Mortal Engines - Steampunk mit Motorschaden
Peter Jackson produziert den Auftakt einer Fantasy-Steampunk-Romanadaption, die im Kino wohl eher nicht mehr fortgesetzt wird. Mortal Engines wird am Ende wahrscheinlich nur viel Geld verbrannt haben, aber die Motoren gehen trotzdem früh aus.
Da der Film auf einer populären Buchreihe basiert, spoilern wir grob beschrieben auch weniger überraschende Ereignisse aus dem fortgeschrittenen Handlungsverlauf, ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen.
Originalbild: Mortal Engines / © Universal Pictures (2018)
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Während sich fast alle anderen Kritiker dieser Welt in ihrem euphorisch positiven Gemeinschaftsurteil über Christopher Nolans Homer-Adaption Die Odyssee freudentränend in den Armen liegen, herrscht ausgerechnet beim sonst so häufig einigen Duo Daniel Pook und Patrick aus Hürth Unstimmigkeit über eben selben Film.
Es hat Daniels gesamtes Leben lang gedauert, dem alten He-Man-Realfilm von 1987 einen neuen Versuch folgen zu lassen, Masters of the Universe mit echten Schauspielern wieder ins Kino zu bringen. Die moderne Adaption des Spielzeug- und Zeichentrickserien-Universums rund um den schwertschwingenden Helden, der “Ich habe die Kraft” ruft, orientiert sich näher an den Wurzeln des Franchises als noch zuvor der Film mit Dolph Lundgren. Und ist deswegen umso frustrierender, weil sie diese Linie dann doch ganz und gar nicht durchzieht.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü, das 2x2+4 auftischt. Denn nachdem Patrick und Daniel die Sequels Mortal Kombat 2 und Der Teufel Trägt Prada 2 durchgesprochen haben, wird über Mercy, Thrash, Balls Up und Für Immer Ein Teil Von Dir: Reminders of Him eher durchweg erbrochen. Na dann: Guten Appetit!
Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet dem in Monster so vernarrten Regisseur Guillermo del Toro mit seinem Frankenstein kein monsterguter Film gelingen würde? Anstatt einer spannenden eigenen Interpretation, sehen wir bei Netflix nur eine teuer produzierte, uninspiriert vereinfachte Neuerzählung, die sich ziemlich unnötig über zweieinhalb Stunden erstreckt und dafür nie genug fasziniert oder fesselt.
Hervorragend ausgestattet, stark besetzt, mit wunderbarer Musik und oft wirklich schön anzusehen… doch irgendwie leider auch ganz schön langweilig. Auf der Berlinale 2025 haben wir Herz aus Eis noch als La tour de glace bzw. The Ice Tower kennengelernt, mit deutschem Titel wird der unbefriedigend zähe Märchenfilmset-Albtraum jedoch natürlich nicht plötzlich spannender.
Christian Ditter schafft mit seiner Neuverfilmung des Romans Momo, woran andere meistens scheitern: Eine märchenhafte Geschichte modern neu interpretieren, sogar mit Sci-Fi-Elementen und Gegenwartstechnik angereichert, dennoch Geist und Kernaussagen von Michael Endes Originalvorlage dabei treu zu bleiben. Kein Muss für Erwachsene, für Puristen des Originals eventuell sogar ungenießbar - aber in Daniels Augen ein spannender Kinderfilm mit wichtigen Aussagen, den seine junge Zielgruppe unbedingt gesehen haben sollte.
Drachenzähmen Leicht Gemacht hat zwei neue (erwachsene) Fans hinzu gewonnen, die sich bisher tatsächlich nie wirklich für die Dreamworks-Animationsfilme haben erwärmen können. Das neue Real-Remake von Teil 1 hat Loorie und Daniel dann aber doch interessiert und als spannend inszenierter Familienspaß sogar richtig abgeholt. Überrascht waren wir außerdem hinterher, zu sehen, wie nahe sich die Neuverfilmung einfach an seine ohnehin schon gute 3D-Vorlage gehalten hat. Walt Disney sollte sich davon ruhig mal eine Scheibe abschneiden…
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü-Podcast über mythische Wesen, ein Westerndrama mit realer Tragödie und eine blutige Origin-Story von Micky Maus, die nicht von Walt Disney stammt. Oder anders gesagt: Daniels Kurzkritiken zu Rust: Legende des Westens, Die Legende von Ochi, Death of a Unicorn und Screamboat.
