Leid und Herrlichkeit - Almodóvars Ehrlichkeit
Antonio Banderas gefiel in Pedro Almodóvars Leid und Herrlichkeit (Dolor y Gloria) nicht nur der Jury vom Festival in Cannes 2019, sondern auch Patrick & Daniel in unserem Filmkritik-Podcast.
In dieser Filmkritik gibt es kleinere Spoiler auf Basis der Biografie von Pedro Almodóvar, die das Kinoerlebnis nicht stören, sondern eher bereichern dürften.
Originalbild: Dolor y Gloria / © El Deseo (2019)
Links & Videos zur Filmkritik
Pedro Almodóvar in der Wikipedia
Die Letzte Filmkritik - Everybody Knows
Die Letzte Filmkritik - Roma
Die Letzte Filmkritik - Endless Poetry










Sorda: Der Klang der Welt hätte in Daniels Augen und Ohren eigentlich jene Aufmerksamkeit verdient, welche 2021 dem Sundance-Darling CODA zuteil wurde. Hier sehen wir nämlich nicht nur einen üblichen Festival-Film, der auch mit gehörlosen Menschen besetzt wurde, sich aber eigentlich mehr um eine normal hörende Person im Mittelpunkt dreht. Das sehr authentisch inszenierte Werk der spanischen Regisseurin Eva Libertad lässt uns das alltägliche Empfinden einer tauben Frau umringt von nicht-tauben Menschen eindringlich, lebensnah, aber nicht einseitig verklärt miterleben.
Brobert & Daniel starten ihre Podcast-Reihe vom Göteborg Film Festival 2025 mit Erzählungen aus dem Festival-Alltag, ihrem eigenen Versagen gleich beim ersten Kinobesuch und ein paar Stunden Langeweile mit einem Flusspferd in Kolumbien,… während sie eigentlich beide dringend aufs Klo mussten.
Vom Regisseur der beiden “Schacht”-Filme kommt nun die Krankheit, von der bestimmt nicht wenige, dem Kapitalismus überdrüssige Leute da draußen träumen dürften. Rich Flu handelt um eine Grippe, die zuerst alle Superreichen, nach und nach dann auch die Normalreichen, bloß aufgrund ihres Reichtums, aus dem Leben scheiden lässt. Was von Beginn an plump klingt, ist es dann auf volle Länge gesehen leider auch. Eine einzelne Szene vom Ende konnte Daniel allerdings dennoch begeistern.
Als Mischung aus Musical und Gangster-Drama ist Emilia Pérez prädestiniert dafür, ein originelles Kino-Erlebnis zu bieten. Dieses Versprechen löst der Cannes-Hit von Regisseur Jacques Audiard dann sogar noch viel überraschender erzählt und überdies stark inszeniert auf der Leinwand ein. Und das nicht bloß qualitativ hochwertig gemacht, fantastisch besetzt, sondern auch inhaltlich in der Summe durchweg als erwachsenes Unterhaltungswerk voll ungewöhnlicher Wendungen, das sich weder bierernst nimmt, noch in andauernde Albernheit verirrt. Obwohl das Konzept auf dem Papier absolut verrückt klingt.
´Der Absturz des Flugs Fuerza-Aérea-Uruguaya 571 im Oktober 1972 in den verschneiten Anden ist besonders deswegen bis heute noch Thema, weil die Überlebenden nur deswegen 72 Tage im Eis überleben konnten, da sie sich vom Fleisch der beim Unglück und in Folge dessen verstorbenen Menschen ernährt haben. Netflix zeigt jetzt mit Die Schneegesellschaft nicht die erste Adaption dieser wahren Begebenheiten, die handwerklich bemüht ist, uns als Film aber dennoch nicht ganz packen kann.
20.000 Arten von Bienen hat und hätte das Zeug dazu, auf allen großen Festivals im internationalen Segment europäischer Beiträge zu laufen. Dass dieses hervorragend gespielte Drama aus Spanien nun ausgerechnet während der Berlinale dieses Jahr seinen großen Moment hatte, wundert Patrick und Daniel aber nicht. Die literale Ebene bekommt alle Aufmerksamkeit, Potenzial für filmisch erzeugte Räume hinter der realistischen Abbildung spielt hingegen fast keine Rolle. In diese klare Tendenz der Berliner Filmfestspiele fügt sich 20,000 Species of Bees (Originaltitel) sowohl im positiven als auch im negativen geradezu perfekt ein.
Es ist angerichtet... zu einem Filmmenü ohne Fledermaus auf der Karte, denn The Batman hat als Highlight der aktuellen Kinostarts - wohl auch verdient - einen separaten Podcast von uns bekommen. Wohl auch verdient. Dass Cyrano eure Zeit und euer Geld sehr viel weniger wert ist, gilt bei Patrick und Daniel als weniger strittig als die Frage, ob Pedro Almodóvars neuer Film Parallele Mütter gelungen ist oder nicht. So ungefähr gar nichts (gutes) halten die beiden außerdem von der Serie Pam & Tommy bei Disney+.
Es ist angerichtet… zu einem Filmmenü, dessen Neustarts I Still Believe und The Roads Not Taken auf Basis realer Hintergründe viel zu dick auftragen. Artemis Fowl ist auch nicht wirklich gut, aber für Eltern mit Disney+ zumindest ein generischer Kinderzeitvertreib.
Obgleich bereits 2019 beim Sundance Film Festival gefeiert, ist Monos bei uns in Deutschland aktuell einer der ersten Filme, die nach der Corona-Pause vereinzelt in Kinos gezeigt werden. Und - so stellen Patrick & Daniel fest - mit Sicherheit auch ungeachtet der Umstände einer der besten des Jahres.
Antonio Banderas gefiel in Pedro Almodóvars Leid und Herrlichkeit (Dolor y Gloria) nicht nur der Jury vom Festival in Cannes 2019, sondern auch Patrick & Daniel in unserem Filmkritik-Podcast.
Eine mexikanische Netflix-Produktion schwingt sich zum Oscar-Favoriten auf, nicht nur in der Kategorie des besten fremdsprachigen Films. Dabei geht Roma viele Wege, die sich eine Kinoproduktion aus Hollywood wohl kaum so konsequent gewagt hätte.
Patrick und Daniel wissen bereits, wie gut oder schlecht ihnen Everybody Knows gefallen hat. Der im spanischen Original gesichtete Todos lo saben läuft in deutschen Kinos unter dem Titel Offenes Geheimnis. Passt.
In Endless Poetry feiert Alejandro Jodorowsky sich selbst als Künstlergenie, das schon in jungen Jahren mit wenig Geld und reinem Herzen...
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Dieser Podcast wurde von Patrick aus Hürth in Hürth & Daniel in Berlin aufgenommen.


