The Royal Hotel - Albtraumjob im Nirgendwo
Mit The Royal Hotel schafft Regisseurin Kitty Green, viel von der Essenz aus Alex Garlands Horrorfilm Men noch grauenhafter, weil viel realer, als Film basierend auf wahren Begebenheiten zu inszenieren. Eine nervenaufreibende, aber auch unangenehme Zuschauererfahrung.
Originalbild: The Royal Hotel / © Neon (2023)
Daniel hält sich in dieser Kritik sehr mit Spoilern zurück.
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OverExposition - Kritik & Interpretation von Men




Stimmungsvoll und gegenwartsnahe glaubhaft baut Zone 3 zuerst sein beklemmendes Überwachungsszenario auf, verspricht darin eine spannende Neo-Noir-Ermittlungsstory zu erzählen - aber ausgerechnet die ist eine große Schwäche dieser Romanadaption, die lieber tatsächlich ihre viel bessere Buchvorlage hätte adaptieren sollen.
Es war der beklemmendste „Was wäre wenn“-Film des Jahres 2025. Und A House of Dynamite ist deswegen so beängstigend, weil er das Szenario eines plötzlichen Nuklearangriffs auf die Vereinigten Staaten, aus Sicht der dortigen Geheimdienst-, Militär- und Politikzentralen, glaubhaft versucht durchzuspielen - letztlich jedoch keine endgültige - oder gar beruhigende - Antwort auf eben jenes “Was wäre wenn” liefern kann.
The Negotiator hätte besser auch in Deutschland seinen Originaltitel Relay beibehalten sollen. Daniel wäre außerdem lieber gewesen, würde es sich hierbei um einen Thriller mit Fokus auf die dann namensgebende Telefonzentrale handeln. Nach vielversprechendem Beginn mit einigen spannenden Ideen, viel Potenzial mal ein etwas anderer Agenten- und Spionagefilm zu werden, rutscht das Werk von Regisseur David Mackenzie ab der Mitte in einen unspannenden, leider auch ziemlich blöd konstruierten B-Movie-Plot ab.
Agenten, die sich gegenseitig verdächtigen, aber auch miteinander befreundet und vereinzelt sogar verheiratet sind. Sie arbeiten in verschiedenen Spezialbereichen, sind es gewohnt sich nicht immer gegenseitig alles erzählen zu dürfen. Doch mindestens einer von ihnen soll ein Verräter sein! Black Bag von Steven Soderbergh zeigt dies genauso spannend erzählt wie unterhaltsam gespielt.
Es ist (mal wieder) angerichtet… zu einem neuen Filmmenü-Podcast und zur Abwechslung sogar mit ein paar aktuellen Kinotiteln des momentanen Programms. Was The Amateur, The Accountant 2 und Drop: Tödliches Date gemein haben? Sie sind alle auf ihre Art verdammt albern, wenn man nur eine Sekunde zu lang drüber nachdenkt, was einem da eigentlich gezeigt wird. Das ist mal mehr, mal weniger unterhaltsam und meistens eigentlich auch gar nicht gewollt.
Es ist angerichtet… zum nächsten Filmmenü voller nachgeholter Rezensionen, zu denen sich aber auch ein aktueller Kino-Release dazugesellt. Die beiden neusten Filme mit Jack Quaid in einer Hauptrolle wollte Daniel hier nämlich direkt hintereinander besprechen. So hört ihr ihn nach seiner Meinung zu Captain America: Brave New World auch über Companion: Die Perfekte Begleitung, Mr. No Pain (aka Novocaine), The Critic und Flight Risk referieren.
Tag 2 & 3 beim Göteborg Film Festival 2025 fassen wir in dieser längeren Podcast-Folge abendlich am Küchentisch in Schweden zusammen. Brobert & Daniel haben nämlich einiges gesehen. Mond aus Österreich und September 5 als deutsche Produktion waren dabei die stärksten Filme, dicht gefolgt von Joshua Oppenheimers The End. Presence von Steven Soderbergh und Desert of Namibia wussten nur bedingt zu überzeugen, während uns Sanatorium Under the Sign of the Hourglass erbarmungslos hat einschlafen lassen.
Konklave, der neue Film des deutschen Regisseurs Edward Berger (Im Westen Nichts Neues), überzeugt mit starker Inszenierung seines Vatikan-Settings und vielen spannenden Richtungswechseln, mit denen ein Krimi, ein religiöses Politdrama und gar noch etwas ganz anderes um das Ereignis einer Papstwahl herum gestrickt wird.
Nach Disneys Vorbild bringen auch HBO und Warner Bros. jetzt nacheinander ein paar Spin-Off-Serien zu ihren beliebtesten Kinofilmen heraus. Bei uns erscheinen sie wie gewohnt bei Sky. The Penguin ist als Ableger von Matt Reeves' The Batman würdig produziert, gut geschrieben und Colin Farrell als Gotham-Ganove im Mittelpunkt wieder sehenswert. Hätte es die Miniserie nicht gegeben, würden wir sie aber wohl kaum groß vermissen.
