The Negotiator - Schwaches Ende unverhandelbar
The Negotiator hätte besser auch in Deutschland seinen Originaltitel Relay beibehalten sollen. Daniel wäre außerdem lieber gewesen, würde es sich hierbei um einen Thriller mit Fokus auf die dann namensgebende Telefonzentrale handeln. Nach vielversprechendem Beginn mit einigen spannenden Ideen, viel Potenzial mal ein etwas anderer Agenten- und Spionagefilm zu werden, rutscht das Werk von Regisseur David Mackenzie ab der Mitte in einen unspannenden, leider auch ziemlich blöd konstruierten B-Movie-Plot ab.
Originalbild: Relay © Roadshow Films (2024)
Wir bemühen uns, in diesem Podcast nichts unnötiges oder überraschendes im Detail zu spoilern.
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Daniels Filmkritik zu The Negotiator als Text kurzgefasst:
Ein neutraler Telefondienst, der eigentlich als Hilfe für Menschen mit körperlicher Einschränkung gedacht ist, dient als anonymisierendes Kommunikationsmittel für einen Zwischenhändler, der Deals mit Verbrechern, Verhandlungen über sensible Daten und auch Kompromisse mit Whistleblowern jenseits der staatlichen Gerichtbarkeit abwickelt.
Heikle Verhandlungen, für die The Negotiator, so tauft ihn der Filmtitel. Der wie ein klassischer Spion vorgehen und stets seine Identität geheim halten muss. Operatoren wie er halten strikte Protokolle ein, was der Film zuerst präzise, glaubwürdig, spannend darlegt. Jedoch nur im ersten Drittel der Handlung.
Statt die vielversprechend angelegte Grundidee im Zentrum zu behalten, kippt der Film in einen herkömmlichen Agententhriller mit dämlichen Charakterentscheidungen und lächerlichem Ende. Ab der Mitte häufen sich vorhersehbare Wendungen und höchst unplausibles Handeln der Hauptfigur. Zuvor sorgfältig aufgebaute Authentizität bricht völlig weg, das Finale wirkt wie angeflanscht. Als Szenario stark, als Thriller dünn. Für einen belanglosen Nachmittag im Heimkino taugt das - bei gesenkten Erwartungen - gerade noch so.
Autor: Daniel Pook
The Negotiator hätte besser auch in Deutschland seinen Originaltitel Relay beibehalten sollen. Daniel wäre außerdem lieber gewesen, würde es sich hierbei um einen Thriller mit Fokus auf die dann namensgebende Telefonzentrale handeln. Nach vielversprechendem Beginn mit einigen spannenden Ideen, viel Potenzial mal ein etwas anderer Agenten- und Spionagefilm zu werden, rutscht das Werk von Regisseur David Mackenzie ab der Mitte in einen unspannenden, leider auch ziemlich blöd konstruierten B-Movie-Plot ab.
Ein alternder Filmstar verliert zunehmend das Bewusstsein dafür, wo seine ikonische Rolle als klassischer Geheimagent aufhört und sein tatsächliches Leben im Ruhestand anfängt. Nur ist Reflet dans un Diamant Mort (Originaltitel) keine der üblichen Komödien mit so einem Thema, sondern ein audiovisuell stimulierender, manchmal verwirrend zusammenfließender Arthouse-Trip, bei dem auch Zuschauer schnell ihren Verstand verlieren können. Im ganz positiven Sinne!
Tom-Cruise-Action-Man, der atemberaubende Stunts immer selbst durchführt, ist ausgerechnet mit seinem (vorerst, vermeintlich, eventuell) letzten Mission: Impossible als Ethan Hunt tatsächlich böse abgestürzt! Nicht bei seiner wieder mal sehr waghalsigen Flugzeugkletterei, sondern was die Qualität des Films The Final Reckoning anbelangt. Insbesondere nach dem spektakuläreren Dead Reckoning erst vor ein paar Jahren, wirkt dessen Finale nun wie ein halbgar zusammengeflicktes, langatmiges Restprojekt, das seine zwei großen Ereignismomente trotz Überlänge nicht spannend oder erzählerisch schlüssig zu verbinden weiß. Es ist dieser eine Film zu viel in einer auf acht Teile aufgeblähten Reihe, die schon zwei Ausgaben vorher mit Fallout ihren Höhepunkt erreicht hatte.
Agenten, die sich gegenseitig verdächtigen, aber auch miteinander befreundet und vereinzelt sogar verheiratet sind. Sie arbeiten in verschiedenen Spezialbereichen, sind es gewohnt sich nicht immer gegenseitig alles erzählen zu dürfen. Doch mindestens einer von ihnen soll ein Verräter sein! Black Bag von Steven Soderbergh zeigt dies genauso spannend erzählt wie unterhaltsam gespielt.
Es ist (mal wieder) angerichtet… zu einem neuen Filmmenü-Podcast und zur Abwechslung sogar mit ein paar aktuellen Kinotiteln des momentanen Programms. Was The Amateur, The Accountant 2 und Drop: Tödliches Date gemein haben? Sie sind alle auf ihre Art verdammt albern, wenn man nur eine Sekunde zu lang drüber nachdenkt, was einem da eigentlich gezeigt wird. Das ist mal mehr, mal weniger unterhaltsam und meistens eigentlich auch gar nicht gewollt.
