Something in the Water - Kaum Fisch, wenig Fleisch
So sehr Something in the Water sich auf seinen Werbepostern auch versucht als spannender Haifisch-Monsterfilm zu verkaufen - das ist er nun mal überhaupt nicht. Wie einen generisch gefilmten Schwimmkurs inszeniert Hayley Easton Street ihre Hauptfiguren im Meer treibend und sich immerzu gegenseitig anzickend, ungeachtet ihrer lebensbedrohlichen Situation, allein auf hoher See. Und der Hai? Sagt nur sporadisch ab und zu mal kurz “Hi”.
Originalbild: Something in the Water / © Studiocanal (2024)
Daniel spoilert in diesem Podcast nur so wenig wie nötig, um den Film sinnvoll rezensieren zu können.
Kinozuschauer waren vor dem Aufstieg von Odyssee und Spider-Man ganz besessen von Obsession und den Backrooms. Zwei Filme von Langfilm-Newcomern, die mit verhältnismäßig sehr wenig Geld produziert wurden, deren Einspielergebnisse dennoch reihenweise Hollywood-Großproduktionen in den Schatten stellen konnten. Wie passend, dass wir als dritten, aktuelleren Film diese Woche noch den starbesetzten Dino-Murks The End of Oak Street rezensieren…
Wir haben bei Die Letzte Filmkritik schon so viele unterschiedlich benannte Formate, dass wir jetzt mal ganz darauf verzichten wollen. Endlich wieder regelmäßig, werden Patrick & Daniel als neue Haupt-Show dieses Podcasts - einfach nur unter einer großen Überschrift - über zuletzt gesehenes drauf los reden. So zum Beispiel heute über Spider-Man: Brand New Day, Supergirl & Disclosure Day!
Während sich fast alle anderen Kritiker dieser Welt in ihrem euphorisch positiven Gemeinschaftsurteil über Christopher Nolans Homer-Adaption Die Odyssee freudentränend in den Armen liegen, herrscht ausgerechnet beim sonst so häufig einigen Duo Daniel Pook und Patrick aus Hürth Unstimmigkeit über eben selben Film.
The Mandalorian war einst als Zugpferd von Disney+ angetreten, um den damals neuen Streaming-Dienst erfolgreich starten zu lassen, aber auch all die Star-Wars-Fans wieder zu versöhnen, die der Konzern selber mit seinen hauseigenen Filmen aus einer “weit, weit entfernten Galaxis” zuvor enttäuscht und massiv frustriert hatte. Der damalige Lichtblick sollte jedoch mit Staffel 2 seinen Zenit erreichen, schon in Staffel 3 erschütternd schnell verglimmen.
Es hat Daniels gesamtes Leben lang gedauert, dem alten He-Man-Realfilm von 1987 einen neuen Versuch folgen zu lassen, Masters of the Universe mit echten Schauspielern wieder ins Kino zu bringen. Die moderne Adaption des Spielzeug- und Zeichentrickserien-Universums rund um den schwertschwingenden Helden, der “Ich habe die Kraft” ruft, orientiert sich näher an den Wurzeln des Franchises als noch zuvor der Film mit Dolph Lundgren. Und ist deswegen umso frustrierender, weil sie diese Linie dann doch ganz und gar nicht durchzieht.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü, das 2x2+4 auftischt. Denn nachdem Patrick und Daniel die Sequels Mortal Kombat 2 und Der Teufel Trägt Prada 2 durchgesprochen haben, wird über Mercy, Thrash, Balls Up und Für Immer Ein Teil Von Dir: Reminders of Him eher durchweg erbrochen. Na dann: Guten Appetit!
Vom Ehepaar Mona Fastvold und Brady Corbet, gedreht auf 35mm Kodak-Analogfilm, eine historische Geschichte. Was könnte da schief gehen? Gar nicht so viel. The Testament of Ann Lee ist nach Der Brutalist der nächste höchst sehens- und auch hörenswerte Kinofilm des Duos. Und mit Sicherheit einer der Filme, den viele von euch trotzdem verpassen würden, hätten Patrick & Daniel euch nicht lobend darauf hingewiesen.
An Das Drama scheiden sich viele Geister… nur Patrick und Daniel nicht. Sie sind sich einig, dass der Film zwar so hochwertig präsentiert wird, wie von A24 gewohnt. Und ihm doch viel dazu fehlt, mit seinen Grundideen in sich selbst stimmig zu funktionieren.
