Sundance '18 - Päbstlicher Abschluss mit dem King
Einige Dosen PBR heben die Stimmung zum Abschied von Sundance 2018, führen jedoch in ein kaum lösbares Conundrum. Ob der "King" Elvis Presley im letzten Film unserer Podcast-Festival-Reihe helfen kann?
Was wir gesehen haben:
The King (Special)
Originalbild: King / © Oscilloscope (2017)
Podcast in Kurzform als VLOG:
Unsere Sundance-Interviews



Trailer zu The King:
Ein alternder Taschendieb zieht in The Only Living Pickpocket in New York Tag für Tag durch Manhattan und lebt davon, reichen Passant*innen unbemerkt Uhren, Smartphones und Brieftaschen zu stehlen. Als er jedoch die falsche Person beklaut, gerät sein ansonsten routinierter Alltag plötzlich in eine gefährliche Schieflage. Ein charmantes New-York-Szenario mit guten Darstellern. Und trotzdem verläuft der Film eher wie ein gemütlicher Spaziergang, bei dem wir uns am Ende fragen, ob da nicht noch wesentlich mehr spannendes hätte passieren können.
Besonders bei Sundance war die Midnight-Sektion für uns während vergangener Festival-Besuche immer eine verlässliche Goldgrube. Nicht so 2026, denn dieses Jahr erlebte Daniel ausgerechnet in dieser Kategorie zwei seiner größten Enttäuschungen des Programms. Die blutige Kindersendungs-Parodie Buddy ist zwar immerhin noch kurzweilig erträglich, der Podcast-Horrorfilm Undertone von A24 hingegen langweilt auf allen Ebenen. Außerdem hat auch die Berlinale 2026 mit Nightborn (Yön Lapsi) und Sleep No More (Monster Pabrik Rambut) zwei nicht so begeisternde Genre-Beiträge zu diesem Filmmenü-Podcast der Festival-Horror-Flops beigesteuert.
Ein asiatischer Film mit Martial-Arts-Kämpfen darf auf der Berlinale scheinbar nicht fehlen. Doch wo The Old Woman With the Knife vergangenes Jahr eher konservativ das Übliche bot, ist Ghost in the Cell ein ungewöhnlicher Mix aus Action, Horror, Gefängnisfilm und sogar mit etwas gesellschaftspolitischer Kritik garniert. Manchmal zu albern für unseren Geschmack - aber dennoch sehr unterhaltsam und eben nicht einfach nur wieder mehr vom Selben. Wohl auch deswegen war der Film bereits im Januar auch beim Sundance Film Festival im Programm.
Josephine ist die große Gewinnerin des Sundance Film Festivals 2026 - und Daniel Pook war für "Die Letzte Filmkritik" im Eccles Theatre bei der Weltpremiere des Films live dabei. Das Drama von Beth de Araújo mit Channing Tatum, Mason Reeves und Gemma Chan hat sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis der Hauptkategorie U.S. Dramatic für sich entscheiden können. Verdient? Das können wir euch jetzt besonders früh bereits beantworten.
Ohne Filmkritiken oder Analysen hört ihr in diesem Podcast einen Zusammenschnitt von Aufnahmen, die Daniel spontan unterwegs oder an verschiedenen Schauplätzen beim Sundance Film Festival 2026 ins Aufnahmegerät geplaudert hat. Erfahrt, wie so ein Mensch denkt, der sich durch Umstände und Möglichkeiten eines solchen Festivals manövriert und der sich wie ein Kind an Weihnachten über seinen tollen Rucksack freut. Bevor hier bald viele spannende Rezensionen von Sundance 2026 folgen.
15 Filme der Berlinale 2025 rezensieren wir hier in einem heiteren Rutsch mit dem Kaffeemann und Daniel! Aufgelistet bedeutet das Kritiken zu: Kaj ti je deklica, Dreams (jedoch nicht der Gewinnerfilm mit identischem englischen Titel…), Hot Milk, Mickey 17, Reflet dans un diamant mort, Welcome Home Baby, La Tour de Glace, If I Had Legs I’d Kick You, After This Death, Der Kuss des Grashüpfers, Pa-gwa, Magic Farm, Fremde Stadt, Bajo las banderas, el sol & Delicious. Auch Heldin haben wir übrigens beim Festival gesichtet, über den sprechen wir jedoch erst sehr bald, zum regulären deutschen Kinostart.
Never Rarely Sometimes Always sehen wir bei Sundance wirklich schlechte Filme und das so benannte Drama um zwei Teenager, die ohne das Wissen ihrer Eltern ein Kind abtreiben lassen wollen, gehört sogar zu den richtig guten. Dicht gefolgt von Farewell Amor und Lost Girls, die alle viel mehr überzeugen konnten als der vorab eigentlich von uns favorisierte Black Bear.
Sundance-Veteran Ethan Hawke erinnert die Welt im gleichnamigen Film als gleichnamiger Erfinder daran, dass Tesla lange vor Elektroautos und Elon Musk eigentlich Nikola hieß. Alison Brie erinnert sich als Horse Girl selber an Dinge, die kein normaler Mensch erlebt haben kann. Wir würden Amulet und The Last Thing He Wanted gerne wieder vergessen, während Run Sweetheart Run mal wieder ein besserer Blumhouse-Film geworden ist.
Wenn alte Männer alte Männer spielen, erwarten wir keine anspruchsvolle Transformation der ohnehin schon altersgerecht gewählten Schauspieler. Und dann kommt Anthony Hopkins in The Father daher, um uns meisterhaft eines besseren zu belehren. Silvie’s Love ist als progressiv gedachte 50er-Liebesgeschichte gut gemacht, aber nicht weiter erinnerungswürdig. Was immer noch viel besser ist, als Save Yourselves.
St. Vincent stellt die halbfiktive Antidosis zu Taylor Swifts Miss Americana hier beim Sundance Film Festival dar. The Night House zeigt den meisten heutigen Horrorfilmen, wie eine Geistergeschichte mit Erschreckmomenten mal richtig gut funktionieren kann. Possessor von Cronenberg jr. taugte nur für Daniel als ganz nette Genre-Hommage und The Social Dilemma ist eine gute Einstiegsdoku, um direkt danach The Cleaners von 2018 anzusehen.
Feeds & Infos über die Podcaster
Alternativ zum Web-Player mit Download-Funktion kann Die Letzte Filmkritik direkt über diesen Link bequem bei iTunes abonniert werden. Wer per RSS-Reader oder sonstigen Podcatchern über neue Folgen informiert werden möchte, füttert sie mit diesem Link des XML-Feeds. Via Facebook, Youtube & Twitter bleibt ihr mit uns in Kontakt und auf dem Laufenden.
Dieser Podcast wurde in Salt Lake City von Patrick aus Hürth, Daniel und dem Kaffeemann aufgenommen.


