wieder auf der Berlinale 2026 unterwegs - kurz vorher ist noch ihr Lieblingsfilm der Internationalen Filmfestspiele Berlin vom Vorjahr im regulären Kinoprogramm erschienen. Little Trouble Girls (Kaj ti je deklica) lässt uns zwischen Tagträumen und Wirklichkeit am Erwachsenwerden einer Jugendlichen auf Chorfahrt ihrer katholischen Schule teilhaben. Gefühlvoll natürlich gespielt und von Regisseurin Urška Djukić kunstvoll inszeniert, ist dieser Film ein fesselndes Werk voll erster Leidenschaft, die mal verwirrend, enttäuschend, aber auch traumhaft und erweckend sein kann.
Ohne Filmkritiken oder Analysen hört ihr in diesem Podcast einen Zusammenschnitt von Aufnahmen, die Daniel spontan unterwegs oder an verschiedenen Schauplätzen beim Sundance Film Festival 2026 ins Aufnahmegerät geplaudert hat. Erfahrt, wie so ein Mensch denkt, der sich durch Umstände und Möglichkeiten eines solchen Festivals manövriert und der sich wie ein Kind an Weihnachten über seinen tollen Rucksack freut. Bevor hier bald viele spannende Rezensionen von Sundance 2026 folgen.
Hervorragend ausgestattet, stark besetzt, mit wunderbarer Musik und oft wirklich schön anzusehen… doch irgendwie leider auch ganz schön langweilig. Auf der Berlinale 2025 haben wir Herz aus Eis noch als La tour de glace bzw. The Ice Tower kennengelernt, mit deutschem Titel wird der unbefriedigend zähe Märchenfilmset-Albtraum jedoch natürlich nicht plötzlich spannender.
Horror aus Österreich, manchmal kommt dabei einer der besten Filme des Jahres heraus. Das war allerdings 2024, als Daniel von Des Teufels Bad ganz begeistert war. Auf der Berlinale 2025 weckte das falsche Hoffnungen, beim Kinobesuch zu Andreas Prochaskas nicht annähernd so gelungenem Welcome Home Baby - der es inzwischen trotzdem auch ohne unseren Zuspruch zu einem regulären Release gebracht hat.
Ein alternder Filmstar verliert zunehmend das Bewusstsein dafür, wo seine ikonische Rolle als klassischer Geheimagent aufhört und sein tatsächliches Leben im Ruhestand anfängt. Nur ist Reflet dans un Diamant Mort (Originaltitel) keine der üblichen Komödien mit so einem Thema, sondern ein audiovisuell stimulierender, manchmal verwirrend zusammenfließender Arthouse-Trip, bei dem auch Zuschauer schnell ihren Verstand verlieren können. Im ganz positiven Sinne!
Zwei Stunden lang versucht Kyu-dong Min mit The Old Woman with the Knife aus Südkorea eine verworrene Rachegeschichte à la Park Chan-wook zu erzählen, aber gleichzeitig auch Action wie aus John Wick oder Ballerina zu bieten. Beides gelingt… so eher durchschnittlich. Auf der Berlinale 2025 haben Daniel und der Kaffeemann sich doch sehr gewundert, warum ausgerechnet dieser Film es ins Programm geschafft hat.
Hier wollte deutscher Film mal ganz besonders tiefgründig und auch noch besonders sein. Vielleicht gar Kunst. Halbgar bis bodenlos langweilig ist das Ergebnis Der Kuss des Grashüpfers, über das sich Daniel und der Kaffeemann auf der Berlinale 2025 immerhin köstlich amüsiert haben. Aber erst NACH der Vorführung, nicht währenddessen, wohlgemerkt!
Ob es nun die gewollte Interpretation von Hot Milk ist oder Daniel hier einfach nur seine sehr spezielle, eigene Sicht auf die Geschehnisse zum Besten gibt? Wissen wir nicht. Ihr erhaltet damit aber zumindest eine Anleitung, die den auf der Berlinale von uns gesichteten Film wesentlich amüsanter macht.
