Anaconda - Beißt sich selbst in den Schwanz
Viele Jahre nach dem hauseigenen Trash-Versuch, mit Lake Placid vs. Anaconda noch die letzten Dollars und Euros aus dem hauseigenen Riesenschlangen-Franchise zu quetschen, probiert Sony Pictures es jetzt noch einmal als selbstironisch gemeinte Komödie mit Jack Black, Ice Cube und Paul Rudd. Das Ergebnis ist schlicht langweilig und hätte problemlos als müdes Anaconda-Spin-Off der ohnehin längst ebenso blöd gewordenen Jumanji-Fortsetzungen durchgehen können.
Originalbild: Anaconda / © Sony Pictures (2025)
Daniel spoilert in diesem Podcast ohne Vorwarnung nichts wesentliches oder überraschendes, was nicht schon aus Trailern vorab ersichtlich geworden ist..
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Kurzfassung des Podcasts über Anaconda als Text:
Selbstironischer Klamauk statt spannendem Creature-Feature: Jack Black spielt im neuen Anaconda von Ende 2025 einen Regisseur, Paul Rudd seinen Schauspieler-Freund; gemeinsam wollen sie ein Remake drehen, landen im Dschungel und treffen auf eine echte Riesenschlange.
Der reichlich überflüssige Film hangelt sich durch ausgelutschtes Rumgealber, wirkt oft wie einfallslose Improvisation und verfehlt beide Modi—als Komödie zu selten witzig, als Monsterfilm nie furchteinflößend. Die meist albern dargestellte Schlange, der generische Hochglanz-Look und das seelenlose Timing verstärken den Eindruck eines missglückten Studio-Projekts; Regisseur Tom Gormican findet weder satirischen Biss noch eine konsequente Form (sein The Unbearable Weight of Massive Talent fand Daniel auch schon überschätzt). Eine Schlusseinblendung, Sony habe den Film am liebsten verhindern wollen, wirkt angesichts des Gesamtwerks fast ernst gemeint.
Im Vergleich zur 1997er-Trash-Vorlage Anaconda gibt’s nicht einmal ein „So schlecht, dass es Spaß macht“-Siegel als eingeschränkte Empfehlung. Dn Neuen auslassen, wenn überhaupt den Alten für unfreiwilligen Humor wiedersehen. Ist lustiger.
Autor: Daniel Pook
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Dieser Podcast wurde von Daniel Pook in unserem Studio in Berlin aufgenommen.