Zum ersten Mal verweilt die mit 28 Days Later gestartete Reihe von Danny Boyle und Alex Garland von Film zu Film im selben Zeitfenster und erzählt den Vorgängerfilm nahtlos weiter. Und so setzen auch Patrick und Daniel ihre Rezension derselben über 28 Years Later: The Bone Temple in diesem Podcast fort. Mit milden Spoilern der allgemeinen Handlungsverläufe, ohne dabei jedoch zu sehr ins Detail zu gehen.
Im ersten Teil musste Familie Garrity in einen Bunker flüchten, dann kam der Weltuntergang. Greenland 2 schickt sie wieder raus aus der Schutzherberge und erneut auf strapaziöse Suche nach einer neuen Heimat. Alles nun viel größer, teurer produziert und nicht mehr so bodenständig wie noch im Vorgänger, der deswegen deutlich besser ist. Das Sequel macht ein paar Dinge aber auch wieder ganz gut, taugt somit erneut als ordentlicher Katastrophenfilm für zwischendurch.
Vater Joseph Jackson wird im biografischen Musikfilm Michael als profitgetriebener Geschäftsmann gezeigt, der seinen Sohn mehr als Zugpferd fürs Familienunternehmen wahrgenommen hat, anstatt zuerst einmal als Menschen. Ganz in diesem Sinne geht auch eine heutige Gruppe von Nachlassverwaltern und noch lebenden Jackson-Familienmitgliedern bei dieser Verfilmung mit dem King of Pop als Kunstfigur um. Im ausführlichen OverExposition-Podcast stellt Daniel (mit Spoilern) aber auch fest, dass Michael Jackson selbst hier wohl so perfekt besetzt wurde, wie das bei kaum einem anderen Biopic überhaupt möglich wäre. Und dass der Kinofilm in Teilen nicht ganz freiwillig genau da aufhört, wo selbst mit Wohlwollen einiges hätte sehr weird werden müssen…
Können Menschen überhaupt noch global zusammenarbeiten, um ihre gemeinsame Existenz zu retten? In Der Astronaut: Project Hail Mary müssen sie das, angesichts der drohenden Auslöschung durch eine Anomalie aus dem All. Aneinander zu verstehen, zu helfen und die Hände zu reichen, wird aber auch weit darüber hinaus im Laufe der großen Weltraummission des Films von zentraler Bedeutung sein. Daniel vergleicht Roman, Hörbuch und Film miteinander in unserem Podcast mit separatem Spoiler-Teil.
Links & Videos zum Podcast
Die Letzte Filmkritik - Meg
Filmmenü u.a. mit Kritik zu Meg 2
Filmmenü u.a. mit Kritik zu 47 Meters Down 2




22 Bahnen ist als Roman schon ungemein erfolgreich gewesen - kein Wunder also, dass auch in unserem Team jemand das Buch zur Verfilmung gelesen hat. Loorie Wutz blickt mit dieser Perspektive auf die deutsche Leinwandadaption von Regisseurin Mia Maariel Meyer, die auch Daniel Pook durchaus gerne im Kino gesehen hat. Dass es grundsätzliche Kritikpunkte an der Handlung an sich gibt, da sind sich unsere beiden im Podcast allerdings ebenso einig.
So sehr Something in the Water sich auf seinen Werbepostern auch versucht als spannender Haifisch-Monsterfilm zu verkaufen - das ist er nun mal überhaupt nicht. Wie einen generisch gefilmten Schwimmkurs inszeniert Hayley Easton Street ihre Hauptfiguren im Meer treibend und sich immerzu gegenseitig anzickend, ungeachtet ihrer lebensbedrohlichen Situation, allein auf hoher See. Und der Hai? Sagt nur sporadisch ab und zu mal kurz “Hi”.
The End We Start From ist vom Setting her ein beklemmend gegenwartsnaher Naturkatastrophenfilm, dessen Buchvorlage bereits 2017 ungewöhnlich starke Regenfälle, damit einhergehend zerstörerisches Hochwasser, als unmittelbare Folge des globalen Klimawandels für uns in Europa hervorgehoben hat. Hier nur eben nicht in Bayern oder NRW, stattdessen wird ein geflutetes London zum Krisengebiet. Mittendrin Jodie Comer als junge Mutter, die sich mit ihrem Lebensgefährten zu den Eltern aufs Land flüchtet. In Ansätzen gelungen, verflacht die britische Kinoproduktion leider weitestgehend zu einer inkonsistenten Selbstfindungsreise.