15 Filme der Berlinale 2025 rezensieren wir hier in einem heiteren Rutsch mit dem Kaffeemann und Daniel! Aufgelistet bedeutet das Kritiken zu: Kaj ti je deklica, Dreams (jedoch nicht der Gewinnerfilm mit identischem englischen Titel…), Hot Milk, Mickey 17, Reflet dans un diamant mort, Welcome Home Baby, La Tour de Glace, If I Had Legs I’d Kick You, After This Death, Der Kuss des Grashüpfers, Pa-gwa, Magic Farm, Fremde Stadt, Bajo las banderas, el sol & Delicious. Auch Heldin haben wir übrigens beim Festival gesichtet, über den sprechen wir jedoch erst sehr bald, zum regulären deutschen Kinostart.
“Bei Matthew Vaughn muss irgendetwas kaputt gegangen sein.”, spekuliert Daniel aufgrund des entsetzlich schlechten Argylle, der jetzt im Kino angelaufen ist. Wer dachte, Kingsman: The Golden Circle sei schon der Tiefpunkt des Regisseurs gewesen, hat sich jedenfalls geirrt.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü zum Vergessen, dessen Portionen größtenteils so wirken als wären sie früher direkt ohne Umwege nur in Videotheken gelandet. Sowohl Role Play als auch The Beekeeper und Wo die Lüge Hinfällt kommen Daniel vor wie ein Abklatsch eines Abklatsches nach dem anderen.
Geradlinige, spannende, handgemachte Action und Gerard Butler sind endlich wieder in Serie zu sehen. Nach dem überraschend gelungenen Plane kann uns Butlers nächster Kino-Auftritt in Kandahar auf ähnliche Weise überzeugen. Mit dem Filmende sind Patrick und Daniel zwar beide nicht glücklich, doch die ereignisreiche und gar nicht mal nur gedankenlos erzählte Fahrt dahin ist euer Kinoticket ihrer Meinung nach durchaus wert.
Mission: Impossible - Dead Reckoning Teil 1 hält mit fantastischer Stunt-Arbeit und hochwertiger Inszenierung das Grundversprechen der Reihe aufrecht, soweit sind Patrick und Daniel sich einig. Dennoch hat der neue Film mit Tom Cruise als Ethan Hunt in unserem Filmkritik-Podcast für eine ausgedehnte Diskussion zwischen den beiden gesorgt.
Es ist angerichtet... zu einem Filmmenü, das im Speisewagen eines japanischen Schnellzugs beginnt. Bullet Train läuft bzw. fährt immerhin als Neustart im Kino, während The Gray Man nur bei Netflix, Cha Cha Real Smooth bei Apple TV+ und das Predator-Prequel Prey exklusiv bei Disney+ erschienen sind. Entsprechend ausführlich thematisieren Patrick & Daniel auch nochmals den aktuellen Stand der aktuell marktführenden Streaming-Anbieter.
Es ist angerichtet... zu einem Filmmenü, auf das sicherlich niemand gewartet hat. Wir auch nicht. Dabei gibt es in unserer bunten Mischung aus Kimi, Sonic the Hedgehog 2, The Lost City, The Contractor und Tiefe Wasser durchaus ein paar zumindest ganz nette Zeitvertreibe.
Sind 163 Minuten wirklich nicht genug Zeit für James Bond, um zu sterben? Das verraten wir erst im Spoilerteil dieser Kritik zum - das zumindest war bereits vorher bekannt - letzten Film mit Daniel Craig als 007 in No Time to Die von True-Detective-Regisseur Cary Joji Fukunaga.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü, dessen Titelzeile voller Kinoneustarts plus eines Netflix-Films mehr Platz einnimmt als dieser zugehörige Teaser-Text.
In Christopher Nolans Tenet holt uns die Zukunft auf unangenehme Weise rückwärts wieder ein und innerhalb des Science-Fiction-Konzepts des Films ist das gar nicht mal so paradox formuliert. Oder vielleicht doch? Um lose aus dem Drehbuch zu zitieren: “Versuchen Sie besser erst gar nicht, es zu verstehen. Glauben Sie einfach dran.”
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü, dessen Neustarts I Still Believe und The Roads Not Taken auf Basis realer Hintergründe viel zu dick auftragen. Artemis Fowl ist auch nicht wirklich gut, aber für Eltern mit Disney+ zumindest ein generischer Kinderzeitvertreib.
Es ist angerichtet zu einem Filmmenü, das sowohl unterhaltsames als auch langweiliges vom Sundance Film Festival 2019 und der Berlinale zu bieten hat. Dazu gesellen sich Plastikfiguren und Gerald Butler.
Bei ihrem ersten eigenen Spin-Off im “Fast & Furious”-Universum machen The Rock und Jason Statham ungefähr so viel Spaß, wie sie Haare auf den Köpfen haben.
Wie sollen uns die Men in Black denn noch vor dem “Abschaum des Universums” beschützen, wenn sie doch inzwischen selber zum absoluten Bodensatz des zeitgenössischen Unterhaltungskinos geworden sind?
Wir nennen diesen Podcast zwar Die Letzte Filmkritik, sind uns aber trotzdem sicher, dass dies nicht der letzte Mission: Impossible gewesen sein wird, den wir rezensieren.
Manche Spatzen tanzen gerne, brechen sich dabei ein Bein und werden anschließend Spion-Prostituierte. Als Film ist die Romanumsetzung Red Sparrow schon an und für sich ein Beinbruch.
Von jetzt an, kann man den Letzten Podcast in zwei Zeitalter einteilen. Die Epoche der bedingungslosen Liebe für Kingsman und die Zeit nach dem Weltuntergang, den Kingsman 2 für eben jene Liebe bedeutet hat.
James Bond trifft auf... Standartenführer Hans Landa. Also Dr. King Schultz. Also Benjamin Chudnofsky. Also sagen wir mal einfach, er trifft auf Christoph Waltz.
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Dieser Podcast wurde von Daniel Pook in unserem Studio in Berlin aufgenommen.


