Black Phone 2 - Nicht dran gehen!
Ihr habt The Black Phone gesehen und mit dem spannenden Mix aus Psychokiller- und Geisterfilm im 1970er-Setting ähnlich viel Spaß gehabt wie Daniel Pook von unserer Letzten Filmkritik? Dann lasst euch von ihm warnen: Sollte es in euren Ohren klingeln, das diesjährige Sequel Black Phone 2 zu gucken… geht nicht dran!
Originalbild: Black Phone 2 © Blumhouse (2025)
Daniel spoilert in dieser Filmkritik die Handlung und das Ende von The Black Phone 1, da es in diesem Podcast um dessen Sequel geht, das direkt an die Geschehnisse des Vorgängers anknüpft. Über Teil 2 gibt er hingegen kaum mehr preis als schon die Trailer verraten.
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Daniels Filmkritik zu Black Phone 2 als Text zusammengefasst:
Black Phone 2 setzt die Geschichte seines guten Vorgängers unnötig und unglücklich fort: Statt neue Fälle für das zentrale Geschwisterduo von Teil 1 zu erfinden, wird der eigentlich getötete „Grabber“ (Antagonist aus The Black Phone) als Geist reaktiviert und per Retcon zur Schicksalsfigur aufgeblasen, wodurch Logik, Regeln und Atmosphäre aus dem ersten Film erodieren.
Der Schauplatz reduziert sich fast vollständig auf ein eingeschneites Feriencamp. Zeit- und Milieugefühl des Vorgängers verschwinden, Spannung weicht CGI-lastigen Geisterattacken und inkonsistenten „Kräften“ sowohl des Widersachers als auch der als Medien fungierender Kinder. Elemente, die im Erstling noch mysteriös wirkten - Maske, Entführungsbildsprache, das schwarze Telefon im Keller des Entführers - werden inflationär wiederholt eingesetzt.
Das Sequel kippt bis zur unfreiwilligen Selbstparodie; der Film fühlt sich länger an, ohne mehr zu erzählen, und wirkt wie ein später, verirrter Franchise-Teil aus reinen Erfolgsgründen seines Vorgängers. Mitnichten hingegen wie eine Weitererzählung, weil es hier wirklich irgendeine gute Idee zur Fortsetzung gegeben hätte.
Zuschauer sollten den starken ersten The Black Phone besser separat in Erinnerung behalten - der Mix aus 70er-Vorortsetting, übersinnlicher Note und klarer Dramaturgie (inklusive Ethan Hawkes Präsenz unter unheilvollen Masken) überzeugt da noch schnörkellos. Beim Sequel hingegen… einfach nicht drangehen!
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Dieser Podcast wurde von Daniel Pook in unserem Studio in Berlin aufgenommen.


