Herz aus Eis - Im Endeffekt schade
Hervorragend ausgestattet, stark besetzt, mit wunderbarer Musik und oft wirklich schön anzusehen… doch irgendwie leider auch ganz schön langweilig. Auf der Berlinale 2025 haben wir Herz aus Eis noch als La tour de glace bzw. The Ice Tower kennengelernt, mit deutschem Titel wird der unbefriedigend zähe Märchenfilmset-Albtraum jedoch natürlich nicht plötzlich spannender.
Kaffeemann & Daniel spoilern in diesem Podcast ohne Vorwarnung nichts wesentliches oder überraschendes, was nicht schon aus Trailern vorab ersichtlich wird.
Links & Videos zur Filmkritik
Kompletter Berlinale-Podcast mit Herz-aus-Eis-Segment und allen anderen Rezensionen von 2025
Filmkritik zu Herz aus Eis von Daniel und dem Kaffeemann als Text kurzgefasst:
Ein Waisenmädchen in den 1970ern stolpert in ein Filmstudio, gerät auf ein Märchen-Filmset und in die Umlaufbahn einer Ehrfurcht einflößenden Diva. Realität, Dreh und Traum sollen bei Herz aus Eis eigentlich verschmelzen, finden aber nie eine stimmige Form.
Die Anmutung alter osteuropäischer Märchenfilme sitzt, Kulissen, Licht und die junge Hauptdarstellerin tragen viel; Gaspar Noé blitzt kurz in Rolle des Märchenregisseur im Film seiner langjährigen Lebensgefährtin Lucile Hadžihalilović auf. Marion Cotillard gibt die eiskalte, berechnende Diva mit hypnotischer Eleganz.
Doch die Erzählung frustriert, klischeebeladene Machtspiele ziehen sich frei von Luststeigerung in die Länge. Visuell immer wieder mit Höhepunkten, jedoch dramaturgisch faszinationslos - ein aufsehenerregend anzuschauendes Kulissenkonzept anstatt eines vollwertig funktionierenden Films.
Autor: Daniel Pook
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Dieser Podcast wurde vom Kaffeemann & Daniel Pook während der Berlinale 2025 aufgenommen.




