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Whalefall s(t)inkt nicht, Street Fighter geht K.o.

Whalefall s(t)inkt nicht, Street Fighter geht K.o.

Ausgerechnet die absurdeste Idee wurde am überzeugendsten umgesetzt! In Whalefall wird ein Mann von einem Wal verschluckt und das ist überraschend unser Film der Woche geworden. Street Fighter liefert dagegen noch nicht mal unterhaltsamen Straßenkampf, stattdessen zu viele peinliche One-Liner. Corpus Delicti wirkt wie ein maues Hörbuch, bei dem alles filmische auf Sparflamme lief. One Night Only handelt von einer reichlich dämlichen Regel, die jeder nach fünf Minuten sowieso umgehen würde. Vier Filme und erstaunlich oft die Frage, warum beim Drehbuch wohl sehr früh schon nicht mehr weitergedacht wurde.

Whalefall s(t)inkt nicht, Street Fighter geht K.o.
Patrick aus Hürth, Daniel Pook

Inhaltsangaben des Podcasts:

  • (00:00:00) Intro

  • (00:00:50) Kunstvolle Panne beim Presse-Screening

  • (00:06:02) Filmkritik - Whalefall

  • (00:25:15) Was die Filmauswahl dieser Folge verbindet

  • (00:25:46) Filmkritik - Street Fighter (2026)

  • (00:46:55) Filmkritik - Corpus Delicti

  • (00:59:05) Filmkritik - One Night Only

  • (01:15:47) Outro


Spoiler-Hinweis: Wir umreißen die Handlungen der Filme im Podcast in der Regel nur allgemein, ohne zu viele Details vorwegzunehmen. Wer aber vorab wirklich gar nichts wissen möchte, sollte diesen Podcast naturgemäß erst nach der eigenen Filmsichtung anhören.


Links & Videos zur Filmkritik


Whalefall:

Unser Fazit zu Whalefall:

Von einem Pottwal verschluckt - eine Prämisse, die schnell nach albernem Schlock klingen könnte, als Survivalfilm hier aber überraschend gut umgesetzt wurde. Im Wal entsteht ein unangenehm enger, spannender Überlebenskampf mit nachvollziehbaren Problemlösungen, starken praktischen Kulissen, gut eingesetzten Effekten und einigen ziemlich ekligen Body-Horror-Momenten. Schwächer ist die Vater-Sohn-Geschichte als Unterbau: Rückblenden bleiben konventionell, der problematische Vater wird im Nachhinein etwas zu bequem verklärt und gegen Ende übertreibt der Film seine Halluzinationen und spirituellen Bilder. Kein Must-see, aber eine klare kleine Empfehlung für alle, die klaustrophobisches Survival-Kino mit origineller Grundidee wertzuschätzen wissen.

Autor: Daniel Pook


Street Fighter:

Unser Fazit zu Street Fighter:

Ein Film über Street Fighter, der ausgerechnet beim Kämpfen versagt. Das World-Warrior-Turnier erscheint tatsächlich kaum mehr als ein Betrug, besonders am Publikum. bekannte Stages und die spezielle Logik der Videospiele werden fast nie vernünftig genutzt und viele der versammelten Martial-Arts-Profis bekommen enttäuschend wenig zu kämpfen. Stattdessen schwankt der Film zwischen zu unpassend ernst gemeinter Story und viel zu viel kindischem Humor, ohne dabei jedoch als Trash Spaß zu machen. Ausgerechnet die kurze Anime-Eröffnung zeigt, wie viel besser Street Fighter aussehen und sich anfühlen könnte. Dazu kommen eine wechselhaft billige Digitalkamera-Optik, verschenkte Figuren und ein langer Nachtclub-Kampf, der mehr Slapstick als Martial Arts-Kunst ist. Heißer Kandidat für die Flop-Liste des Jahres, spricht es Patrick im Podcast ausdrücklich aus.

Autor: Daniel Pook


Corpus Delicti:

Unser Fazit zu Corpus Delicti:

Juli Zehs Zukunftsstaat hat eigentlich ein starkes Fundament: Die „Methode“ überwacht Gesundheit, Bewegung und Verhalten ihrer Bürger und gilt als unfehlbar. Bis Mia Holl am System zweifelt, nachdem ihr Bruder wegen Mordes verurteilt wird. Statt diese dystopische Sci-Fi-Welt, ihre Verlockungen und ihre Widersprüche erlebbar und reizvoll nachvollziehbar darzustellen, erklären Figuren in langen und häufig künstlich wirkend geschriebenen Gesprächen, lückenlos und schon deswegen langweilig, worum es geht. Gerade neben Minority Report, Black Mirror oder The Handmaid’s Tale fällt auf, wie oberflächlich uninteressant sowohl die Überwachungsgesellschaft als auch der Glaube der Bevölkerung an sie ausgearbeitet bleiben. Das Problem ist dabei nicht das Budget dieses deutschen Films, sondern Drehbuch und Inszenierung. Wer die Idee interessant findet, sollte besser nur beim Roman bleiben.

Autor: Daniel Pook


One Night Only:

Unser Fazit zu One Night Only:

Unverheiratete in den USA dürfen nur an einem einzigen Tag im Jahr noch Sex haben! Als völlig bescheuerte Rom-Com-Prämisse hätte daraus mit Sicherheit eine lustig bescheuerte, satirische Farce entstehen können. One Night Only ist leider aber weder besonders lustig noch romantisch noch als Satire durchdacht. Stattdessen einfach nur blöd. Vor solchen Filmen muss man sich verhüten…

Autor: Daniel Pook


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Dieser Podcast wurde von Daniel Pook in Berlin mit Patrick aus Hürth bei Patrick in Hürth aufgenommen.

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