Maria Reiche: Das Geheimnis der Nazca-Linien - Wie gemacht für eine Doku
Maria Reiche war eine beeindruckende Frau, die einen Großteil ihres Lebens der Wiederentdeckung, dem Verständnis und Erhalt der Nazca-Kunstwerke im Wüstensand von Peru gewidmet hat. Dieser Film über sie kann das leider überhaupt nicht ebenso eindrucksvoll transportieren. Das Geheimnis der Nazca-Linien hätte sich besser geeignet, um mit seinen Schauspieler*innen vereinzelte biografische Szenen für eine klassische Doku darzustellen.
Originalbild: Maria Reiche - Das Geheimnis der Nazca-Linien © Tobis (2025)
Aufgrund der historischen Begebenheiten hinter diesem Film, erübrigt sich die Spoilerwarnung.
Links & Videos zur Filmkritik
Wikipedia über die Nazca-Linien
Wikipedia über Maria Reiche
MDR Wissen über Maria Reiche




Vlogger über das heutige Ansehen von Maria Reiche in Peru:
Daniels Filmkritik zum Maria-Reiche-Film als Text kurzgefasst:
Die enorm ereignisreiche Lebensleistung von Maria Reiche - Vermessung, Schutz und Sichtbarmachung der Nazca Linien, mit vielen bemerkenswerten Begleitumständen - bleibt hier seltsam faszinationslos: Das Geheimnis der Nazca-Linien reiht als Langfilm sterile Nachstellungen wie Vignetten aneinander, liefert wenig Kontext zu Zeit, Ort und Beziehungen; verfehlt die Faszination des Stoffes, den Reiche buchstäblich mit Händen freilegte.
Geschauspielt ist das ordentlich, aber ohne Sog. Erst späte Wüstenszenen deuten mit Eleganz und Weite viel zu kurz an, was möglich gewesen wäre. Als Begleitbilder in einer handfesten Doku wären die besseren Szenen dieses enttäuschenden Films gut aufgehoben, als eigenständiges Kino ist das zu fad gefilmt und zu dünn erzählt.
Wer verstehen will, warum Reiche bis heute verehrt und wichtig ist, findet genügend ergiebigere Quellen über jene wahre Ikone der Archäologie und kann sich diesen Spielfilm entsprechend ohne Verlust gleich sparen.
Autor: Daniel Pook
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Dieser Podcast wurde von Daniel Pook in unserem Studio in Berlin aufgenommen.