Dieser magische Moment, wenn wir einen „blind“ geguckten Film auf einem Festival von vorne bis hinten lieben… den hat uns auf der Berlinale 2025 definitiv Magic Farm beschert. Mittlerweile gibt es die chaotisch startenden, wild verlaufenden Reportage-Dreharbeiten einer (rein fiktiven) Filmemacher/Influencer-Chaotentruppe zum Streamen bei MUBI.
Netflix kopiert gerne Konzepte anderer Filme oder greift populäre Themen auf, liefert seine selbstproduzierte „Netflix-Version“ davon für den eigenen Katalog. Selten überzeugend - und das deutsche Werk Delicious ist zudem auch noch einer der schlechtesten Filme, die wir auf der Berlinale 2025 gesehen haben.
Zu aufgebläht, zu albern präsentiert Regisseur Bong Joon Ho seinen Sci-Fi-Film Mickey 17, um auf der Berlinale und auch im regulären Kino 2025 mehr als nur eine starbesetzte Randnotiz gewesen zu sein.
Links & Videos zum Podcast
Festival allgemein:


Super Happy Forever:
Die Letzte Filmkritik - Aftersun




Im Vergleich zu Tag 2 & 3 haben Brobert und Daniel an den Tagen 4 & 5 beim Göteborg Film Festival 2025 auf den ersten Blick weniger, eigentlich aber viel mehr gesehen. Während Super Happy Forever besser nur ein Kurzfilm geworden wäre, haben die beiden nämlich auch eine Reihe tatsächlicher Kurzfilme gesichtet. Und mit The Brutalist zu Broberts Geburtstag anschließend den mit Abstand längsten, wahrscheinlich besten Festivalbeitrag.
Tag 2 & 3 beim Göteborg Film Festival 2025 fassen wir in dieser längeren Podcast-Folge abendlich am Küchentisch in Schweden zusammen. Brobert & Daniel haben nämlich einiges gesehen. Mond aus Österreich und September 5 als deutsche Produktion waren dabei die stärksten Filme, dicht gefolgt von Joshua Oppenheimers The End. Presence von Steven Soderbergh und Desert of Namibia wussten nur bedingt zu überzeugen, während uns Sanatorium Under the Sign of the Hourglass erbarmungslos hat einschlafen lassen.
Ein älterer Herr aus Island versucht seine Jugendliebe in Japan ausfindig zu machen. Parallel dazu sehen wir in allzu herbstlich orange eingefärbten Rückblenden, wie sich die beiden einst in einer Restaurantküche kennenlernten. Touch ist kein schlechter Film, aber irgendwie doch nur typisches Rentnerkino.
Es spricht für diesen mutig inszenierten Ausnahmefilm als kleines Meisterwerk, dass wir in Ryûsuke Hamaguchis Evil Does Not Exist gelungene Kapitalismuskritik, Reflexionen über Klima-Aktivisten, Einordnung der Natur als Natur, so viel trügerische Schönheit und einen plötzlichen Moment brutaler Grausamkeit erleben, der sein Publikum zwangsläufig überfordert - während sich dieser Film aber präsentiert und anfühlt wie eine subtile Sinfonie in Bildern und Musik.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü, in welchem Daniel ganz kurz vor Ende 2023 noch eine Menge Nachholbedarf hat. Dabei ist die Auswahl mit Aquaman - Lost Kingdom, Rebel Moon: Teil 1 - Kind des Feuers, Godzilla Minus One, LOLA, Saltburn und Maestro gar nicht mal so inaktuell.
Kurzfilme:
The Brutalist:
Die Letzte Filmkritik - Tár
Die Letzte Filmkritik - Architecton
Die Letzte Filmkritik - Megalopolis
Daniels Filmkritik-Artikel über Megalopolis bei Golem.de
Die Letzte Filmkritik - Kraven the Hunter
Festival-Podcast mit Kritik zu Presence von Steven Soderbergh














Leonora im Morgenlicht möchte kein typisches Biopic sein, wirkt phasenweise aber doch nur wie die reduzierte, nicht-linear erzählte Variante eines solchen. Um sich der banalen Nacherzählform effektiver zu entziehen, hätte dieser Film noch viel, viel ambitionierter die surreale Kunst der realen Leonora Carrington berücksichtigen, ja auch filmisch integrieren müssen. Wenn er das zwischendurch mal konsequenter macht, hat er vereinzelt seine besten Momente - und auch Hauptdarstellerin Olivia Vinall überzeugt immerhin.