Es ist angerichtet… zu einem Doppelmenü mit zwei Neuverfilmungen, die zwar nicht viel miteinander zu tun haben, aber von Daniel beide dasselbe Urteil bekommen: “Guckt lieber (noch mal) die Originale!” - Weder The Crow noch Speak No Evil können jeweils im Schatten ihrer Vorgängerversionen ihre eigene Existenz rechtfertigen. Bill Skarsgård als Krähe wäre wohlgemerkt selbst dann nicht sehenswert, wenn es nie eine andere Filmadaption des düsteren Comics gegeben hätte.
Trap ist bis zur Hälfte der vielversprechendste Film von M. Night Shyamalan seit langem - auch weil er süffisant damit spielt, dass Zuschauende hier eigentlich einem brutalen Serienmörder die Daumen drücken sollen. Lange machen wir das gerne - auch wegen dem höchst passend besetzten Josh Hartnett. Bis der unterhaltsame Thriller auf einmal, etwas dümmlich konstruiert, zum allzu aufdringlichen Showcase für die singende Tochter des Regisseurs verkommt.
Als I.S.S. 2021 gefilmt wurde, war das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen noch wesentlich unbelasteter als zum heutigen Zeitpunkt, zu welchem der Science-Fiction-Film nun Mitte 2024 in deutschen Kinos angelaufen ist. Und das Drehbuch war zuvor sowieso bereits eine ganze Weile länger in Umlauf. Trotz des gegenwartsnahen Settings auf der Internationalen Raumstation, bei dem sich Astro- und Kosmonauten im All mit dem Ausbruch eines irdischen Nuklearkriegs konfrontiert sehen, überzeugt die visuell gelungene Produktion nicht als interessantes “Was wäre wenn…”-Szenario.
Schon Karen Dionnes Romanvorlage The Marsh King’s Daughter hatte nur noch reichlich wenig mit der gleichnamigen Geschichte von Hans Christian Andersen zu tun. Da ihr Buch 2017 aber immerhin vom Suspense Magazine zur besten Neuveröffentlichung des Jahres gewählt wurde, wollen wir einfach mal glauben, dass ihr Werk der Verfilmung von Regisseur Neil Burger etwas sehr wichtiges voraus hat. Der hierzulande mit Das Erwachen der Jägerin betitelten Adaption fehlt es nämlich komplett an jeglicher Form von Spannung.
Aus einem Selbsthilfebuch wurde ein Kultfilm für viele (tendenziell eher amerikanische) Teenager, auf dem ein Musical basiert, das jetzt wie ein Remake des Originals von 2004 neu verfilmt im Kino startet. Mean Girls: Der Girls Club unterhält in seinen besten Momenten kurzweilig, hätte aber noch viel mehr an die heutige Zeit gut zehn Jahre später angepasst werden müssen.
Mit The Royal Hotel schafft Regisseurin Kitty Green, viel von der Essenz aus Alex Garlands Horrorfilm Men noch grauenhafter, weil viel realer, als Film basierend auf wahren Begebenheiten zu inszenieren. Eine nervenaufreibende, aber auch unangenehme Zuschauererfahrung.
Alle Vorzeichen standen auf eher mauem Durchschnittsfilm und die meisten anderen Filmkritiken haben Catch the Killer auch nicht unbedingt so gut dastehen lassen... wie Patrick und Daniel ihn jetzt finden. Für uns ist der Cop-Thriller von Damián Szifron mit Shailene Woodley und Ben Mendelsohn eine echte Überraschung und das geglückte Comeback eines gar nicht mehr so häufig belieferten Genres.
Wenn wir die Equalizer-Trilogie als Gesamtwerk beschreiben würden, wäre Teil zwei tatsächlich der ausbalancierte Mittelpunkt zwischen dem ersten Film und dem nun im Kino erschienenen Abschluss der Reihe. Denn ja, The Equalizer 3 - The Final Chapter ist mal wieder diese eine blöde Fortsetzung zu viel des Guten.
Es mutet wie ein typischer Film der anfänglichen 2000er Jahre an, jedoch eher wie einer direkt für die Videothek. Mit Hypnotic hat sich Robert Rodriguez ganz offensichtlich als Christopher Nolan versuchen wollen, sich aber zwischen dem Blockbuster Inception und dem Low-Budget-Meisterwerk Memento nicht so recht entscheiden können. Das Ergebnis ist kein guter Kinofilm, aber ein unterhaltsamer Snack für kurze Streaming-Nachmittage.
