In die Sonne Schauen - Spüren, was war
Nicht One Battle After Another, nicht Bugonia,… schon gar nicht Avatar 3 ist Daniel Pooks Lieblingsfilm des Jahres 2025 geworden. Es ist, auch für ihn überraschend, eine deutsche Produktion. Nun mag In die Sonne Schauen längst kein Geheimtipp mehr sein, zumal der in Cannes mit dem Jury-Preis geehrte Film als unser Oscar-Beitrag bei den kommenden Academy Awards antritt. Dennoch möchte jetzt auch Die Letzte Filmkritik verspätet dazu beitragen, dass selbst die letzten Skeptiker sich dieses Meisterwerk von Mascha Schilinski endlich ansehen.
Originalbild: In die Sonne Schauen / © Neue Visionen Filmverleih (2025)
Daniel spricht in diesem Podcast nicht sehr ausführlich und eher allgemein gehalten über Handlung und Verlauf des Films. Es gibt also in dieser Rezension keine wesentlichen Spoiler.
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In die Sonne Schauen ist Deutschlands Oscar-Hoffnung 2026


Podcast als Kurztext zusammengefasst:
„In die Sonne Schauen“, Deutschlands Oscar-Einreichung von Mascha Schilinski, ist hypnotisches Kino, das weniger klassische Handlung, dafür mehr Zustände, Lebenswirklichkeiten und darin erlebte Gefühle erzählt. Im Zentrum steht ein Ort - ein großer Bauernhof - den der Film von 1910 bis in die Gegenwart umkreist. Unabhängige Erzählungen, aus Perspektiven von Mädchen und junger Frauen, entfalten sich vor uns mit beobachtender Distanz. Die Protagonistinnen kennen sich nicht, leben unter sehr verschiedenen Umständen, aber erleben ähnliche Erfahrungen am selben Ort, der alles überdauert.
Von Bedrückendem gefesselt zu sein, melancholische Depressionen und wiederkehrend auch Suizid wiederholen sich ganz verschieden, obgleich sie sich verbunden miteinander anfühlen. Ohne übernatürliche Verknüpfung, ohne Erklärung, sondern als stilles Nachhallen gelebter Geschichte unterschiedlicher Personen. Alles erinnert an Terrence Malicks Sensibilitäten, ohne seine Bildsprache zu kopieren; im Empfinden liegt „In die Sonne Schauen“ nahe bei „A Ghost Story“, nur dass hier das Publikum selbst wie ein Geist durch Räume und Jahrzehnte schwebt. Das Ergebnis ist ein sanftes und zugleich überwältigendes Filmkunstwerk.
Autor: Daniel Pook
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Dieser Podcast wurde von Daniel Pook auf Reisen in Hürth aufgenommen.