Horrorfilme auf Basis viral gegangener Hobby-Shorts gab es im Kino schon zuvor - etwa im Falle von Lights Out, ebenso wie hier, sogar vom Regisseur des Originals persönlich. Nur ist bei Night Swim schon die Vorlage gar nicht soooo spannend gewesen und mehr als altbackene Grundelemente von ewig kopierten Klassikern wie The Amityville Horror oder Der Friedhof der Kuscheltiere uninspiriert hinzuzufügen, ist Blumhouse Productions und seinem Filmteam für die Langfassung dann auch nicht mehr eingefallen.
Als regelmäßiges Format hat unser Filmmenü unlängst ausgedient, da wir bewusst wieder häufiger nur einzelne Podcasts zu den Filmen, die uns überhaupt auch wirklich genug Gesprächspotenzial bieten, machen wollen. Kandidaten wie in dieser Ausgabe Expend4bles, Retribution, Doggy Style, Joy Ride, My Big Fat Greek Wedding 3, Meg 2, The Nun II, Joy Ride - The Trip und A Haunting in Venice enthalten zu wenig Substanz für eine sinnvolle Rezension nach unseren Vorstellungen - und dass es sich dabei größtenteils um Fortsetzungen ohnehin schon mauer Vorgängerfilme handelt, ist sicherlich kein Zufall. Hier gibt’s deswegen jetzt gesammelt Daniels Kurzurteil, das eher als schnelle Erklärung dafür dienen soll, weshalb uns diese Filme für einen eigenen “Die Letzte Filmkritik”-Podcast nicht interessant genug erschienen und ihr manche von ihnen pauschal einfach lieber meiden solltet.
Haben Schönheit und Gespür für Ästhetik im Kino noch eine Zukunft? Nicht, wenn wir unseren Kindern weiterhin Filme wie Walt Disneys Real-Remake von Arielle, die Meerjungfrau zeigen! Daniel erklärt im Podcast, weshalb die Neuverfilmung des Zeichentrickfilms auf ganzer Linie scheitert.
Zwei junge Leute in einem Ferienhaus am trügerischen Strand… wären wir bei unserer Aufnahme sicherlich selber gerne gewesen. Leider sind wir nach wie vor nur Patrick und Daniel, die sich beim geteilten Urteil über den Horrorfilm The Beach Haus im debattierfreudigen Filmkritik-Podcast wenig eitel Sonnenschein gönnen.
In Underwater wird Kristen Stewart auch ohne Teenager-Romanze feuchter als in jedem Twilight-Film… und die Zähne der Monster im Film sind außerdem bedeutend größer.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü mit zwei isolierten Männern, Striptease, Lebenslügen und Drama vor dem Mikrofon. Aber genug von uns, hier soll es ja um die gesichteten Filmstarts der Woche gehen.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü, das mit einer Kinderserien-Adaption herrlich bizarr überrascht, uns in beklemmenden Unterwasserhorror entführt und bei Netflix zwischen zwei Farne schauen lässt.
Crawl braucht ein Weilchen, um sich als nicht ganz ernst zu nehmender Monsterfilm mit unterhaltsamen Schnappmomenten zu positionieren - ist dann aber umso bissiger!
Es ist angerichtet… zu einem Blockbuster-Filmmenü, wie es angesichts unserer erst kürzlich gestarteten Podcast-Serie bisher seinesgleichen sucht. Und das noch nicht mal im Sommer, sondern zur Weihnachtszeit. Mit schmackhaften Meeresfrüchte und dennoch kein Festessen.
Was haben wir geschimpft, ungläubig mit dem Kopf geschüttelt und irgendwann auch etwas hämisch gelacht. Das war, als Justice League ins Kino kam und erstmals Aquaman in voller Haarpracht zeigte. Der kriegt nun seinen eigenen Film und wir… FEIERN IHN!
"Ins Kino rein, aus dem Kino raus... FISCHKUTTER!" - So würden Patrick aus Hürth und Daniel ihr Urteil über den Monsterhaifischfilm Meg mit Jason Statham formulieren, wären sie der Rapper Haftbefehl.
Fantastische Märchen für Erwachsene und das Flair klassischen Filmhandwerks haben Regisseur Guillermo del Toro bekannt gemacht. Mit The Shape of Water kommt er wieder sehr nahe an die Qualität des trotzdem weiterhin unerreichten Pan's Labyrinth heran, finden Patrick aus Hürth & Daniel.
Wir wollen nicht Meer. Im fünften Pirates of the Caribbean gehen sowohl Johnny Depp als auch Handlung, Humor und Spaßfaktor im langweiligen Neuaufguss alter Serienmomente baden.
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Dieser Podcast wurde von Daniel in unserem Studio in Berlin aufgenommen.


