Welcome Home Baby - Wir ziehen ein Teufelsbad vor
Horror aus Österreich, manchmal kommt dabei einer der besten Filme des Jahres heraus. Das war allerdings 2024, als Daniel von Des Teufels Bad ganz begeistert war. Auf der Berlinale 2025 weckte das falsche Hoffnungen, beim Kinobesuch zu Andreas Prochaskas nicht annähernd so gelungenem Welcome Home Baby - der es inzwischen trotzdem auch ohne unseren Zuspruch zu einem regulären Release gebracht hat.
Originalbild: Welcome Home Baby / © Lotus Film (2025)
Kaffeemann & Daniel spoilern in diesem Podcast ohne Vorwarnung nichts wesentliches oder überraschendes, was nicht schon aus Trailern oder dem frühen Filmverlauf ersichtlich wird.
Links & Videos zur Filmkritik
Kompletter Berlinale-Podcast mit Welcome-Home-Baby-Segment und allen anderen Rezensionen von 2025
Die Letzte Filmkritik - Des Teufels Bad
Sundance-Filmkritik zu Mandy




Unsere Filmkritik zu Welcome Home Baby als kurzer Text zusammengefasst:
Welcome Home, Baby startet stimmungsvoll: eine deutsche Notärztin erbt in einem österreichischen Dorf das Haus ihres Vaters, wird freundlich von all ihren Nachbar*innen vereinnahmt und ist kurz darauf schwanger. Früh hören und sehen wir aber auch übersinnliches, es mehren sich echt wirkende Albträume, es drängen sich Anhaltspunkte für einen Hexenzirkel überdeutlich auf. Ein neues Rosemary‘s Baby ist dies jedoch mitnichten.
Surreale Szenen kommen stets so schnell wie sie wieder gehen. Wiederholt nach gleichem Schema, was immer mehr ermüdet. Die Hauptfigur hinkt dem Kenntnisstand des Publikums störend hinterher, erscheint im Finale dann aber plötzlich mit übermächtigen Kräften gesegnet.
Es gibt mitunter atmosphärische Momente, insbesondere dank des Grundgefühls eines merkwürdigen Dorfes beziehungsweise einer seltsamen Kleinstadt als Schauplatz, doch die Dramaturgie bleibt repetitiv, die Bedrohung beliebig agierend. Vieles ist frustrierend offensichtlich und wird dennoch bloß langwierig enthüllt. Mit ihrer Auflösung machen es sich die Drehbuchautor*innen zum Schluss aber dann doch wieder in aller Eile viel zu einfach.
Wer sehen will, wie österreichischer Folk-Horror besser gelingen kann, sollte sich lieber Des Teufels Bad vom Jahr zuvor ansehen.
Autor: Daniel Pook
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Dieser Podcast wurde vom Kaffeemann & Daniel Pook während der Berlinale 2025 aufgenommen.


