Jay & Silent Bob Reboot - Ausgelutschter Stiefel?
Kevin Smith gibt ein mehrfaches View-Askewniverse-Filmcomeback als meistens stummer Kiffer im langen Mantel, Parodie seiner selbst und zugleich realer Regisseur von Jay & Silent Bob Reboot. Zeit auch für Patrick & Daniel, nach längerer Pause, ein Comeback in der Letzten Filmkritik hinzulegen.
Wir spoilern im Podcast nicht über den offiziellen Trailer hinaus, der sogar viel mehr verrät als unsere eher allgemein formulierte Filmkritik.
Originalbild: Jay & Silent Bob Reboot / © Smodcast Pictures (2020)
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Die Letzte Filmkritik - Peppermint
Die Podcasts von und mit Kevin Smith












Besonders bei Sundance war die Midnight-Sektion für uns während vergangener Festival-Besuche immer eine verlässliche Goldgrube. Nicht so 2026, denn dieses Jahr erlebte Daniel ausgerechnet in dieser Kategorie zwei seiner größten Enttäuschungen des Programms. Die blutige Kindersendungs-Parodie Buddy ist zwar immerhin noch kurzweilig erträglich, der Podcast-Horrorfilm Undertone von A24 hingegen langweilt auf allen Ebenen. Außerdem hat auch die Berlinale 2026 mit Nightborn (Yön Lapsi) und Sleep No More (Monster Pabrik Rambut) zwei nicht so begeisternde Genre-Beiträge zu diesem Filmmenü-Podcast der Festival-Horror-Flops beigesteuert.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü mit ausnahmsweise mal durchweg nur guten bis sehr guten Filmen vom Jahresende 2025, über die Daniel nun Anfang 2026 noch mal kurz aneinandergereiht etwas zu sagen hat: Die My Love, Eddington, The Change (aka Anniversary) und Sentimental Value.
Viele Jahre nach dem hauseigenen Trash-Versuch, mit Lake Placid vs. Anaconda noch die letzten Dollars und Euros aus dem hauseigenen Riesenschlangen-Franchise zu quetschen, probiert Sony Pictures es jetzt noch einmal als selbstironisch gemeinte Komödie mit Jack Black, Ice Cube und Paul Rudd. Das Ergebnis ist schlicht langweilig und hätte problemlos als müdes Anaconda-Spin-Off der ohnehin längst ebenso blöd gewordenen Jumanji-Fortsetzungen durchgehen können.
Hätten Ti West und die South-Park-Schöpfer nicht lieber dieses Remake von The Toxic Avenger als Teamarbeit machen können? Was die nämlich sowohl stilistisch als auch inhaltlich daraus vermutlich gemacht hätten, wäre wohl wirklich im Geiste des Troma-Kultfilms von 1984 gewesen. Stattdessen gibt's jetzt einen Film mit der Halbwertszeit eines Halloween-Kostüms für ein paar Hollywoodstars.
Liam Neeson startet zeitnahe mit Adam Sandlers Comeback als golfspielender Hockeyspieler Happy Gilmore seinen ersten Einsatz als Frank Drebin jr. im neuen Teil von Die Nackte Kanone. Dass überhaupt eine der beiden Komödien sowohl Patrick als auch Daniel in Die Letzte Filmkritik für sich gewinnen konnte, war vorher nicht abzusehen. Auch beim anderen Film sind sie sich einig - der ist jedoch einfach nur entsetzlich.
Es ist nicht alles Gold (oder Silber), was auf der Berlinale einen Bären gewinnt. Mit dem Jury-Preis hatte uns das Festival Anfang des Jahres auf Das Imperium (Original: L’Empire) neugierig gemacht. Ein noch abgedrehteres Spaceballs aus Frankreich, das Außerirdische in einem kleinen Dorf mit Lichtschwertern und nackten Körpern einen interstellaren Krieg austragen lässt? Gerne doch. Leider wandert die Sci-Fi-Parodie von Bruno Dumont allzu schnell in die alberne Blödel-Ecke und ein paar wenige gute Ideen haben wir woanders längst besser gesehen.