Es ist angerichtet... zu einem Filmmenü, das in einem Rutsch reinen Tisch mit einer Menge Neustarts vergangener Wochen macht. Ganz neu im Kino läuft bzw. fliegt Shazam: Fury of the Gods, schon etwas länger slasht Scream zum sechsten Mal und Adam Driver reist 65 Millionen Jahre in die Vergangenheit. Steven Spielberg romantisiert in Die Fabelmans unerträglich seine Jugendjahre und What’s Love Got to Do With It verwirrt bereits nur mit seinem Titel. Anything else Missing? Exactly.
Es ist angerichtet... zu einem Filmmenü, auf das sicherlich niemand gewartet hat. Wir auch nicht. Dabei gibt es in unserer bunten Mischung aus Kimi, Sonic the Hedgehog 2, The Lost City, The Contractor und Tiefe Wasser durchaus ein paar zumindest ganz nette Zeitvertreibe.
Er ist düster, er ist Noir, er ist rundum gelungen und - ganz wie es der Titel verspricht - zeigt er wirklich THE Batman. Matt Reeves inszeniert Robert Pattinson als den Dunklen Ritter, der nun endlich auf der großen Leinwand mal wirklich als World’s Greatest Detective gezeigt wird. Mit The Batman gelingt es ihm, eine Mischung aus Tim Burtons und Christopher Nolans Versionen mit Elementen aus Sieben, Saw, Watchmen, Sin City und True Detective anzureichern, dabei aber auch Batmans Comic-Ursprünge nicht zu vernachlässigen.
Diesen fünften Scream-Film hätte niemand gebraucht und das Slasher-Genre funktioniert heutzutage ohnehin nicht mehr so gut wie in längst vergangenen Jahrzehnten. Während Patrick & Daniel sich bis hier her noch einig sind, so hat einer der beiden trotzdem irgendwie Spaß am neuen Scream 5 gefunden… und der andere bloß Hass.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü mit überraschender Zutat: Würmer in Sand! Oder hättet ihr uns zugetraut, dass wir Denis Villeneuves Dune nicht als einzelnen Podcast rezensieren? Keine Sorge, kommt noch, wenn Patrick ihn auch gesehen hat. Daniel gibt hier vorerst alleine sein spoilerfreies Kurzfazit zur Sci-Fi-Romanadaption ab, zersägt den neuen Saw-Film Spiral, ist dann wieder mit Patrick gemeinsam schockiert von Jolt und durch die Kilmer-Doku Val interessiert zum unerwarteten Grübeln angeregt.
Dass der im März 2003 gestartete Zweite Irakkrieg vor der Weltöffentlichkeit unter falschen Tatsachen rechtfertigt wurde, ist inzwischen allgemein bekannt. Official Secrets zeigt auf Basis wahrer Begebenheiten, wie eine Whistleblowerin die britische Beteiligung an diesem Krieg erst vergeblich verhindern wollte und dann um ihre eigene Freiheit kämpfen musste.
Lassen Filmtitel und die ersten Minuten noch das übliche, schon so oft gesehene Rassismusdrama rund um amerikanische Polizisten und Gangs in Problemvierteln erwarten, wird Black & Blue doch schnell zum spannenden Actionthriller-Geheimtipp, dessen Stärken uns sehr an Training Day oder auch The Equalizer erinnern.
In einem sind Patrick & Daniel sich einig: The Report zeigt akkurat anhand wahrer Geschehnisse, wie zermürbend es besonders in den USA mitunter sein kann, politisches Recht demokratisch durchzusetzen - und was jene dafür auf sich nehmen müssen, die genau dafür kämpfen. Diskutiert wird jedoch über die Frage, ob das alleine in diesem Fall für Zuschauer über zwei Stunden lang spannend genug erzählt wird.
Falls die Filmtitel Unbreakable, Split & Glass in dieser Reihenfolge den Karriereverlauf von Regisseur M. Night Shyamalan symbolisieren sollen und er das sogar von Anfang an genau so geplant hat… ist der Mann vielleicht doch genial. Patrick & Daniel kann das im Spoiler-Rückblick auf die Filmtrilogie jedoch nicht wirklich trösten.
Ob wirklich alle Beteiligten beim Dreh von Nur ein kleiner Gefallen wussten, ob sie da an einer Komödie, einem Thriller oder einem Familiendrama arbeiten? Der Mix von Paul Feig ist zumindest unfreiwillig komisch geworden.
Wenn Kinder heutzutage verschwinden, suchen Eltern sie in erster Linie online. So zumindest zeigt es uns Searching und nutzt Browser, Desktops sowie Apps als Bühne seiner Geschichte.
Hitman mit moralischen Grundsätzen, Lyft-Taxifahrer und Hobby-Wohltäter. In The Equalizer 2 beweist Denzel Washington unter der Regie von Buddy Antoine Fuqua, dass packendes Actionkino auch heutzutage noch ein rundum gelungener Film sein kann.
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Dieser Podcast wurde von Daniel in unserem Studio in Berlin aufgenommen.


