Halloween Ends - Aufhören, wenn’s am schlechtesten ist
Lieber ein Ende mit Schrecken als Halloween Ends, ist das klare Urteil von Patrick & Daniel über den fürchterlichen Abschluss von David Gordon Greens Trilogie-Sequel zu John Carpenters Horror-Klassiker von 1978.
Originalbild: Halloween Ends / © Universal Pictures (2022)
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In den 90ern gab es Ghostface, aber auch den Fischermann mit einem Haken. Da wir uns aktuell in einer 90er-Revival-Phase befinden, Scream bereits mehrere Soft-Reboot-Sequels erhalten hat, zieht Ich Weiß, Was Du Letzten Sommer Getan Hast naturgemäß in dessen Fahrwasser nun im Kino nach. Manche Sachen ändern sich eben nie und aus dieser Slasher-Reihe ist auch jetzt wieder kein guter Film entsprungen. In gewisser Weise bleibt sich das Franchise damit also immerhin treu.
Irgendwo zwischen Hot Fuzz, Thanksgiving und jedem beliebigen Maskenmörder-Slasher-Film, pendelt Clown in a Cornfield unentschlossen hin und her. Das ist dann immer noch besser, als viele halbherzige Trash-Mörderfilme der üblichen Sorte, aber kann Daniel im Endeffekt trotzdem nur so halb überzeugen.
Once upon a time in Hollywood… erlebt Maxine Minx (Mia Goth) ihr großes Finale und die mit X sowie Pearl gestartete Trilogie von Regisseur Ti West ist zu diesem Zwecke zugleich im Los Angeles der 80er angekommen. Stilsicher inszeniert, unterhaltsam blutig und top besetzt, doch es fehlt Patrick und Daniel dennoch der letzte, perfekt sitzende Schuss, um MaXXXine und auch der ganzen Filmreihe als solche das Potenzial für künftigen Kultstatus einzuräumen.
An Halloween dürsteten wir vergeblich nach einem gelungenen Slasher-Streifen im Kino, zu Thanksgiving gibt es den 2023 dann tatsächlich doch noch. Ein erfrischend effektiver Mörder, amüsant-überzogene Todesszenen in einem Film, der sich ohnehin nicht so ganz ernst nimmt: Auch wenn Regisseur Eli Roth es noch sehr viel besser hätte verpacken können, stimmen die wichtigsten Punkte dieser Art von Horrorfilm Genrefans hier durchaus freudig.
Ein wenig Dorothy, etwas Heidi und die einfach unnachahmliche Art von Mia Goth lassen das auf den ersten Blick dumpfbackig unschuldig aussehende Landei Pearl zur interessantesten und durchaus auch amüsantesten Axtmörderin seit langem werden. Durch Mark und Bein gehen Patrick und Daniel weniger ihre Splatter-Exzesse, sondern ein ums andere Mal jene Momente brutaler Enttäuschung und bedrückender Begebenheiten, die den Morden jeweils vorhergegangen sind.
Es ist angerichtet... zu einem Filmmenü, das in einem Rutsch reinen Tisch mit einer Menge Neustarts vergangener Wochen macht. Ganz neu im Kino läuft bzw. fliegt Shazam: Fury of the Gods, schon etwas länger slasht Scream zum sechsten Mal und Adam Driver reist 65 Millionen Jahre in die Vergangenheit. Steven Spielberg romantisiert in Die Fabelmans unerträglich seine Jugendjahre und What’s Love Got to Do With It verwirrt bereits nur mit seinem Titel. Anything else Missing? Exactly.
Es ist angerichtet... zu einem Filmmenü, das kurz vor Halloween immer noch keinen passenden Horrorfilm im Kinoprogramm entdecken konnte. Bodies, Bodies, Bodies wäre als gelungenes “Who dunnit” mit leichten Slasher-Elementen deswegen unsere einsame Empfehlung für zumindest locker spaßiges Filmvergnügen am gruseligsten Tag des Jahres.
Lieber ein Ende mit Schrecken als Halloween Ends, ist das klare Urteil von Patrick & Daniel über den fürchterlichen Abschluss von David Gordon Greens Trilogie-Sequel zu John Carpenters Horror-Klassiker von 1978.
Es ist angerichtet... zu einem Filmmenü, dessen rezensierte Streifen beinahe schon wieder nicht mehr alle in die Titelzeile dieses Podcasts gepasst hätten. Teils alleine, teils zu zweit teilen Patrick und Daniel ihre gesammelten Kurzurteile über Massive Talent, Lightyear, Die Täuschung, The Outfit, The Black Phone und X.
Diesen fünften Scream-Film hätte niemand gebraucht und das Slasher-Genre funktioniert heutzutage ohnehin nicht mehr so gut wie in längst vergangenen Jahrzehnten. Während Patrick & Daniel sich bis hier her noch einig sind, so hat einer der beiden trotzdem irgendwie Spaß am neuen Scream 5 gefunden… und der andere bloß Hass.
Mit dem Soft-Reboot-Sequel von 2018 konnten wir, trotz einiger Schwächen, noch ganz gut leben. War es doch immerhin besser als die meisten vorherigen Halloween-Nachfolger. Was Regisseur David Gordon Green und die wieder zurückgekehrte Jamie Lee Curtis nun aber mit Halloween Kills ins Kino bringen, macht jedes zaghaft vorhandene Potenzial zunichte, das Michael Myers nach dem direkten Vorgänger wieder hätte interessanter machen können.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü, das mit zwei Filmstarts vom 31.10. selbstverständlich nicht drumherum kommt, sich in ein Halloween-Menü zu verwandeln. Nur zu gruseln gibt es weder bei Scary Stories to Tell in the Dark noch bei Halloween Haunt sonderlich viel.
Eine dämonische Tradition, eine unmoralische Dynastie, eine ahnungslose Braut in Gefahr - und all das gipfelt im stundenlangen Versteckspiel, das die Abgründe skrupelloser Firmenetagen ewiggestriger Establishments als düstere Splatter-Komödie widerspiegelt.
Es ist angerichtet… zu einem Doppel-Burger, bei dem die nicht ganz gare Hälfte zumindest nicht so ungenießbar ist wie der Rest. Ob Alita: Battle Angel oder Happy Death Day 2U als Kinoneustart das bessere Ende unserer Metapher erwischt hat, erfahrt ihr im Podcast von Patrick & Daniel.
Es ist wieder angerichtet! Patrick aus Hürth hat sich für euch über drei Stunden lang durch eine Bibliothek gequält. Daniel traf erneut die Regisseure von The Cleaners - Grund genug in Sundance-Erinnerung zu schwelgen. Weitere Wochenstarts im Fokus: Halloween & Hunter Killer.
Jamie Lee Curtis und Michael Myers kehren 2018 beide für eine weitere Halloween-Fortsetzung zurück, die inhaltlich weder als direktes Sequel des 40 Jahre alten Klassikers noch als Reboot komplett funktioniert - und irgendwie trotzdem nicht ganz schlecht geworden ist.
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Dieser Podcast wurde dank Funktechnik von Patrick aus Hürth in Hürth & Daniel in Berlin aufgenommen.


