Filmmenü - Jane Austen, HIM, Keeper & Five Nights at Freddy's 2
Es ist angerichtet… zum durchaus charmanten Jane Austen und das Chaos in Meinem Leben (Jane Austen Wrecked My Life), der keinesfalls eine direkte Adaption ihrer Werke oder gar des Lebens der britischen Autorin darstellt. Gefolgt von Oz Perkins’ Keeper, der sich nur aufgrund seiner verstörenden Kreaturen noch in den moderat empfehlenswerten Bereich rettet. Weit weg von solchen Ufern treiben hingegen HIM: Der Größte Aller Zeiten und Five Nights at Freddy’s 2 völlig ab.
Daniel rezensiert in diesem Filmmenü-Podcast:
Jane Austen und das Chaos in Meinem Leben (00:01:05)
HIM - Der Größte Aller Zeiten (00:11:10)
Keeper (00:23:17)
Five Nights at Freddy’s 2 (00:42:12)
Wir bemühen uns, in diesem Podcast nichts unnötiges oder überraschendes im Detail zu spoilern.
Links & Videos zur Filmkritik
Jane Austen und das Chaos in Meinem Leben:
Wikipedia über die Buchläden Shakespeare & Company
Daniels Fazit über Jane Austen und das Chaos in Meinem Leben aus dem Podcast: Eine Pariser Buchhändlerin und Jane-Austen-Verehrerin wird (heimlich von ihrem Kollegen angemeldet) zu einer „Jane Austen Writer’s Residency“ geladen, die auf dem Landsitz von Austen-Nachfahren stattfindet - dort kreuzen sich Selbstzweifel, Schreibblockade und eine zögerliche Liebesgeschichte. Der Film überzeugt durch Natürlichkeit: echtes Licht, glaubwürdige Schauplätze, fein beobachtete Figuren und eine unaufgeregte, erwachsene Romanze. Camille Rutherford trägt das mit zurückhaltender Präsenz. Inhaltlich bleibt vieles erwartbar, doch die Sorgfalt in Spiel und Inszenierung macht Jane Austen und das Chaos in Meinem Leben zu einem angenehm entspannenden, hocherfreulichen Abendfilm.
HIM - Der Größte aller Zeiten:
Daniels Fazit über HIM aus dem Podcast: Ein verunglücktes Football-Talent landet in der Trainings-Enklave eines alternden Quarterbacks (gespielt von Marlon Wayans). Er gerät in einen sektenartigen Leistungs-Kult. Der Film will als Allegorie über Ausbeutung, Männlichkeitsrituale und Mentor-Mythen gelesen werden, präsentiert seine Bilder aber plump und wiederholt die gleiche Botschaft nur immer wieder - ohne sie uns komplexer näherzuführen als wir sie nach wenigen Minuten bereits begriffen haben. Figuren reagieren, als lebten sie von Beginn an in einer irrational ablaufenden Traumwelt, sodass keine kohärente Entwicklung nachverfolgbar ist.
Einzelideen - etwa die Ambivalenz des Mentors - sind gut getroffen, versanden schließlich jedoch in voraussehbaren Twists und einer überlauten Metapher. Das wirkt umso alberner, weil besonders Wayans seine Rolle merkbar ernsthaft voller Elan spielt, der Film an sich jedoch so überbordernd absurd geschrieben und gestaltet wurde. Die Schauspieler tun uns entsprechend nur bitterlich leid. Unterm Strich eher unfreiwillige Komik, kein Horrorhighlight und schon gar nicht „deep“.
Keeper:
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Daniels Fazit über Keeper aus dem Podcast: Ein Paar im Kurzurlaub in einem abgelegenen Design-Haus mitten im Wald. Seltsame Geräusche, manipulatives Verhalten, überdeutliche Visionen und ein widerwärtiger Verwandter legen früh nahe, wohin die Reise geht.
Osgood Perkins inszeniert Keeper routiniert und stilbewusst, doch die Spannung leidet am ineffizienten Storytelling. Hinweise, Rückblenden und Figurenverhalten verraten zu viel zu früh, die Auflösung kann nicht mehr schocken. Stark sind einige Monster im späteren Verlauf. Körperlich, verstörend gestaltet, sichtbar mit praktischen Effekten umgesetzt. Das erinnert im positiven Sinne an die Welten und Wesen der Videogames über die Geisterstadt Silent Hill.
Ein insgesamt durchaus hübsch verpackter, erzählerisch ärgerlich dünner Albtraum mit guter Besetzung, der sich letztlich jedoch bloß für die tollen Kreaturenentwürfe einmal zu gucken lohnt.
Five Nights at Freddy’s 2:
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Daniels Fazit über Five Nights at Freddy’s 2 aus dem Podcast: Statt die simple Prämisse der Spielevorlage Five Nights at Freddy‘s (Nachtwache vs. mordlustige Animatronics) simpel, aber atmosphärisch dicht umzusetzen, bläht diese Fortsetzung die Filmwelt der ersten Adaption nur gehaltlos weiter auf, als wolle man uns hier das Nächste Cinematic Universe eröffnen, in dem aber eigentlich immer nur das Gleiche passiert. Und das war ja schon beim ersten Mal nicht spannend, originell oder gruselig.
Der erste Teil wirkte schon billig; Teil 2 ist noch zerfahrener und zugleich dennoch ernster gemeint, was alles nicht zusammenpasst. Gerade weil das Grundkonzept der Spiele am besten als kompakter Belagerungs-/Überlebensfilm funktionieren würde, enttäuscht der neue Fokus auf breiige Mythologie und Querverbindungen zwischen Opfern, sowie den von Geistern heimgesuchten Riesenpuppen. Langweilig und ärgerlich.
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Dieser Podcast wurde von Daniel Pook in unserem Studio in Berlin aufgenommen.


