Im Vergleich zu Tag 2 & 3 haben Brobert und Daniel an den Tagen 4 & 5 beim Göteborg Film Festival 2025 auf den ersten Blick weniger, eigentlich aber viel mehr gesehen. Während Super Happy Forever besser nur ein Kurzfilm geworden wäre, haben die beiden nämlich auch eine Reihe tatsächlicher Kurzfilme gesichtet. Und mit The Brutalist zu Broberts Geburtstag anschließend den mit Abstand längsten, wahrscheinlich besten Festivalbeitrag.
Jesse Eisenbergs zweites Regie-und-Drehbuchwerk ist gleichzeitig einer der besten Filme seiner bisherigen Schauspielkarriere. Vor der Kamera ist sein Co-Star Kieran Culkin aber das eigentliche Highlight von A Real Pain.
Es wird langsam zur alljährlichen Tradition im deutschen Kino, einen anderswo auf der Welt längst veröffentlichten und auch eher belanglosen Film mit Anthony Hopkins an Weihnachten bei uns verspätet ins Programm zu setzen. 2024 heißt dieser Film Freud: Jenseits des Glaubens.
Blitz von Sir Steve McQueen ist einer dieser durchweg gut gemachten, gut gespielten, gut gemeinten Filme mit historischem Background, die dramaturgisch zu wenig bieten, um dauerhaft in Erinnerung zu bleiben. Die Ambition, in einem Zweiter-Weltkrieg-Setting auch mal nicht bloß generische weiße Männer und Frauen und deren Erfahrungen zu dieser Zeit zu berücksichtigen, ist richtig und wichtig. Es fehlt hier eben nur der interessante Film oder zumindest die spannende Geschichte, um dies auch stark erzählt ans Publikum heran zu führen.
Kate Winslet ist eine hervorragende Schauspielerin. Daniel wünschte nur, uns diesen Aspekt vor Augen zu führen, wäre etwas weniger der Fokus von Die Fotografin gewesen. Das allzu gewöhnliche Biopic über eine alles andere als gewöhnliche Frau hätte aus dem unglaublichen Leben und Werk von Lee Miller sehr viel mehr eindringliches auf die Leinwand transportieren müssen.
Treasure: Familie ist ein fremdes Land ist so ein Film, der kann gut bei Kaffee und Kuchen nebenher im Fernsehen laufen - hat inhaltlich jedoch eigentlich so einen ernsten wahren Hintergrund, dass zumindest ein paar Stücke Zucker und ein halber Liter Milch weniger in der Tasse sehr angebracht gewesen wären. Zumal die biografische Romanvorlage offensichtlich viele Facetten mehr zu bieten gehabt hätte, als nur Stoff für einen ganz netten, oberflächlich vor sich hin tröpfelnden Vater-Tochter-Roadtrip.
Der auch bei uns sehr beliebte Film Wunder hat jetzt im Kino ein Sequel bekommen - wieder basierend auf einer Romanvorlage von Autorin Raquel J. Palacio. Als loser Nachfolger hat White Bird allerdings nichts mehr mit dem kleinen Auggie zu tun und fokussiert sich auf eine Rückblende, bei der verkitscht präsentierte Teenager-Romantik und ein zu konstruiert daherkommendes Drama das historische Gewicht der Nazi-Besatzungszone im Elsass als Kulisse allzu sehr in den Hintergrund drängt.