Deadpool & Wolverine krempelt das Marvel Cinematic Universe nicht wirklich so bahnbrechend um, wie es viele Fans im Vorfeld erwartet beziehungsweise erhofft haben. Dafür wird das Duo immerhin von sehr vielen unterhaltsamen Gastauftritten flankiert, mit denen wiederum bestimmt niemand gerechnet hätte. In Summe ist das alles irgendwie nur ganz ok und funktioniert als Fan-Event für Marvel-Insider weitaus besser, als dass es ein tatsächlich guter Film wäre.
“Bei Matthew Vaughn muss irgendetwas kaputt gegangen sein.”, spekuliert Daniel aufgrund des entsetzlich schlechten Argylle, der jetzt im Kino angelaufen ist. Wer dachte, Kingsman: The Golden Circle sei schon der Tiefpunkt des Regisseurs gewesen, hat sich jedenfalls geirrt.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü, dessen Zutaten nicht nur in Kombination miteinander unvorteilhafte Geschmacksverirrungen bereithalten. Während Free Guy, Snake Eyes: G.I. Joe Origins und Promising Young Woman schon an ihren Ansätzen scheitern, bekommt zumindest Escape Room 2 seine einfache Prämisse viel besser hin als der direkte Vorgänger.
Kevin Smith gibt ein mehrfaches View-Askewniverse-Filmcomeback als meistens stummer Kiffer im langen Mantel, Parodie seiner selbst und realer Regisseur von Jay & Silent Bob Reboot. Zeit auch für Patrick & Daniel, nach längerer Pause, ein Comeback in der Letzten Filmkritik hinzulegen.
Von den Oscar-Kandidaten 2020 ist neben Little Women eine weitere Romanadaption auch in unseren Empfehlungen gelandet, die nicht unterschiedlicher sein könnte. Jojo Rabbit zeigt eine Parodie des Nationalsozialismus aus Sicht eines reichlich naiven 10-jährigen, dessen imaginärer Freund ein miserabler Führer ist.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü, das sich vom Zweiten Weltkrieg über Leonard Cohen bis zu Untoten im Weißen Haus und Folter bei den US-Geheimdiensten erstreckt. Am besten gefällt uns diese Woche dann aber doch Corinna Harfouch im deutschen Überraschungsfilm Lara.
Es ist angerichtet zu einem Filmmenü, das sowohl unterhaltsames als auch langweiliges vom Sundance Film Festival 2019 und der Berlinale zu bieten hat. Dazu gesellen sich Plastikfiguren und Gerald Butler.
Reizt euch Udo Kier als Echsen-Hitler, der auf einem T-Rex eine Mondbasis angreift? Selbst dann genügt es wohl, einfach nur den Trailer mit eben dieser Szene aus Iron Sky: The Coming Race anzusehen - und nicht ins Kino zu gehen.
Ryan Reynolds kehrt in seine karriererettende Rolle zurück, deren überraschender Erfolg das Prädikat R-Rated wieder ins Blickfeld der großen Hollywoodstudios gerückt hat. Wie die Katanas seine Widersacher, teilt das Sequel von Deadpool unsere Meinungen im Podcast.
Die schlimmen Befürchtungen nach den Trailern haben sich nicht bewahrheitet, Jumanji: Welcome to the Jungle macht auch ohne Brett kurzweilig Spaß.
Von jetzt an, kann man den Letzten Podcast in zwei Zeitalter einteilen. Die Epoche der bedingungslosen Liebe für Kingsman und die Zeit nach dem Weltuntergang, den Kingsman 2 für eben jene Liebe bedeutet hat.
„Es war eine gute Entscheidung, diesen Kinofilm genauso zu machen. Allein für die Outtakes hat sich der ganze Aufwand schon gelohnt!“, sagt Bully selbst über sein neues Werk. Stimmt sogar fast! In unserer Pressevorführung hat tatsächlich nur während der Outtakes wirklich jemand laut gelacht.
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Dieser Podcast wurde von Patrick aus Hürth in Hürth & Daniel in Berlin aufgenommen.