Es ist schon wieder angerichtet… zu einem weiteren Filmmenü-Podcast des hart arbeitenden Mannes Daniel Pook, der sich immer zielstrebiger durch seinen Berg an liegen gelassenen Filmrezensionen ackert und sich dabei heute - passend zu sich selbst - unter anderem A Working Man vorgenommen hast. Mit In the Lost Lands, The Electric State und Ein Minecraft Film stellen das restliche Feld nicht gerade riesig überzeugende Filme dar. Einzig The Assessment ragt in dieser Folge als wirklich sehenswerter Sci-Fi-Underdog positiv hervor.
In unserer Letzten Filmkritik über die Kinoverfilmung des Musicals Wicked wird Daniel zur griesgrämigen Hexe, während Patrick, die gute Fee aus Hürth, viel gnädiger urteilt.
Es gab mal eine Zeit, in der Peter Jackson regelrecht darum betteln musste, Der Herr der Ringe verfilmen zu dürfen. Tolkiens Bücher galten als zu sperrig, zu lang und nicht so wirklich attraktiv zu verfilmen. Vorherige Versuche waren stets gescheitert. Und Fantasy an sich war auch nicht mehr so beliebt beim Publikum. Es grenzte an ein Wunder, dass seine mehrfach Oscar-prämierte Trilogie um Gandalf, Frodo und Gollum gegen alle Widerstände doch irgendwie umgesetzt, tatsächlich großartig und erfolgreich wurde. Und heute? Quälen uns überflüssige Aufgüsse purer Markenausschlachtung verschiedenster Lizenzhalter - und sogar Jackson selbst scheint seine magischen Hände für den Stoff leider verloren zu haben. Der von ihm mitproduzierte Animationsfilm Die Schlacht der Rohirrim ist eines über zwei Stunden langen Kinofilms nicht würdig.
The Rock und Chris Evans retten in Red One: Alarmstufe Weihnachten zwar J.K. Simmons als den Weihnachtsmann, wenn ihr aber euer eigenes Weihnachtsfest vor generischem Murks bewahren wollt, solltet ihr besser diesen überteuert produzierten Stuss hier ganz meiden.
Wenn Cabin in the Woods eine schlechte Lost-Folge gewesen wäre, hätten wir They See You schon 2011 im Kino gesehen. Nun liefert Regisseurin Ishana Night Shyamalan ihren Debütfilm, mit Papa M. Night Shyamalan als Produzent, auf Basis eines Buches von Autor A.M. Shine ab. Als hätte es bei diesem Projekt eine Pflicht gegeben, dass alle Hauptbeteiligten mysteriös klingende Namen tragen müssen. Daniel muss sich über vieles bei diesem wahrlich blöden Film so sehr wundern, dass ihm eine normal lange Filmkritik dafür nicht ausgereicht hat. In diesem OverExposition-Podcast gibt’s darum erst eine lange Generalbesprechung und nach Vorwarnung außerdem noch einen ungehemmt die gesamte Resthandlung und das Ende verratenden Spoiler-Teil.
Alles andere als magisch versucht The American Society of Magical Negroes aus dem stereotypen Umgang mit People of Color in Filmen eine satirische Aufarbeitung im Harry-Potter-Gewand zu stricken. Warum das reichlich misslungen ist und damit Rechtspopulisten und rassistisch denkenden Menschen in die Karten spielt, überdies aber auch so kein guter Film geworden ist, erklärt Daniel in seiner Filmkritik.
In Poor Things erkennen wir grundlegende Motive und Aussagen der vorhergegangenen Filme von Regisseur Yorgos Lanthimos wieder, hier nun alle in einem wunderschön, skurril, verrückt inszenierten Fantasy-Film für Erwachsene zusammengeführt. Emma Stone und die restliche Besetzung spielen fabelhaft und Lanthimos hat seine herrlich exzentrische, kunstvolle Herangehensweise ans Medium Film so ungezügelt ausgelebt wie nie zuvor. Trotz aller Begeisterung dafür, sind Patrick und Daniel aber etwas enttäuscht darüber, dass Bella Baxters Weltreise kaum darüber hinaus geht, eine eher oberflächlich erzählte Geschichte mit früh offensichtlichen Lehren zu sein.
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Dieser Podcast wurde dank Funktechnik von Patrick aus Hürth in Hürth & Daniel in Berlin aufgenommen.