Sir Anthony Hopkins spielt Sir Nicholas Winton in einem Biopic über den “britischen Oscar Schindler”. Dessen bemerkenswerte Rettung 669 jüdischer Kinder kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ist auch heute noch bedeutend. Ob die wahre Geschichte aber - so präsentiert wie in One Life - genug Stoff für 113 Minuten durchgehend interessanten Film ist, damit hadert Daniel in seiner Kritik.
Wir sprechen in dieser Filmkritik zu The Zone of Interest von Jonathan Glazer zweifellos über ein großes Meisterwerk. Über einen bemerkenswerten Hybrid aufwühlender, zur Auseinandersetzung geradezu zwingender Kunst, stilistisch dennoch nahe an scheinbar objektiver Realität. Einen Film, der uns in der Realität mit unserer Vergangenheit konfrontiert, wie es wohl kein anderes Werk zuvor so eindringlich und unverzerrt geschafft hat. In unserem Podcast reden wir mindestens so viel über jenes, was wir in der Adaption wirklicher Schreckenszeiten tatsächlich gezeigt bekommen, wie wir über all jenes sprechen müssen, was wir dort bewusst nicht im Bild sehen, aber sehr wohl wahrnehmen können. Eine Rezension und Deutung der von Glazer gewählten Stilistik, Herangehensweise und Motive.
Sir Michael Caine verlässt die große Bühne in Würde, mit einer schönen Performance in seiner letzten Kinohauptrolle. Es mag zwar nicht das ganz eindrucksvolle Werk á la The Father geworden sein und doch sah Daniel die 90-jährige Schauspielikone in The Great Escaper (bzw. bei In Voller Blüte) noch einmal ganz im Mittelpunkt und nicht zuletzt auch ganz zum lieb haben.
Bevor oder nachdem ihr Cillian Murphy, Robert Downey jr. & Co. in Oppenheimer fast über die vollen drei Stunden Laufzeit miteinander reden hört oder gehört habt, gönnt euch doch auch noch diese 58 Minuten Filmkritik-Podcast mit Patrick und Daniel über Christopher Nolans historisch korrekten Bombenfilm.
Es ist angerichtet... zu einem Filmmenü, dessen rezensierte Streifen beinahe schon wieder nicht mehr alle in die Titelzeile dieses Podcasts gepasst hätten. Teils alleine, teils zu zweit teilen Patrick und Daniel ihre gesammelten Kurzurteile über Massive Talent, Lightyear, Die Täuschung, The Outfit, The Black Phone und X.
Dass Tom Hanks souverän einen souveränen Kapitän in angespannter Lage spielt - nichts neues. Dass wir einen exklusiv bei Apple TV+ erschienenen Film besprechen, der ursprünglich mit viel Effektaufwand fürs Kino produziert wurde - eine Premiere!
Ähnlich wie Red Tails von George Lucas, ist auch Roland Emmerichs Midway genau genommen ein Independentfilm - unter anderem allerdings von Investoren aus China finanziert. Herausgekommen ist dabei ein unübersichtlich erzählter Kriegsfilm voller klischeebehafteter Patrioten und Effekten mit Browsergames-Werbespot-Ästhetik.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü, das sich vom Zweiten Weltkrieg über Leonard Cohen bis zu Untoten im Weißen Haus und Folter bei den US-Geheimdiensten erstreckt. Am besten gefällt uns diese Woche dann aber doch Corinna Harfouch im deutschen Überraschungsfilm Lara.
Operation Overlord mischt die Handlung von Captain America: The First Avenger mit Planet Terror und Predator im Zweiten Weltkrieg.
Gary Oldman hat sich während der Dreharbeiten zu Die Dunkelste Stunde eine Nikotinvergiftung zugezogen, während er für rund $20000 Zigarren konsumierte. Was seine überzeugende Performance als Winston Churchill angeht, hat sich der Einsatz gelohnt.
Extra für diesen Podcast aus Los Angeles eingeflogen: Der Kaffeemann, internationaler Schauspieler! Mit Daniel zusammen wartete er in Dunkirk vergeblich darauf, von Christopher Nolan abgeholt zu werden.
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Dieser Podcast wurde von Daniel Pook mit Brobert in Göteborg aufgenommen.


