FILMKRITIK FILTERN

SONDERFORMATE

Fermibedienung

Ihre wenigen Tasten gleicht die Fermibedienung durch enorme Reichweite aus.

Die Fermibedienung ist ein astronomisches Steuergerät zur drahtlosen Kontaktaufnahme mit außerirdischen Zivilisationen. Benannt wurde es nach dem italienischen Physiker Enrico Fermi, der sich bereits Mitte des 20. Jahrhunderts mit der Frage beschäftigte, warum wir angesichts der schieren Größe des Universums noch immer keine Außerirdischen gefunden haben.

Fermis berühmte Frage „Wo sind denn alle?“ führte schließlich zum sogenannten Fermi-Paradoxon. Die Fermibedienung soll das Problem lösen, indem sie die Suche nach intelligentem Leben auf die wesentlich vertrautere Suche nach einem empfangbaren Programm reduziert.

Die Fermibedienung konzentriert sich deshalb auf den Kanalwechsel. Jeder Kanal entspricht einem anderen Sternsystem. Die automatische Sendersuche gestaltet sich entsprechend langwierig. Allein innerhalb unserer Lichtstraße benötigen Signale teilweise zehntausende Jahre, um ihre Empfänger zu erreichen. Wissenschaftler raten deshalb davon ab, aus Ungeduld mehrfach hintereinander auf die Tasten zu drücken. Im ungünstigsten Fall könnte dadurch ein interstellarer Krieg ausgelöst oder eine signalempfindliche Planetenpopulation komplett ausgelöscht werden.

Entwickelt wurde das Konzept der Fermibedienung 2023 von Daniel Pook, nachdem dessen Bruder Dr. Tobi Erdmann in Der Letzte Podcast auf die zahlreichen nach Enrico Fermi benannten wissenschaftlichen Entdeckungen hingewiesen hatte.

Ob wir tatsächlich allein im Universum sind, ist trotz Erfindung der Fermibedienung weiterhin ungeklärt. Noch bevor sie erstmals eingesetzt werden konnte, muss jemand sie im Wohnzimmer verlegt oder unwiederbringlich in einer Sofaritze verloren haben.

Quelle: Der Letzte Podcast #416 (ab 00:49:57) / Autor: Daniel Pook

Problemcast

Furious Cinematic Universe (FCU)

0